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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Privatbankier [[Karl Leitner]] gab seinen Bankkunden im [[19. Jahrhundert]] eine gute Verzinsung ihres Kapitals. Um diese Zinsen zu verdienen, kaufte er ein Grundstück zwischen Makarplatz und [[Mirabellgarten]] und errichtete ein kalorisches Kraftwerk zur Stromerzeugung. Zur Befeuerung verwendete er Torf von einem Grundstück an der [[Vogelweiderstraße]], das er dazu eigens angekauft hatte. | + | Der Privatbankier [[Karl Leitner]] gab seinen Bankkunden im [[19. Jahrhundert]] eine gute Verzinsung ihres Kapitals. Um diese Zinsen zu verdienen, kaufte er ein Grundstück zwischen Makartplatz und [[Mirabellgarten]] und errichtete ein kalorisches Kraftwerk zur Stromerzeugung. Zur Befeuerung verwendete er Torf von einem Grundstück an der [[Vogelweiderstraße]], das er dazu eigens angekauft hatte. |
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| | Am [[13. Oktober]] [[1887]] begann dann sein E-Werk mit einem 300-PS-Motor Strom zu produzieren. Es war das erste E-Werk der österreichisch-ungarischen Monarchie! Zu seinen ersten Kunden zählte das [[Café Tomaselli]]. Erster Direktor war [[Ferdinand Alber|Ing. Ferdinand Alber]]. | | Am [[13. Oktober]] [[1887]] begann dann sein E-Werk mit einem 300-PS-Motor Strom zu produzieren. Es war das erste E-Werk der österreichisch-ungarischen Monarchie! Zu seinen ersten Kunden zählte das [[Café Tomaselli]]. Erster Direktor war [[Ferdinand Alber|Ing. Ferdinand Alber]]. |
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| − | Da es noch keine Stromzähler gab, mussten die Abnehmer eine fixe Jahresgebühr bezahlen. Aber es wurden immer mehr, die an das Stromnetz angeschlossen werden wollten und so war das Kraftwerk bald nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Strom zu liefern. So errichtete Leitner zusammen mit dem Architekten Demel, dem Fotografen Bertel und dem Rechsanwalt Franz Huber die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] mit einem Kapital von 300.000 Gulden. Dann kaufte er das [[Steinbräugut]] auf der Oststeite des [[Mönchsberg]]s zwischen [[Müllner Kirche]] und [[Bürgerwehrsöller]]. Dort entstanden dann zwischen [[1889]] und [[1891]] der erste [[Mönchsbergaufzug|elektrische Aufzug]], die [[Restauration Elektrischer Aufzug]] und der [[Wasserturm am Mönchsberg|Aussichtsturm]]. Sie sollten als Großabnehmer Geld in die AG bringen, mit dem dann das Kraftwerk vergrößert werden sollte. | + | Da es noch keine Stromzähler gab, mussten die Abnehmer eine fixe Jahresgebühr bezahlen. Aber es wurden immer mehr, die an das Stromnetz angeschlossen werden wollten, und so war das Kraftwerk bald nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Strom zu liefern. So errichtete Leitner zusammen mit dem Architekten Demel, dem Fotografen Eduard Bertel und dem Rechtsanwalt Franz Huber die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] mit einem Kapital von 300.000 Gulden. Dann kaufte er das [[Steinbräugut]] auf der Oststeite des [[Mönchsberg]]s zwischen [[Müllner Kirche]] und [[Bürgerwehrsöller]]. Dort entstanden dann zwischen [[1889]] und [[1891]] der erste [[Mönchsbergaufzug|elektrische Aufzug]], die [[Restauration Elektrischer Aufzug]] und der [[Wasserturm am Mönchsberg|Aussichtsturm]]. Sie sollten als Großabnehmer Geld in die AG bringen, mit dem dann das Kraftwerk vergrößert werden sollte. |
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| − | Doch es war zu wenig. Leitner musste das Aktienkapital verdoppeln, was zu einer Vertrauenskrise in kleine Privatbanken und schließlich zum Zusammenbruch führte. Nicht nur seiner Privatbank, sondern auch der Elektrizitätsgesellschaft, die daraufhin von der [[Salzburger Stadtgemeinde]] übernommen wurde. | + | Doch es war zu wenig. Leitner musste das Aktienkapital verdoppeln, was zu einer Vertrauenskrise gegenüber kleinen Privatbanken und schließlich zum Zusammenbruch führte. Nicht nur seiner Privatbank, sondern auch der Elektrizitätsgesellschaft, die daraufhin von der [[Stadt Salzburg|Stadtverfassung und -politik|Salzburger Stadtgemeinde]] übernommen wurde. |
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| − | Leitner wurde wegen Betrug und Veruntreuung angezeigt. Aber letztlich unter dem Beifall der Salzburger Bevölkerung von diesen Vorwürfen freigesprochen. | + | Leitner wurde wegen Betrugs und Veruntreuung angezeigt, aber letztlich, unter dem Beifall der Salzburger Bevölkerung, von diesen Vorwürfen freigesprochen. |
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| | [[1894]] wurde dann aus dem ''Elektricitätswerk'' zunächst das ''Elektrizitätshotel'', [[1907]] dann das [[Hotel Bristol]]. Aus dem Werk selbst wurde [[1909]] das [[Städtisches Elektrizitätswerk]], ab [[1922]] war es an die [[Württembergische Elektrizitätswerke AG]] verpachtet. | | [[1894]] wurde dann aus dem ''Elektricitätswerk'' zunächst das ''Elektrizitätshotel'', [[1907]] dann das [[Hotel Bristol]]. Aus dem Werk selbst wurde [[1909]] das [[Städtisches Elektrizitätswerk]], ab [[1922]] war es an die [[Württembergische Elektrizitätswerke AG]] verpachtet. |