| − | '''Sesselträger''' war ein Beruf, der Ende des [[19. Jahrhundert]]s verschwand. Er war im weitesten Sinne der Vorläufer des Taxi-Gewerbes. | + | '''Sesselträger''' war ein Beruf, der Ende des [[19. Jahrhundert]]s verschwand. Als konzessionierte gewerbliche Dienstleistung war es im weitesten Sinne der Vorläufer des Taxi-Gewerbes. |
| | Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich höchste Herrschaften und noble Bürger auf den [[Schafberg]] noch tragen. Der Beruf des "Sesselträgers" war dies eine von der Bürgerschaft gebilligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Die Anzahl der Sesselträger von [[St. Wolfgang]] belief sich auf ungefähr 30 Mann. | | Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich höchste Herrschaften und noble Bürger auf den [[Schafberg]] noch tragen. Der Beruf des "Sesselträgers" war dies eine von der Bürgerschaft gebilligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Die Anzahl der Sesselträger von [[St. Wolfgang]] belief sich auf ungefähr 30 Mann. |
| | Einen weiteren Standplatz gab es bei den [[Dombögen]]. Von dort aus konnte man sich auch auf alle [[Salzburger Stadtberge]] tragen lassen. | | Einen weiteren Standplatz gab es bei den [[Dombögen]]. Von dort aus konnte man sich auch auf alle [[Salzburger Stadtberge]] tragen lassen. |
| − | ==In Hallstatt== | + | Die Tarife für den Personentransport durch die Sesselträger waren durch den [[Salzburger Gemeinderat]] reglementiert.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18760610&query=text%253A%2522Sesseltr%25C3%25A4ger%2522+text%253A%2522tarif%2522&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, 10. Juni 1876, Seite 2</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18760613&query=text%253A%2522gersberg%2522&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Salzburger Volksblatt, 13. Juni 1876, Seite 3</ref> |
| | Im [[19. Jahrhundert]], als der [[Fremdenverkehr]] und der [[Alpinismus]] einsetzte, gab es in Hallstatt auch Sesselträger, die in einer eigenen Gilde zusammengefasst waren. Der letzte Aufzeichnung, wohl über den letzten Sesselträger, findet sich im Jahr [[1885]]. Beispielsweise kostete der Aufstieg durch Sesselträger von Hallstatt zum Rudolfsturm hinauf, am Eingang des Salztals, drei [[Gulden]]; wer bis zum Bergwerk wollte, zahlte sechs Gulden<ref>Quelle Buch: ''Das Salzkammergut'' von Kristian Sotriffer, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag</ref>. | | Im [[19. Jahrhundert]], als der [[Fremdenverkehr]] und der [[Alpinismus]] einsetzte, gab es in Hallstatt auch Sesselträger, die in einer eigenen Gilde zusammengefasst waren. Der letzte Aufzeichnung, wohl über den letzten Sesselträger, findet sich im Jahr [[1885]]. Beispielsweise kostete der Aufstieg durch Sesselträger von Hallstatt zum Rudolfsturm hinauf, am Eingang des Salztals, drei [[Gulden]]; wer bis zum Bergwerk wollte, zahlte sechs Gulden<ref>Quelle Buch: ''Das Salzkammergut'' von Kristian Sotriffer, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag</ref>. |