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Die Anfänge des zivilen Luftverkehrs in Bayern lagen in der Zeit nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Ehemalige Militärpiloten loteten die Möglichkeiten einer zivilen Luftfahrt aus und schlossen sich zu kleinen Fluggesellschaften zusammen. Vor allem die Städte stellten Flächen für den Flugverkehr zur Verfügung und förderten diesen durch hohe Subventionen. Man wollte den Anschluss an die neue Entwicklung nicht versäumen und erhoffte sich wirtschaftliche Impulse. In Bad Reichenhall sah man einen Flughafen in erster Linie als Prestigeobjekt zur Imagepflege, durch das wohlhabende Gesellschaftsschichten angesprochen und als Gäste für die Kurstadt gewonnen werden sollten.
 
Die Anfänge des zivilen Luftverkehrs in Bayern lagen in der Zeit nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Ehemalige Militärpiloten loteten die Möglichkeiten einer zivilen Luftfahrt aus und schlossen sich zu kleinen Fluggesellschaften zusammen. Vor allem die Städte stellten Flächen für den Flugverkehr zur Verfügung und förderten diesen durch hohe Subventionen. Man wollte den Anschluss an die neue Entwicklung nicht versäumen und erhoffte sich wirtschaftliche Impulse. In Bad Reichenhall sah man einen Flughafen in erster Linie als Prestigeobjekt zur Imagepflege, durch das wohlhabende Gesellschaftsschichten angesprochen und als Gäste für die Kurstadt gewonnen werden sollten.
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Den Flugplatz beim Gasthaus Mayerhof in Froschham (im Bereich Froschhamer Weg - Waldweg gelegen) betrachtete die Stadt ebenso als Investition in die Zukunft, wie die Projekte Kurmittelhaus und [[Benutzer:Archiv/Predigtstuhlbahn|Predigtstuhlbahn]]. Treibende Kraft bei der Verwirklichung von Gondelbahn und Flughafen war der Vorsitzende und Geschäftsführer des Kurvereins, Josef Niedermayer. Am 2. Mai 1925 konnte der Flughafen Mayerhof - als dritter in Bayern - eröffnet werden. Er wurde vom Deutschen Aero Lloyd (1926 mit der Junkers Luftverkehr AG zur [[Deutsche Lufthansa AG|Deutsche Luft Hansa AG]] vereinigt) in der Sommersaison einmal täglich von München-Oberwiesenfeld (hin und retour) angeflogen. Zusätzlich boten die Bad Reichenhaller Flugleiter kurze Rundflüge an. Ab [[1926]] machte der neu eröffnete Salzburger Flughafen der Reichenhaller Einrichtung Konkurrenz. Mayerhof wurde ab [[1927]] nicht mehr direkt von [[München]], sondern via Salzburg angeflogen. Die Luft Hansa stellte [[1931]]] die unattraktive Linienverbindung München–Salzburg–Bad Reichenhall ein. Bis [[1939]] wurden in Mayerhof nur noch Rundflüge angeboten.
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Den Flugplatz beim Gasthaus Mayerhof in Froschham (im Bereich Froschhamer Weg - Waldweg gelegen) betrachtete die Stadt ebenso als Investition in die Zukunft, wie die Projekte Kurmittelhaus und [[Benutzer:Archiv/Predigtstuhlbahn|Predigtstuhlbahn]]. Treibende Kraft bei der Verwirklichung von Gondelbahn und Flughafen war der Vorsitzende und Geschäftsführer des Kurvereins, Josef Niedermayer. Am [[2. Mai]] 1925 konnte der Flughafen Mayerhof - als dritter in Bayern - eröffnet werden. Er wurde vom Deutschen Aero Lloyd (1926 mit der Junkers Luftverkehr AG zur [[Deutsche Lufthansa AG|Deutsche Luft Hansa AG]] vereinigt) in der Sommersaison einmal täglich von München-Oberwiesenfeld (hin und retour) angeflogen. Zusätzlich boten die Bad Reichenhaller Flugleiter kurze Rundflüge an. Ab [[1926]] machte der neu eröffnete Salzburger Flughafen der Reichenhaller Einrichtung Konkurrenz. Mayerhof wurde ab [[1927]] nicht mehr direkt von [[München]], sondern via Salzburg angeflogen. Die Luft Hansa stellte [[1931]] die unattraktive Linienverbindung München–Salzburg–Bad Reichenhall ein. Bis [[1939]] wurden in Mayerhof nur noch Rundflüge angeboten.
    
Die Flugzeit von Salzburg nach Bad Reichenhall betrug zehn Minuten.  
 
Die Flugzeit von Salzburg nach Bad Reichenhall betrug zehn Minuten.