| − | Eine alte Überlieferung besagt laut [[Josef Lahnsteiner]], einem der Chronisten des [[Pinzgau]]es, dass die erste Kirche von [[Piesendorf]] in [[Walchen]] gestanden sei. Dafür führt er mehrere Gründe an: 1., den Sitz des Geschlechtes der Walcher auf der Burg in Walchen, 2., das "Pfarrvidtum" war bis 1600 in Friedensbach, das ist in nächster Nähe vom Ortsteil Walchen und 3., auch die Kirchengründe liegen dort. Das "Angerl vor dem Walcherwirt" und angrenzende Flächen werden "Freithöfel" genannt. Um 1830 sollen dort bei einer Grabung auch Menschenknochen gefunden worden sein. Zwischen 1200 und 1300 ist der Walcherbach - auch heute noch ein gefürchteter Wasserlauf - ausgebrochen und hat alle Häuser zwischen Friedensbach und Vögäumühle, das beträfe auch die dort vermutete erste Kirche, zerstört. Er vermutet daher, dass daraufhin die Kirche an ihrem heutigen Standort neu errichtet wurde. Als 4. Punkt führt Lahnsteiner an, dass fast alle Kirchen des Pinzgaus dem [[Bistum Chiemsee]] zugehörig gewesen seien, Piesendorf unterstand jedoch den Walchern. Aufgrund dieses Umstandes wurde lange Zeit vermutet, dass Piesendorf die Urpfarre des Pinzgaus gewesen sein könnte, was von [[Heinz Dopsch]] widerlegt wurde. | + | Eine alte Überlieferung besagt laut [[Josef Lahnsteiner]], einem der Chronisten des [[Pinzgau]]es, dass die erste Kirche von [[Piesendorf]] in [[Walchen]] gestanden sei. Dafür führt er mehrere Gründe an: 1., den Sitz des Geschlechtes der Walcher auf der Burg in Walchen, 2., das "Pfarrvidtum" war bis 1600 in Friedensbach, das ist in nächster Nähe vom Ortsteil Walchen und 3., auch die Kirchengründe liegen dort. Das "Angerl vor dem Walcherwirt" und angrenzende Flächen werden "Freithöfel" genannt. Um 1830 sollen dort bei einer Grabung auch Menschenknochen gefunden worden sein. Zwischen 1200 und 1300 ist der Walcherbach - auch heute noch ein gefürchteter Wasserlauf - ausgebrochen und hat alle Häuser zwischen Friedensbach und Vögäumühle, das beträfe auch die dort vermutete erste Kirche, zerstört. Lahnsteiner meint daher, dass daraufhin die Kirche an ihrem heutigen Standort neu errichtet wurde. Als 4. Punkt führt Lahnsteiner an, dass fast alle Kirchen des Pinzgaus dem [[Bistum Chiemsee]] zugehörig gewesen seien, Piesendorf unterstand jedoch den Walchern. Aufgrund dieses Umstandes wurde lange Zeit angenommen, dass Piesendorf die Urpfarre des Pinzgaus gewesen sein könnte, was von [[Heinz Dopsch]] widerlegt wurde. |