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| | Der ÖAAB setzt seinen neuen Schwerpunkt auf die Bildungspolitik. Vom Kindergarten bis zur Hochschule, von der Erwachsenenbildung bis zum beruflichen Wiedereinstieg von Müttern nach der Karenz werden detaillierte Vorschläge erarbeitet.1966 trägt erstmals eine Frau in Österreich Ministerverantwortung: Grete Rehor, ÖAAB-Bundesobmann-Stellvertreterin, wird Sozialministerin in der ÖVP-Alleinregierung. | | Der ÖAAB setzt seinen neuen Schwerpunkt auf die Bildungspolitik. Vom Kindergarten bis zur Hochschule, von der Erwachsenenbildung bis zum beruflichen Wiedereinstieg von Müttern nach der Karenz werden detaillierte Vorschläge erarbeitet.1966 trägt erstmals eine Frau in Österreich Ministerverantwortung: Grete Rehor, ÖAAB-Bundesobmann-Stellvertreterin, wird Sozialministerin in der ÖVP-Alleinregierung. |
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| | + | ===1970er-Jahre=== |
| | + | 1971 bringt dem ÖAAB einen Generationswechsel: Der erst 37-jährige Alois Mock wird neuer Bundesobmann und setzt auf eine neu, noch stärker akzentuierte Gesellschaftspolitik. Sein Motto für den ÖAAB „Auf zu neuen Ufern“ bezog sich insbesondere auch auf eine geistige Öffnung, durch die man den Kontakt mit den Menschen in den Betrieben neu gestalten wollte und die in unzähligen Betriebsbesuchen konkret umgesetzt wurde. Mit den sogenannten „Klagenfurter Beschlüssen“ legt der ÖAAB 1972 eine Fülle an sozialpolitischen Gesetzesvorschlägen vor. Der ÖAAB versucht der Regierung Kreisky ein fundiertes wirtschaftspolitisches Konzept mit starken sozialen Komponenten entgegenzusetzen. |
| | ===1980er-Jahre=== | | ===1980er-Jahre=== |
| | 1981 stand in Salzburg die Idee des „Arbeitnehmerschutzbriefes“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Jeder Arbeitnehmer konnte sich seine Rechte schriftlich versichern lassen, so wurde die in der Arbeiterkammer geforderte Rechtsvertretung vorweggenommen. Der ÖAAB Salzburg initiierte zahlreiche finanzielle Verbesserungen für Arbeitnehmer, nicht zuletzt zählte dazu auch die Forderung nach Schaffung eines Mindestlohnes. Aber auch eine verbesserte Regelung der Ladenschlusszeiten, ein Jugendbeschäftigungsplan sowie die Reform der Sozialpartnerschaft standen im Mittelpunkt der Bemühungen der Landesgruppe. In schulpolitischer Hinsicht sollten die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Chancengleichheit in Salzburg starkes Gewicht bekommen. | | 1981 stand in Salzburg die Idee des „Arbeitnehmerschutzbriefes“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Jeder Arbeitnehmer konnte sich seine Rechte schriftlich versichern lassen, so wurde die in der Arbeiterkammer geforderte Rechtsvertretung vorweggenommen. Der ÖAAB Salzburg initiierte zahlreiche finanzielle Verbesserungen für Arbeitnehmer, nicht zuletzt zählte dazu auch die Forderung nach Schaffung eines Mindestlohnes. Aber auch eine verbesserte Regelung der Ladenschlusszeiten, ein Jugendbeschäftigungsplan sowie die Reform der Sozialpartnerschaft standen im Mittelpunkt der Bemühungen der Landesgruppe. In schulpolitischer Hinsicht sollten die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Chancengleichheit in Salzburg starkes Gewicht bekommen. |
| − | Der ÖAAB Salzburg sah seine Aufgaben in Belangen der Umweltpolitik, der Steuerentlastung und einer beständigen Solidarität in Fragen der Sozialpolitik. Die Forderungen des ÖAAB betreffen unter anderem auch eine flexible Arbeitszeit, die Errichtung eines Arbeitsplatzes mit Gesundheitsvorsorge, eine bessere Ausbildung und ein gleiches Einkommen für Arbeitnehmerinnen. Ein gut organisierter Arbeitsmarkt und erschwingliche Wohnungen sollen zu gerechten Rahmenbedingungen werden. | + | Der ÖAAB Salzburg sah seine Aufgaben in Belangen der Umweltpolitik, der Steuerentlastung und einer beständigen Solidarität in Fragen der Sozialpolitik. Die Forderungen des ÖAAB betreffen unter anderem auch eine flexible Arbeitszeit, die Errichtung eines Arbeitsplatzes mit Gesundheitsvorsorge, eine bessere Ausbildung und ein gleiches Einkommen für Arbeitnehmerinnen. Ein gut organisierter Arbeitsmarkt und erschwingliche Wohnungen sollen zu gerechten Rahmenbedingungen werden. |
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| | ===1990er-Jahre=== | | ===1990er-Jahre=== |
| | Die Bemühungen um den verfassungsrechtlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags trugen Früchte: Mit 29. März 2000 wurde der arbeitsfreie Sonntag als Staatszielbestimmung in der [[Salzburger Landesverfassung]] – womit Salzburg das erste Bundesland ist, in dem dies erreicht wurde – verankert. | | Die Bemühungen um den verfassungsrechtlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags trugen Früchte: Mit 29. März 2000 wurde der arbeitsfreie Sonntag als Staatszielbestimmung in der [[Salzburger Landesverfassung]] – womit Salzburg das erste Bundesland ist, in dem dies erreicht wurde – verankert. |