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Der Vogelbeerbaum.
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Der '''Vogelbeerbaum'''ist ein besonderer Schatz in der Salzburger Kulturlandschaft.
Ein besonderer Schatz in der Salzburger Kulturlandschaft.
      
==Wie der Vogelbeerbaum zu seinem Namen kam ==
 
==Wie der Vogelbeerbaum zu seinem Namen kam ==
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Schnapsbrenner, Landschaftsliebhaber und heimische Singvögel sind sich einig: der Vogelbeerbaum ist etwas ganz besonderes! Nicht zufällig sind von der gemeinen Eberesche, die im Salzburgischen als Vogelbeerbaum geläufig ist, über 150 Bezeichnungen bekannt! Einige davon zur Illustration: Vogelbeere, Quitsche, Ebisch, Sperwerbaum, Speyerling, Aschekirsche, Mountain-Asche, Sorbus, Sorbier, Sorbenboom, Quickbaum, Krametsbeerbaum, Stinkholz, Moosesche, Wielesche, Gimbelbeere, Rowan...
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Schnapsbrenner, Landschaftsliebhaber und heimische Singvögel sind sich einig: der Vogelbeerbaum ist etwas ganz besonderes! Nicht zufällig sind von der gemeinen Eberesche, die im Salzburgischen als Vogelbeerbaum geläufig ist, über 150 Bezeichnungen bekannt! Einige davon zur Illustration: Vogelbeere, Quitsche, Ebisch, Sperwerbaum, Speyerling, Aschekirsche, Mountain-Asche, Sorbus, Sorbier, Sorbenboom, Quickbaum, Krametsbeerbaum, Stinkholz, Moosesche, Wielesche, Gimbelbeere, Rowan...
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Die lateinische Bezeichnung ist Sorbus aucuperia und leitet sich vom lateinischen aucupari ab. Avis und capere bedeuten Vogelfangen, Vogelstellen. Tatsächlich wurde in früheren Zeiten die Leidenschaft vieler Vogelarten für die Vogelbeeren zum Vogelfang genutzt.  
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Die lateinische Bezeichnung ist ''Sorbus aucuperia'' und leitet sich vom lateinischen ''aucupari'' ab. ''Avis'' und ''capere'' bedeuten Vogelfangen, Vogelstellen. Tatsächlich wurde in früheren Zeiten die Leidenschaft vieler Vogelarten für die Vogelbeeren zum Vogelfang genutzt.  
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Während die Bezeichnung „Sorbus“ mehr als 2000 Jahre alt ist, ist „Eberesche“ erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Eberesche geht vermutlich auf „Aber-Esche“ zurück, was unechte Esche bedeuten würde (Anm.: aber, etymologisch nach, wieder, hinter, hat heute eine abschätzige Bedeutung (z.B. Aberglaube) und bezeichnet das Gegenteil dessen was der zweite Wortbestandteil ausdrückt).  
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Während die Bezeichnung „Sorbus“ mehr als 2000 Jahre alt ist, ist „Eberesche“ erst seit dem [[16. Jahrhundert]] bekannt. Eberesche geht vermutlich auf „Aber-Esche“ zurück, was unechte Esche bedeuten würde (Anm.: aber, etymologisch nach, wieder, hinter, hat heute eine abschätzige Bedeutung (z.B. Aberglaube) und bezeichnet das Gegenteil dessen was der zweite Wortbestandteil ausdrückt).  
    
==Zugehörigkeit, Erscheinungsbild und wichtigste Arten==
 
==Zugehörigkeit, Erscheinungsbild und wichtigste Arten==
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Der Vogelbeerbaum gehört zu den apfelfrüchtigen Laubhölzern. Er ist ein mittelgroßer Baum, kommt aber auch strauchartig vor. Der Stamm ist schlank und walzig und er trägt eine runde, lockere Krone. Seine Rinde ist rotbraun bis grau, jung glatt und glänzend, im Alter schwärzlichgrau und längsrissig. Der Baum wird mit ca. 20 Jahren „mannbar“ und er trägt beinahe jedes Jahr reiche Frucht. Er blüht in den Monaten Mai bis Juni und seine Beeren werden in den Monaten August bis September reif.
 
Der Vogelbeerbaum gehört zu den apfelfrüchtigen Laubhölzern. Er ist ein mittelgroßer Baum, kommt aber auch strauchartig vor. Der Stamm ist schlank und walzig und er trägt eine runde, lockere Krone. Seine Rinde ist rotbraun bis grau, jung glatt und glänzend, im Alter schwärzlichgrau und längsrissig. Der Baum wird mit ca. 20 Jahren „mannbar“ und er trägt beinahe jedes Jahr reiche Frucht. Er blüht in den Monaten Mai bis Juni und seine Beeren werden in den Monaten August bis September reif.
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Neben der Gemeinen Eberesche (Sorbus aucuparia Linné) existieren mehrere Veredelungsstufen. In Gebirgslagen findet sich vereinzelt die sog. Bastard-Eberesche (Sorbus hybride Linné). Sie blüht Ende Mai, ihre Früchte reifen im September. Ihre Blätter sind meist nur in der unteren Hälfte gefiedert oder fiederspaltig und oben gelappt. Ihre Früchte reifen dunkelrot und sind etwas größer als die Vogelbeere. Sie sind rund oder länglich, weniger glänzend und im Geschmack herb. Die Bastard-Eberesche dient auch als Ziergehölz. Eine weitere Art ist die im [[19. Jh.]] entdeckte mährische oder süße Eberesche (Sorbus aucuparia varietas dulcis). Während die Gemeine Eberesche, die üblicherweise als Vogelbeerbaum bezeichnet wird, im Wildwuchs oder angepflanzt im Salzburger Land überall vorkommt, findet man die veredelte Mährische Vogelbeere meist nur in Parks oder in Privatgärten, z. B. auch im [[Botanischen Garten]] in [[Salzburg]].  
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Neben der Gemeinen Eberesche (Sorbus aucuparia Linné) existieren mehrere Veredelungsstufen. In Gebirgslagen findet sich vereinzelt die sog. Bastard-Eberesche (Sorbus hybride Linné). Sie blüht Ende Mai, ihre Früchte reifen im September. Ihre Blätter sind meist nur in der unteren Hälfte gefiedert oder fiederspaltig und oben gelappt. Ihre Früchte reifen dunkelrot und sind etwas größer als die Vogelbeere. Sie sind rund oder länglich, weniger glänzend und im Geschmack herb. Die Bastard-Eberesche dient auch als Ziergehölz. Eine weitere Art ist die im [[19. Jahrhundert]] entdeckte mährische oder süße Eberesche (Sorbus aucuparia varietas dulcis). Während die Gemeine Eberesche, die üblicherweise als Vogelbeerbaum bezeichnet wird, im Wildwuchs oder angepflanzt im Salzburger Land überall vorkommt, findet man die veredelte Mährische Vogelbeere meist nur in Parks oder in Privatgärten, z. B. auch im [[Botanischer Garten|Botanischen Garten]] in [[Salzburg]].  
    
==Holz- und Forstwirtschaft==
 
==Holz- und Forstwirtschaft==
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Der Vogelbeerbaum eignet sich für die Bepflanzung von Schlagflächen und Windwurfstellen. Er kommt als Gruppengehölz, im Einzelstand, in Garten- und Parkanlagen, in Schutz- und Rekultivierungspflanzungen und als Alleebaum vor. In der vom österreichischen Bundesholzwirtschaftsrat aufwändig gestalteten Holzartenmustermappe „Heimisches Holz“ sucht man ihn vergeblich. In der [[1975]] erschienenen Mappe wird die Eberesche nicht erwähnt, da sie heute nicht zu den 20 wichtigsten heimischen Holzarten gerechnet wird.
 
Der Vogelbeerbaum eignet sich für die Bepflanzung von Schlagflächen und Windwurfstellen. Er kommt als Gruppengehölz, im Einzelstand, in Garten- und Parkanlagen, in Schutz- und Rekultivierungspflanzungen und als Alleebaum vor. In der vom österreichischen Bundesholzwirtschaftsrat aufwändig gestalteten Holzartenmustermappe „Heimisches Holz“ sucht man ihn vergeblich. In der [[1975]] erschienenen Mappe wird die Eberesche nicht erwähnt, da sie heute nicht zu den 20 wichtigsten heimischen Holzarten gerechnet wird.
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Dabei zeigt das Holz der Eberesche durch stark ausgeprägte Spätholzlinien eine auffallend schöne Struktur. Als mittelmäßig hartes Holz galt es früher im Gegensatz zu heute als vielseitig verwendbares Nutzholz. Es ist biegsam und elastisch, trocknet normal, lässt sich gut schnitzen und eignet sich hervorragend zum Drehen, Polieren und Beizen. Es eignete sich daher nicht nur als Brennholz, sondern wurde von Tischlern, Drechslern und anderen Handwerkern in vielfältiger Weise verarbeitet. Eine erfahrene Spinnerin aus dem Gasteinertal hat in den bäuerlichen Spinnstuben des [[19. Jh.]] immer darauf geschaut, ein „gutes“, d.h. aus Vogelbeerbaumholz gemachtes Spinnrad zu erwischen. Das Holz der Eberesche fand aber auch im Laufe der Jahrhunderte für Schäfte historischer Stangenwaffen, für  Büchsenschäfte, für Ackergerätschaften, Sessel, u. v. mehr Verwendung.  
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Dabei zeigt das Holz der Eberesche durch stark ausgeprägte Spätholzlinien eine auffallend schöne Struktur. Als mittelmäßig hartes Holz galt es früher im Gegensatz zu heute als vielseitig verwendbares Nutzholz. Es ist biegsam und elastisch, trocknet normal, lässt sich gut schnitzen und eignet sich hervorragend zum Drehen, Polieren und Beizen. Es eignete sich daher nicht nur als Brennholz, sondern wurde von Tischlern, Drechslern und anderen Handwerkern in vielfältiger Weise verarbeitet. Eine erfahrene Spinnerin aus dem [[Gasteinertal]] hat in den bäuerlichen Spinnstuben des 19. Jahrhundert immer darauf geschaut, ein „gutes“, d.h. aus Vogelbeerbaumholz gemachtes Spinnrad zu erwischen. Das Holz der Eberesche fand aber auch im Laufe der Jahrhunderte für Schäfte historischer Stangenwaffen, für  Büchsenschäfte, für Ackergerätschaften, Sessel, u. v. mehr Verwendung.  
    
==Überlebenskünstler==
 
==Überlebenskünstler==
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==Die Vogelbeeren und ihre Nutzung durch Mensch und Tier==
 
==Die Vogelbeeren und ihre Nutzung durch Mensch und Tier==
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Vogelbeeren enthalten wertvolle Bestandteile: Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Vitamin-C, ätherische Öle u.a.m.
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Vogelbeeren enthalten wertvolle Bestandteile: Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Vitamin C, ätherische Öle u.a.m.
    
===Nahrung für Vögel und Säugetiere===
 
===Nahrung für Vögel und Säugetiere===
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===Vogelbeerschnaps oder „Vögei“===
 
===Vogelbeerschnaps oder „Vögei“===
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Das Wissen um die Nutzbarkeit der Vogelbeeren oder Moschbeeren ist - was den hochgeschätzten heimischen Vogelbeerschnaps betrifft - zumindest in den Salzburger Gebirgsgauen weit verbreitet. (Moschbeere leitet sich von Meischbeere ab, „Meisch“ von  Meische). Kenner behaupten allerdings, dass für eine wirklich gute Qualität nur mehr ausländische Beeren taugen. Manch heimischer Nobelbrenner importiert daher sein Brenngut aus Nachbarländern. Das hat auch damit zu tun, dass die Früchte aus Angst vor den gefiederten Konkurrenten oft etwas zu früh, d.h. bevor sie voll ausgereift sind, geerntet werden. Diesen Beeren fehlen die Aromastoffe und das Destillat lässt in der Folge an Geschmack und damit an Qualität zu wünschen übrig. Früher, als auch in den Gebirgsgauen noch Getreide angebaut wurde, das auch den Vögeln Nahrung geboten hat, konnte man die Beeren ausreifen lassen und erst im September ernten. „Heute fressen die Vögel alles weg was nicht rechtzeitig geerntet wird“, so eine Bergbäuerin aus dem Unterpinzgau. Laut Rupert Lengauer aus Bruck hatte der Vogelbeerschnaps in der Not der 30iger-Jahren des [[20. Jh.]] inner Gebirg auch eine wichtige ökonomische Bedeutung. Es war bei den Bauern kein Bargeld vorhanden und konnte z.B. Arzt oder Tierarzt nur mit Schnaps bezahlt werden.  
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Das Wissen um die Nutzbarkeit der Vogelbeeren oder Moschbeeren (Moschbeere leitet sich von Meischbeere ab, „Meisch“ von  Meische) ist - was den hochgeschätzten heimischen Vogelbeerschnaps betrifft - zumindest in den Salzburger Gebirgsgauen weit verbreitet. . Kenner behaupten allerdings, dass für eine wirklich gute Qualität nur mehr ausländische Beeren taugen. Manch heimischer Nobelbrenner importiert daher sein Brenngut aus Nachbarländern. Das hat auch damit zu tun, dass die Früchte aus Angst vor den gefiederten Konkurrenten oft etwas zu früh, d.h. bevor sie voll ausgereift sind, geerntet werden. Diesen Beeren fehlen die Aromastoffe und das Destillat lässt in der Folge an Geschmack und damit an Qualität zu wünschen übrig. Früher, als auch in den Gebirgsgauen noch Getreide angebaut wurde, das auch den Vögeln Nahrung geboten hat, konnte man die Beeren ausreifen lassen und erst im September ernten. „Heute fressen die Vögel alles weg was nicht rechtzeitig geerntet wird“, so eine Bergbäuerin aus dem Unterpinzgau. Laut Rupert Lengauer aus Bruck hatte der Vogelbeerschnaps in der Not der 30iger-Jahren des [[20. Jahrhundert]]s inner Gebirg auch eine wichtige ökonomische Bedeutung. Es war bei den Bauern kein Bargeld vorhanden und konnte z.B. Arzt oder Tierarzt nur mit Schnaps bezahlt werden.  
    
===Vogelbeeren in der Volksmedizin===
 
===Vogelbeeren in der Volksmedizin===
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==Bräuche, Mythen, Sagen, Legenden, Literatur==
 
==Bräuche, Mythen, Sagen, Legenden, Literatur==
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Der Vogelbeerbaum nimmt in der Kulturgeschichte der Menschen in vielen Ländern Europas einen besonderen Platz ein. Er spielt in Bräuchen und Mythen eine Rolle und findet in der Literatur Erwähnung. Von altersher wird dem Baum als solchem mythische Bedeutung beigemessen. Das bezeugen Sagen und Märchen, in denen vom „Blutbaum“ die Rede ist. Blutbäume wachsen nach dem Volksglauben aus dem Blute unschuldig Gerichteter. Dabei geht mit dem Blut auch die Seele des Opfers in den Baum über. Nach einer isländischen Sage soll einst dem Blute zweier wegen vermeintlicher Blutschande hingerichteter Geschwister ein Vogelbeerbaum entsprossen sein. In der Weihnachtsnacht soll er auf seinen Zweigen Lichter getragen haben, die auch bei starkem Wind nicht erloschen sind.
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Der Vogelbeerbaum nimmt in der Kulturgeschichte der Menschen in vielen Ländern Europas einen besonderen Platz ein. Er spielt in Bräuchen und Mythen eine Rolle und findet in der Literatur Erwähnung. Von alters her wird dem Baum als solchem mythische Bedeutung beigemessen. Das bezeugen Sagen und Märchen, in denen vom „Blutbaum“ die Rede ist. Blutbäume wachsen nach dem Volksglauben aus dem Blute unschuldig Gerichteter. Dabei geht mit dem Blut auch die Seele des Opfers in den Baum über. Nach einer isländischen Sage soll einst dem Blute zweier wegen vermeintlicher Blutschande hingerichteter Geschwister ein Vogelbeerbaum entsprossen sein. In der Weihnachtsnacht soll er auf seinen Zweigen Lichter getragen haben, die auch bei starkem Wind nicht erloschen sind.
    
===Keltischer und germanischer Glücksbringer===
 
===Keltischer und germanischer Glücksbringer===
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Die Schönheit und Eleganz des Vogelbeerbaums machte die Eberesche im Volksglauben zu einem Glücksbringer. Der Vogelbeerbaum spielt auch in manch altem europäischen Brauch und Glauben eine eigene Rolle. Im sog. Magischen Alphabet der keltischen Druiden, „Beth-Luis-Nion“, das aus einer Reihe von Baumnamen besteht, spiegeln die Bäume den Kreislauf der Natur wider. Hier ist „Luis“, die Eberesche, der Baum des Lebens. Laut Pfarrer Weidinger galt die Eberesche auch in der germanischen Mythologie als glücksbringender Baum: „Sie war dem Gewittergott Donar geweiht, dessen Lieblingstier, die Ziege, dem Ebereschenlaub besonders gern zusprach.“, was übrigens auch die heutigen Ziegen und auch Schafe noch genau so gerne tun. Im [[Pinzgau]] wird das von den Bäumen geschnittene und am Astwerk als Futter angebotene Laub „Schafikroppzoig“ genannt. Ebereschenzweige wurden in vielen europäischen Ländern als sog. „Lebensrute“ für Mensch und Haustier angesehen. Einige Schläge mit dieser versprachen Heilung und Lebenskraft. Rutenschläge verabreichte man auch im Zuge von Namensgebungsritualen. An manchen Orten wurden Vogelbeerbäume als Giebelbaum zum Schutz der Haustiere vor bösen Geistern angebracht. Aber auch im Rügebrauchtum fand der Vogelbeerbaum Anwendung. Bei Unkeuschheit oder Wankelmut wurde den Mädchen ein Holunder oder ein Vogelbeerbaum vor das Haus gesetzt. In Schlesien soll nach dem Volksglauben eine große Menge von Früchten eine gute Getreideernte oder einen strengen Winter erwarten lassen.  
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Die Schönheit und Eleganz des Vogelbeerbaums machte die Eberesche im Volksglauben zu einem Glücksbringer. Der Vogelbeerbaum spielt auch in manch altem europäischen Brauch und Glauben eine eigene Rolle. Im so genannten ''Magischen Alphabet'' der [[Kelten|keltischen]] Druiden, „Beth-Luis-Nion“, das aus einer Reihe von Baumnamen besteht, spiegeln die Bäume den Kreislauf der Natur wider. Hier ist „Luis“, die Eberesche, der Baum des Lebens. Laut Pfarrer Weidinger galt die Eberesche auch in der germanischen Mythologie als glücksbringender Baum: „Sie war dem Gewittergott Donar geweiht, dessen Lieblingstier, die Ziege, dem Ebereschenlaub besonders gern zusprach.“, was übrigens auch die heutigen Ziegen und auch Schafe noch genau so gerne tun. Im [[Pinzgau]] wird das von den Bäumen geschnittene und am Astwerk als Futter angebotene Laub „Schafikroppzoig“ genannt. Ebereschenzweige wurden in vielen europäischen Ländern als sog. „Lebensrute“ für Mensch und Haustier angesehen. Einige Schläge mit dieser versprachen Heilung und Lebenskraft. Rutenschläge verabreichte man auch im Zuge von Namensgebungsritualen. An manchen Orten wurden Vogelbeerbäume als Giebelbaum zum Schutz der Haustiere vor bösen Geistern angebracht. Aber auch im Rügebrauchtum fand der Vogelbeerbaum Anwendung. Bei Unkeuschheit oder Wankelmut wurde den Mädchen ein Holunder oder ein Vogelbeerbaum vor das Haus gesetzt. In Schlesien soll nach dem Volksglauben eine große Menge von Früchten eine gute Getreideernte oder einen strengen Winter erwarten lassen.  
    
Wie viele in vorchristlicher Zeit heilige Symbole hat schließlich  auch die Eberesche (siehe „Aber-Esche“) eine Umwandlung in das Böse erlebt. Sie bekam etwas Hexenhaftes und Zwielichtiges.
 
Wie viele in vorchristlicher Zeit heilige Symbole hat schließlich  auch die Eberesche (siehe „Aber-Esche“) eine Umwandlung in das Böse erlebt. Sie bekam etwas Hexenhaftes und Zwielichtiges.
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==Quellen==
 
==Quellen==
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*Amann, Gottfried, „Bäume und Sträucher des Waldes“, Taschenbildbuch, 13. Auflage, Melsungen, Neumann 1980
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*„Baum des Jahres Vogelbeere“, AFZ /Der Wald 10/1997
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*„Eberesche – Baum des Jahres“, Österreichische Forstzeitung 8/1997
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*Eberesche „Baum des Jahres“ 1997, Salzburger Nachrichten, Montag 4. November 1996, S. 15
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*„Eberesche – Baum des Jahres 2004“, Bericht in den Salzburger Nachrichten, Dienstag, 10. Februar 2004, S. 16
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*Kluge, Friedrich, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 22. Auflage, Walter de gruyter – Berlin – New York 1989
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*„Die Eberesche – Baum des Jahres 1997“, Folder, Kuratorium Baum des Jahres, Umweltschutzverein Wahlstedt e.V., Kneippstraße 15, D-95615 Marktredwitz
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*„Der Vuglbärbaam“, Erzgebirgische Volksweise, (Notenblatt mit Liedtext: Mit Genehmigung des Originalverlegers W. Vogel, Schwarzenberg Sa. – das in Kopie vorliegende Notenblatt ist ergo aus einer anderen Ausgabe und wurde von Frau Westmark, Heimatverein St. Georgen im Pinzgau, zur Verfügung gestellt)
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*„Der Herr der Ringe“, Band 2, Die zwei Türme, J.R.R. Tolkien, Klett-Cotta.
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*„Die Geschichte vom Baum oder die Jagd nach dem Schatz“, Salzburger Nachrichten, Dienstag, 15. Juni 1999, Seite 15, Kunst und Kultur / Anzeigen
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*„Die Nase des Mr. Williams“, Salzburger Nachrichten, Samstag, 4. Dezember 1999, Seite VII
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*Ellmauer, Isolde, Bad Gastein, Brief vom 3.12.1997
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*Fossel, Kern, Zecha, Naturschutz-Handbuch III, „Eberesche 26“, Seite 51-52, herausgegeben vom Österreichischen Naturschutzbund, Landesgruppe Steiermark, Graz
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*Godet, Jean-Denis, „Bäume und Sträucher“, Godet-Gehölzführer, Arboris-Verlag, Hinterkappelen-Bern 1987
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*Lengauer, Rupert, Bruck an der Großglocknerstraße, mündliche Auskunft am 21.3.2000
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*Nationalpark Hohe Tauern Magazin, Juni 1999
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*Salzburgwiki: Botanischer Garten
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*Stindl, Gerhard, „Heimisches Holz“, Holzartenmustermappe, HG österreichischer Bundesholzwirtschaftsrat, Wien 1975
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*Weidinger, Hermann-Josef, Mensch und Baum, ISBN 3 900504 38 5, S. 113
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*Zwetajewa, Marina, Vogelbeerbaum, Ausgewählte Gedichte, HG Fritz Mierau, Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG, München, April 1999
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Amann, Gottfried, „Bäume und Sträucher des Waldes“, Taschenbildbuch, 13. Auflage, Melsungen, Neumann 1980
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
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[[Kategorie:Biologie]]
„Baum des Jahres Vogelbeere“, AFZ /Der Wald 10/1997
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[[Kategorie:Pflanzen und Tiere]]
 
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„Eberesche – Baum des Jahres“, Österreichische Forstzeitung 8/1997
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Eberesche „Baum des Jahres“ 1997, Salzburger Nachrichten, Montag 4. November 1996, S. 15
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„Eberesche – Baum des Jahres 2004“, Bericht in den Salzburger Nachrichten, Dienstag, 10. Februar 2004, S. 16
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Kluge, Friedrich, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 22. Auflage, Walter de gruyter – Berlin – New York 1989
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„Die Eberesche – Baum des Jahres 1997“, Folder, Kuratorium Baum des Jahres, Umweltschutzverein Wahlstedt e.V., Kneippstraße 15, D-95615 Marktredwitz
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„Der Vuglbärbaam“, Erzgebirgische Volksweise, (Notenblatt mit Liedtext: Mit Genehmigung des Originalverlegers W. Vogel, Schwarzenberg Sa. – das in Kopie vorliegende Notenblatt ist ergo aus einer anderen Ausgabe und wurde von Frau Westmark, Heimatverein St. Georgen im Pinzgau, zur Verfügung gestellt)
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„Der Herr der Ringe“, Band 2, Die zwei Türme, J.R.R. Tolkien, Klett-Cotta.
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„Die Geschichte vom Baum oder die Jagd nach dem Schatz“, Salzburger Nachrichten, Dienstag, 15. Juni 1999, Seite 15, Kunst und Kultur / Anzeigen
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„Die Nase des Mr. Williams“, Salzburger Nachrichten, Samstag, 4. Dezember 1999, Seite VII
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Ellmauer, Isolde, Bad Gastein, Brief vom 3.12.1997
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Fossel, Kern, Zecha, Naturschutz-Handbuch III, „Eberesche 26“, Seite 51-52, herausgegeben vom Österreichischen Naturschutzbund, Landesgruppe Steiermark, Graz
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Godet, Jean-Denis, „Bäume und Sträucher“, Godet-Gehölzführer, Arboris-Verlag, Hinterkappelen-Bern 1987
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Lengauer, Rupert, Bruck an der Großglocknerstraße, mündliche Auskunft am 21.3.2000
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Nationalpark Hohe Tauern Magazin, Juni 1999
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Salzburgwiki: Botanischer Garten
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Stindl, Gerhard, „Heimisches Holz“, Holzartenmustermappe, HG österreichischer Bundesholzwirtschaftsrat, Wien 1975
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Weidinger, Hermann-Josef, Mensch und Baum, ISBN 3 900504 38 5, S. 113
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Zwetajewa, Marina, Vogelbeerbaum, Ausgewählte Gedichte, HG Fritz Mierau, Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG, München, April 1999