Änderungen

Keine Änderung der Größe ,  16:57, 4. Mär. 2010
K
Zeile 10: Zeile 10:  
Bald schon zeigte sich seine musikalische Begabung. Er trat als Sänger und Violinist bei musikalischen Aufführungen des Lyzeums und des [[Erzstift St. Peter|Benediktinerklosters St. Peter]] auf. Von [[1808]] bis [[1810]] studierte Mohr Philosophie am Gymnasium des [[Benediktinerstift Kremsmünster|Benediktinerstiftes Kremsmünster]] in [[Oberösterreich]]. Der Salzburger Domvikar Johann Nepomuk Hiernle unterstützte Joseph finanziell, um ihm anschließend den Besuch der [[Universität Salzburg]] zu ermöglichen, wo er Theologie studierte. Seine Priesterweihe erhielt er am [[21. August]] [[1815]] durch den Passauer Weihbischof Kajetan Graf von Gaisruck. Aber die Vorliebe des jungen Priesters galt weiterhin der Musik.  
 
Bald schon zeigte sich seine musikalische Begabung. Er trat als Sänger und Violinist bei musikalischen Aufführungen des Lyzeums und des [[Erzstift St. Peter|Benediktinerklosters St. Peter]] auf. Von [[1808]] bis [[1810]] studierte Mohr Philosophie am Gymnasium des [[Benediktinerstift Kremsmünster|Benediktinerstiftes Kremsmünster]] in [[Oberösterreich]]. Der Salzburger Domvikar Johann Nepomuk Hiernle unterstützte Joseph finanziell, um ihm anschließend den Besuch der [[Universität Salzburg]] zu ermöglichen, wo er Theologie studierte. Seine Priesterweihe erhielt er am [[21. August]] [[1815]] durch den Passauer Weihbischof Kajetan Graf von Gaisruck. Aber die Vorliebe des jungen Priesters galt weiterhin der Musik.  
   −
Zunächst kam Mohr für einige Wochen nach [[Ramsau]] bei [[Berchtesgaden]].(Salzburg war, bevor es endgültig an Österreich kam, von 1810 bis 1816 zusammen mit Berchtesgaden bei Bayern). Dann in die Heimat seines angeblichen Vaters, nach Mariapfarr im Lungau. Er war aber nicht an das wohl raue Klima in diesem Gebirgsgau gewöhnt und verbrachte bald einen Erholungsurlaub in der Stadt Salzburg. Ab [[1817]] war er dann in [[Oberndorf]] als Aushilfe in der Seelsorge tätig. Dort beschränkte sich sein Wirken nicht nur auf die Seelsorge, sondern schloss soziale Maßnahmen zum Vorteil der Bevölkerung und pädagogische Verbesserungen mit ein. Mohr war ein sehr volksnaher Priester und wollte den Menschen in Oberndorf die Sorgen um die Trennung von Oberndorf und [[Laufen]] erleichtern. Er sympathisierte auch mit den [[Schiffergarde|Oberndorfer Schiffern]], denen er sich oft anschloss, und fand im Volksschullehrer [[Franz Xaver Gruber]] einen Freund und Vertrauten.  
+
Zunächst kam Mohr für einige Wochen nach [[Ramsau]] bei [[Berchtesgaden]] (Salzburg war, bevor es endgültig an Österreich kam, von 1810 bis 1816 zusammen mit Berchtesgaden bei Bayern). Dann in die Heimat seines angeblichen Vaters, nach Mariapfarr im Lungau. Er war aber nicht an das wohl raue Klima in diesem Gebirgsgau gewöhnt und verbrachte bald einen Erholungsurlaub in der Stadt Salzburg. Ab [[1817]] war er dann in [[Oberndorf]] als Aushilfe in der Seelsorge tätig. Dort beschränkte sich sein Wirken nicht nur auf die Seelsorge, sondern schloss soziale Maßnahmen zum Vorteil der Bevölkerung und pädagogische Verbesserungen mit ein. Mohr war ein sehr volksnaher Priester und wollte den Menschen in Oberndorf die Sorgen um die Trennung von Oberndorf und [[Laufen]] erleichtern. Er sympathisierte auch mit den [[Schiffergarde|Oberndorfer Schiffern]], denen er sich oft anschloss, und fand im Volksschullehrer [[Franz Xaver Gruber]] einen Freund und Vertrauten.  
    
Um [[1818]] entstand dann das Lied "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]" in Oberndorf, für das Josef Mohr [[1816]] in Mariapfarr den Text und [[Franz Xaver Gruber|Gruber]] in Oberndorf die Melodie verfasste. Erstmals entstand ein Kirchenlied, das von allen verstanden wurde, da es nicht in Latein verfasst war.  
 
Um [[1818]] entstand dann das Lied "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]" in Oberndorf, für das Josef Mohr [[1816]] in Mariapfarr den Text und [[Franz Xaver Gruber|Gruber]] in Oberndorf die Melodie verfasste. Erstmals entstand ein Kirchenlied, das von allen verstanden wurde, da es nicht in Latein verfasst war.