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| | <div class="blueboxcenterheader">Begriffsklärungshinweis</div> | | <div class="blueboxcenterheader">Begriffsklärungshinweis</div> |
| − | <div class="blueboxcenter">Dieser Artikel hat denselben Inhalt wie der Artikel [[Gosaukonglomerat]]! Welcher Begriff vorrangig der gängig korrekte ist muss noch geklärt werden.</div> | + | <div class="blueboxcenter">Dieser Artikel behandelt das ''Salzburger Konglomerat''. Der Artikel [[Gosaukonglomerat]] beschreibt eine weiteres Sedimentgestein im [[Salzburger Becken]]</div> |
| | [[Datei:Konglomerat 1.jpg|thumb|Konglomeratblock, entdeckt in [[Maria Plain]]]] | | [[Datei:Konglomerat 1.jpg|thumb|Konglomeratblock, entdeckt in [[Maria Plain]]]] |
| | [[Datei:Schautafel über den Ramsauer Mühlstein.jpg|thumb|Schautafel über den Ramsauer Mühlstein]] | | [[Datei:Schautafel über den Ramsauer Mühlstein.jpg|thumb|Schautafel über den Ramsauer Mühlstein]] |
| | [[Datei:Am Hellbrunner Berg 06.jpg|thumb|Konglomeratfels am [[Hellbrunner Berg]] (Ostseite)]] | | [[Datei:Am Hellbrunner Berg 06.jpg|thumb|Konglomeratfels am [[Hellbrunner Berg]] (Ostseite)]] |
| | [[Datei:Die Walser Kirche wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet.jpg|thumb|Die [[Pfarrkirche Wals]] wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet]] | | [[Datei:Die Walser Kirche wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet.jpg|thumb|Die [[Pfarrkirche Wals]] wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet]] |
| − | Ein '''Konglomerat''' (lat. ''conglomerare'' = zusammenballen) ist eine Sedimentgesteinsart (Ablagerungsgestein) aus gerundeten detritischen Komponenten, deren Korndurchmesser zwei Millimeter übersteigt (Kies oder Geröll), und einem feineren Bindemittel. Nach der Entstehungszeit (Alter) und dem Fundort können verschiedene Arten von Konglomerat unterschieden werden.
| + | Das '''Salzburger Konglomerat''' ist ein regional auftretendes Konglomerat (lat. ''conglomerare'' = zusammenballen), [[Sedimentgestein]] aus gerundeten detritischen Komponenten, deren Korndurchmesser zwei Millimeter übersteigt (Kies oder Geröll), und einem feineren Bindemittel. Nach der Entstehungszeit (Alter) und dem Fundort können verschiedene Arten von Konglomerat unterschieden werden. |
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| | == Einleitung == | | == Einleitung == |
| | + | Univ.-Prof. Dipl.-Geograf Dr. [[Andreas Lang]], Fachbereichleiter Geographie und Geologie an der [[Naturwissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg]] hat auf Nachfrage des [[Salzburgwiki]]s<ref>E-Mail an Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] am 17. Dezember 2019</ref> das Salzburger Konglomerat wie folgt erklärt:<blockquote>''‚Konglomerat‘ ist eine Überbegriff aus der Sedimentologie und wird global verwendet. Gosau Konglomerat ist eine Ablagerung diesen Typs, das in einer spezifischen Zeit in einem spezifischen Ablagerungsmilieu entstanden ist und nur regional begrenzt vorkommt (wie auch richtig auf der Webpage [[Gosaukonglomerat]] beschrieben). Das Salzburg Konglomerat ist auch eine Ablagerung vom Typ Konglomerat und geologisch gesehen sehr jung (aus dem Eiszeitalter) und lediglich lokal im [[Salzburger Becken]] verbreitet.</blockquote> |
| | Im [[Salzburger Becken]] gibt es mindestens zwei unterschiedliche Konglomeratarten. Die eine wird in den Quellen als ''Konglomerat'' (oder auch ''Nagelfluh'' bezeichnet und hat ein Alter von etwa 1,6 Mio Jahren, die andere wird als ''Gosaukonglomerat'' bezeichnet, da im [[oberösterreich]]ischen [[Gosau]] besonders schöne Funde gemacht wurden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250729&query=text:%22konglomerat%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 29. Juli 1925, Seite 2</ref>. Gosaukonglomerat hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren. | | Im [[Salzburger Becken]] gibt es mindestens zwei unterschiedliche Konglomeratarten. Die eine wird in den Quellen als ''Konglomerat'' (oder auch ''Nagelfluh'' bezeichnet und hat ein Alter von etwa 1,6 Mio Jahren, die andere wird als ''Gosaukonglomerat'' bezeichnet, da im [[oberösterreich]]ischen [[Gosau]] besonders schöne Funde gemacht wurden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250729&query=text:%22konglomerat%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 29. Juli 1925, Seite 2</ref>. Gosaukonglomerat hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren. |
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| | Die im nördlichen [[Alpenvorland]] vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem [[schweiz]]erischen Volksmund) bezeichnet. | | Die im nördlichen [[Alpenvorland]] vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem [[schweiz]]erischen Volksmund) bezeichnet. |
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| | + | Vereinzelt kommt Konglomerat auch lokal an anderen Orten im [[Bundesland Salzburg]] vor. |
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| | == Wirtschaftliche Verwendung == | | == Wirtschaftliche Verwendung == |
| | Konglomerat wurde und wird als Baustoff für Fundamentmauerwerk und Tür- und Fenstergesimse verwendet. In Platten geschnitten findet er auch bei Außenwandverkleidungen Anwendung. | | Konglomerat wurde und wird als Baustoff für Fundamentmauerwerk und Tür- und Fenstergesimse verwendet. In Platten geschnitten findet er auch bei Außenwandverkleidungen Anwendung. |
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| − | == Salzburger Konglomerat ==
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| − | Die in Salzburg vorkommenden Konglomerate, die mit Masse durch Feinkorn- und Mittelkornlagen aufgebaut ist, kommen in aus schräg übereinander liegenden Bänken, zwischen denen sich Sandlagen befinden, vor. Meist handelt es sich hierbei um groben Sand, feiner Sand bildet die Ausnahme. Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit leicht als Nischen in den natürlichen Felswänden zu erkennen.
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| | == Vorkommen == | | == Vorkommen == |