Fremdenverkehr in der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Einerseits verringern Busse deutlich den Individualverkehr (ein Reisebus mit durchschnittlich 40 Plätzen ersetzt durchschnittlich 20 PKW's), andererseits sehen die derzeitigen Maßnahmen im Stadtgebiet von Salzburg deutliche Benachteiligungen für diese Art der Fortbewegung vor. Während sich beliebig lange PKW-Kolonnen durch die Straßen der inneren Stadt quälen dürfen, möglicherweise auch sich auf den Kais kreisend eine Parklücke erhoffen, werden Busgäste auf die beiden [[Busterminals]] in der [[Paris-Lodron-Straße]] oder [[Busterminal Salzburg Süd|Nonntal]] verwiesen. | Einerseits verringern Busse deutlich den Individualverkehr (ein Reisebus mit durchschnittlich 40 Plätzen ersetzt durchschnittlich 20 PKW's), andererseits sehen die derzeitigen Maßnahmen im Stadtgebiet von Salzburg deutliche Benachteiligungen für diese Art der Fortbewegung vor. Während sich beliebig lange PKW-Kolonnen durch die Straßen der inneren Stadt quälen dürfen, möglicherweise auch sich auf den Kais kreisend eine Parklücke erhoffen, werden Busgäste auf die beiden [[Busterminals]] in der [[Paris-Lodron-Straße]] oder [[Busterminal Salzburg Süd|Nonntal]] verwiesen. | ||
Lange Zeit haben auch Politiker die Kaufkraft dieser Bustouristen unterschätzt. Vor allem weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass beispielsweise zu den Festspielen die Sponsoren, aber auch anderen Firmen und Institutionen Gäste busweise nach Salzburg einladen und im Stadtgebiet bewegen müssen. Dabei erreichen die Ausgaben durchaus € 500.-- und mehr pro Person und Tag, die für und von diesen Festspielgästen ausgegeben werden. Trotzdem können diese Gäste bedingt durch Fahrverbote und Auflagen für kostenpflichtige Sondergenehmigungen für Busfahrten im inneren Stadtgebiet nur bedingt transportiert werden und müssen teilweise auch zu Fuß von ihren Hotels wie [[Hotel Sacher|Sacher]] oder [[Hotel Sheraton Salzburg|Sheraton]] gehen. Im Gegensatz zu den | Lange Zeit haben auch Politiker die Kaufkraft dieser Bustouristen unterschätzt. Vor allem weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass beispielsweise zu den Festspielen die Sponsoren, aber auch anderen Firmen und Institutionen Gäste busweise nach Salzburg einladen und im Stadtgebiet bewegen müssen. Dabei erreichen die Ausgaben durchaus € 500.-- und mehr pro Person und Tag, die für und von diesen Festspielgästen ausgegeben werden. Trotzdem können diese Gäste bedingt durch Fahrverbote und Auflagen für kostenpflichtige Sondergenehmigungen für Busfahrten im inneren Stadtgebiet nur bedingt transportiert werden und müssen teilweise auch zu Fuß von ihren Hotels wie [[Hotel Sacher|Sacher]] oder [[Hotel Sheraton Salzburg|Sheraton]] gehen. Im Gegensatz zu den Pkw-Gästen, die ja z. B. durch die [[Mönchsberggaragen|Altstadtgaragen]] unmittelbar am historischen Altstadtkern aus- und einsteigen können. | ||
Nach dem Rekordjahr von 50 000 Bussen [[2017]] waren es 2019 noch 38 090.<ref>{{Quelle SN|17. Jänner 2020}}</ref> Dies ist auf das Slot-System zurückzuführen, das seit 2019 gilt. Busunternehmen müssen sich ein Zeitfenster für Ein- und Aussteigen kaufen. Ist ein solches Zeitfenster ausgebucht, muss er früher oder später kommen. Allerdings wurden 2019 auch zahlreiche Busse beobachtet, die nicht an den vorgeschriebenen Ein- und Ausstiegepunkten ihre Gäste aus- bzw. einsteigen lassen, sondern "wild" anhalten, wie zum Beispiel im Bereich des [[Dr.-Franz-Rehrl-Platz]]es Nähe [[Karolinenbrücke]]. | |||
=== Schlechtwettersperre === | === Schlechtwettersperre === | ||
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==== Salzburg soll seine Gäste mehr lieben ==== | ==== Salzburg soll seine Gäste mehr lieben ==== | ||
Das meint [[Erich Egger]], Chef der [[Zell am See|Zeller]] [[Schmittenhöhebahn AG|Schmittenhöhebahnen]] und warnt vor "Gäste-Bashing". Er möchte nicht, dass die Gäste glauben, dass wir sie nicht wollen. Jeder einzelne Gast ist bei ihnen im [[Pinzgau]] herzlich willkommen. ''Bashing'' ist ein englisches Wort und bedeutet „öffentliche Beschimpfung".<ref>Quelle {{wikipedia-de|Bashing|Bashing}}</ref> 150 Millionen Euro investierten Salzburgs Seilbahnunternehmen 2019 in neue Lifte und die Verbesserung und Modernisierung der vorhandenen Infrastruktur. In den Gebirgsgauen sei noch Bedarf an neuen Betten und zusätzlichen Hotels, was neue Arbeitsplätze schaffen würde, so Egger. Hier prallen also bereits wirtschaftliche Interessen mit der Forderung nach mehr Lebensqualität für Einheimische aufeinander.<ref>Quelle Salzburger Nachrichten vom 24. September 2019</ref> | Das meint [[Erich Egger]], Chef der [[Zell am See|Zeller]] [[Schmittenhöhebahn AG|Schmittenhöhebahnen]] und warnt vor "Gäste-Bashing". Er möchte nicht, dass die Gäste glauben, dass wir sie nicht wollen. Jeder einzelne Gast ist bei ihnen im [[Pinzgau]] herzlich willkommen. ''Bashing'' ist ein englisches Wort und bedeutet „öffentliche Beschimpfung".<ref>Quelle {{wikipedia-de|Bashing|Bashing}}</ref> 150 Millionen Euro investierten Salzburgs Seilbahnunternehmen 2019 in neue Lifte und die Verbesserung und Modernisierung der vorhandenen Infrastruktur. In den Gebirgsgauen sei noch Bedarf an neuen Betten und zusätzlichen Hotels, was neue Arbeitsplätze schaffen würde, so Egger. Hier prallen also bereits wirtschaftliche Interessen mit der Forderung nach mehr Lebensqualität für Einheimische aufeinander.<ref>Quelle Salzburger Nachrichten vom 24. September 2019</ref> | ||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
* [[Diskussion:Fremdenverkehr Stadt Salzburg]] | * [[Diskussion:Fremdenverkehr Stadt Salzburg]] | ||