| | =====Goldabbau durch [[Kelten]], [[Römer]], [[Taurisker]] oder [[Noriker]]??===== | | =====Goldabbau durch [[Kelten]], [[Römer]], [[Taurisker]] oder [[Noriker]]??===== |
| − | Die Archäologen erhellen das Bild etwas. Sie fanden einerseits keltische und römerzeitliche Münzen im Nahbereich des Bockharttales und andererseits die Reste einer Straße, wohlgemerkt nicht Reste eines mittelalterlichen [[Saumweg]]es! Die Anlage entspricht in allen ihren Merkmalen einer alpinen römischen Fahrstraße, wie sie auch am [[Korntauern]] auszumachen ist. Die Straße geht von [[Mallnitz]] in [[Kärnten]] über den [[Nassfelder Tauern]] hinunter ins Naßfeld und von dort hinauf in das Bockharttal. Dort endet die Fahrstraße und zwar mitten im historischen Bergbaugebiet. Eine solche Fahrstraße in ein alpines Hochtal wie das Bockharttal zu trassieren und zu bauen nur um sie dort enden zu lassen, ist in dieser Zeitphase durch nichts anderes als durch den Bergbau zu erklären. Funde vom Magdalensberg in Kärnten, wie Goldschmelzöfen oder[[Bergkristall]]e, die aufgrund ihrer Begleitminerale auf das [[Sonnblick]]- und [[Ankogel]]gebiet verweisen, belegen die Verbindung zu den Revieren der inneralpinen [[Goldvorkommen]] in römischer Zeit. | + | Die Archäologen erhellen das Bild etwas. Sie fanden einerseits keltische und römerzeitliche Münzen im Nahbereich des Bockharttales und andererseits die Reste einer Straße, wohlgemerkt nicht Reste eines mittelalterlichen [[Saumweg]]es! Die Anlage entspricht in allen ihren Merkmalen einer alpinen römischen Fahrstraße, wie sie auch am [[Korntauern]] auszumachen ist. Die Straße geht von [[Mallnitz]] in [[Kärnten]] über den [[Nassfelder Tauern]] hinunter ins Naßfeld und von dort hinauf in das Bockharttal. Dort endet die Fahrstraße und zwar mitten im historischen Bergbaugebiet. Eine solche Fahrstraße in ein alpines Hochtal wie das Bockharttal zu trassieren und zu bauen nur um sie dort enden zu lassen, ist in dieser Zeitphase durch nichts anderes als durch den Bergbau zu erklären. Funde vom Magdalensberg in Kärnten, wie Goldschmelzöfen oder [[Bergkristall]]e, die aufgrund ihrer Begleitminerale auf das [[Sonnblick]]- und [[Ankogel]]gebiet verweisen, belegen die Verbindung zu den Revieren der inneralpinen [[Goldvorkommen]] in römischer Zeit. |
| | Beweise für einen römerzeitlichen Goldbergbau gibt es dennoch nicht. Abbaumethoden und Bergmannsgezähe – das Werkzeug des Bergmanns - unterschieden sich über lange Zeit hinweg kaum. Außerdem hat der historische Bergbau des [[14.Jh.n.Chr.]] bis [[16. Jh.n.Chr.]] ev. vorhandene Spuren aus früherer Zeit überdeckt. | | Beweise für einen römerzeitlichen Goldbergbau gibt es dennoch nicht. Abbaumethoden und Bergmannsgezähe – das Werkzeug des Bergmanns - unterschieden sich über lange Zeit hinweg kaum. Außerdem hat der historische Bergbau des [[14.Jh.n.Chr.]] bis [[16. Jh.n.Chr.]] ev. vorhandene Spuren aus früherer Zeit überdeckt. |