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(*14. April 1930 als Adolf Martin Bormann), deutscher Theologe und Sohn von Martin Bormann, Adolf Hitlers Sekretär, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Weißbach bei Lofer.
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'''Martin Bormann junior''' (* [[14. April]] [[1930]] als Adolf Martin Bormann), deutscher Theologe und Sohn von Martin Bormann, Adolf Hitlers Sekretär, lebte nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in [[Weißbach bei Lofer]].
    
==Herkunft und Familie==
 
==Herkunft und Familie==
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==Flucht nach Österreich==
 
==Flucht nach Österreich==
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Martin Bormann jun. floh vor Ende des [[Zweiten Weltkrieg]] nach Österreich. Als Fünfzehnjähriger bat er am [[7. Mai]] [[1945]] beim Querleitenbauer Nikolaus Hohenwarter, Besitzer eines abgelegenen Bergbauernhofs in Weißbach bei Lofer, um Aufnahme. Er war in einem körperlich schlechten Zustand und sah erbärmlich aus. Die Familie nahm ihn auf und schickte ihn bald darauf zur Erholung auf die Alm. Dort erholte er sich gut. Er zeigte sich danach bei der Bauernarbeit verständig und geschickt, erlernte alle in der Landwirtschaft anfallenden Arbeiten und war bald eine tüchtige Arbeitskraft.  
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Martin Bormann jun. floh vor Ende des Zweiten Weltkrieg nach Österreich. Als Fünfzehnjähriger bat er am [[7. Mai]] [[1945]] beim Querleitenbauer Nikolaus Hohenwarter, Besitzer eines abgelegenen Bergbauernhofs in Weißbach bei Lofer, um Aufnahme. Er war in einem körperlich schlechten Zustand und sah erbärmlich aus. Die Familie nahm ihn auf und schickte ihn bald darauf zur Erholung auf die Alm. Dort erholte er sich gut. Er zeigte sich danach bei der Bauernarbeit verständig und geschickt, erlernte alle in der Landwirtschaft anfallenden Arbeiten und war bald eine tüchtige Arbeitskraft.  
    
==Leben bei der Gastfamilie==
 
==Leben bei der Gastfamilie==
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Martin Bormann wurde von der Bauernfamilie wie ein eigener Sohn aufgenommen und behandelt. Die liebevolle Beziehung und der religiöse Geist in der Gastfamilie beeindruckten den verwaisten jungen Mann derart, dass er den Bauern, den er Vater nannte, eines Tages darum bat, auch katholisch werden zu dürfen. Vor seiner Taufe ging Martin Bormann drei Monate lang wöchentlich den weiten Weg zur Wallfahrtskirche Maria Kirchental und wurde dort vom damaligen Regens Dr. Wimmer unterrichtet, bis er [[1947]] die Taufe empfangen konnte. Obwohl er unter dem Namen Bergmann lebte, flog seine wahre Identität noch im selben Jahr auf und wurde er danach kurzfristig verhaftet. Mit Unterstützung von Dr. Wimmer besuchte er das Gymnasium der [[Herz-Jesu-Missionare]] in [[Liefering]] und studierte nachfolgend Theologie.
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Martin Bormann wurde von der Bauernfamilie wie ein eigener Sohn aufgenommen und behandelt. Die liebevolle Beziehung und der religiöse Geist in der Gastfamilie beeindruckten den verwaisten jungen Mann derart, dass er den Bauern, den er Vater nannte, eines Tages darum bat, auch katholisch werden zu dürfen. Vor seiner Taufe ging Martin Bormann drei Monate lang wöchentlich den weiten Weg zur [[Wallfahrtskirche Maria Kirchental]] und wurde dort vom damaligen Regens Dr. Wimmer unterrichtet, bis er [[1947]] die Taufe empfangen konnte. Obwohl er unter dem Namen Bergmann lebte, flog seine wahre Identität noch im selben Jahr auf und wurde er danach kurzfristig verhaftet. Mit Unterstützung von Dr. Wimmer besuchte er das Gymnasium der [[Herz-Jesu-Missionare]] in Salzburg-[[Liefering]] und studierte nachfolgend Theologie.
    
==Priester, Ordensmann und Missionar==
 
==Priester, Ordensmann und Missionar==
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Dr. Wimmer half Martin Bormann auch durch alle Schwierigkeiten, die er auf Grund seiner Herkunft bekam. Neben der kurzzeitigen Haft wurde er mitten unter seinem Studium nach Deutschland ausgewiesen, konnte aber dort in Ingolstadt sein Theologiestudium abschließen. [[1953]] wurde er zum Priester geweiht. Martin Bormann  feierte seine Primiz im Jahr [[1958]] in [[Maria Kirchental]]. In einem späteren Interview berichtete er über seine damalige panische Angst vor seines Vaters Reaktion auf diese Entscheidung. Martin Bormann senior galt damals noch als verschollen. Nach seiner Priesterweihe trat er dem Orden der Herz-Jesu-Missionare bei und arbeitete jahrelang als Missionar im Kongo.  
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Dr. Wimmer half Martin Bormann auch durch alle Schwierigkeiten, die er auf Grund seiner Herkunft bekam. Neben der kurzzeitigen Haft wurde er mitten unter seinem Studium nach Deutschland ausgewiesen, konnte aber dort in Ingolstadt sein Theologiestudium abschließen. [[1953]] wurde er zum Priester geweiht. Martin Bormann  feierte seine Primiz im Jahr [[1958]] in Maria Kirchental. In einem späteren Interview berichtete er über seine damalige panische Angst vor seines Vaters Reaktion auf diese Entscheidung. Martin Bormann senior galt damals noch als verschollen. Nach seiner Priesterweihe trat er dem Orden der Herz-Jesu-Missionare bei und arbeitete jahrelang als Missionar im Kongo.  
    
==Schwerer Unfall und neue Entscheidung==
 
==Schwerer Unfall und neue Entscheidung==
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Im Jahr [[1969]] hatte Pater Martin Bormann MSC einen schweren Autounfall und wurde von einer Mitschwester gesund gepflegt. Später ließen sich beide von ihren Gelübden entbinden und heirateten im Jahr [[1971]]. Bormann arbeitete in der Folge als Pädagoge in den Fächern Theologie, Philosophie und Religion. Seit [[1992]] ist Martin Bormann im Ruhestand.
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Im Jahr [[1969]] hatte Pater Martin Bormann MSC einen schweren Autounfall und wurde von einer Mitschwester gesund gepflegt. Später ließen sich beide von ihren Gelübde entbinden und heirateten im Jahr [[1971]]. Bormann arbeitete in der Folge als Pädagoge in den Fächern Theologie, Philosophie und Religion. Seit [[1992]] ist Martin Bormann im Ruhestand.
    
==Einstellung zum Nationalsozialismus==
 
==Einstellung zum Nationalsozialismus==
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==Publikation==
 
==Publikation==
   
* Martin Bormann, „Leben gegen Schatten“, Paderborn 1996, ISBN 3-89710-266-8
 
* Martin Bormann, „Leben gegen Schatten“, Paderborn 1996, ISBN 3-89710-266-8
    
==Quellen==
 
==Quellen==
   
* Josef Lahnsteiner, „Mitterpinzgau – Saalbach, Saalfelden, Lofer“, Selbstverlag Hollersbach 1962
 
* Josef Lahnsteiner, „Mitterpinzgau – Saalbach, Saalfelden, Lofer“, Selbstverlag Hollersbach 1962
   
* wikipedia.de – Martin Bormann
 
* wikipedia.de – Martin Bormann
   
* wikipedia.de – Martin Bormann junior
 
* wikipedia.de – Martin Bormann junior
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[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Geschichte|Bormann junior, Martin]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]
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[[Kategorie:Nationalsozialismus|Bormann junior, Martin]]
[[Kategorie:Person]]
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[[Kategorie:Person|Bormann junior, Martin]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
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[[Kategorie:Pinzgau|Bormann junior, Martin]]
[[Kategorie: Weißbach bei Lofer]]
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[[Kategorie: Weißbach bei Lofer|Bormann junior, Martin]]