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, 09:50, 30. Dez. 2009
Die '''Bibliothek der Benediktinerabtei Michaelbeuern''' ist eine Präsenzbiblothek,die zur [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] gehört.
==Allgemeines==
*'''Adresse''': Benediktinerabtei Michaelbeuern, 5152 Michaelbeuern
Telefon. (06274) 81 16-0
*'''Unterhaltsträger''': Benediktinerabtei Michaelbeuern
*'''Funktion''': Stiftsbibliothek
*'''Sammelgebiete''':Theologie, Philosophie, Geschichte, Geographie, Literatur.
*'''Benutzungsmöglichkeiten''': Präsenzbibliothek(Benützung nur nach schriftlicher Voranmeldung),kein Leihverkehr
==Geschichte==
Das Kloster wurde im 8.Jahrhundert gegründet,hatte aber wahrscheinlich keine Bibliothek,man nimmt an,dass die benötigten liturgischen Bücher in der Sakristei aufbewahrt wurden.Im 10. Jh wurde die Gegend mehrmals von Magyaren heimgesucht und verwüstet. Erst nach dem Sieg auf dem Lechfeld (955) konnten die Mönche von Michaelbeuern wieder ein geregeltes Ordensleben führen. Eine neuerliche Zäsur in der Geschichte des Klosters bedeutete das Jahr 1364, als durch eine Brandkatastrophe auch zahlreiche Handschriften vernichtet wurden.
1592 berichtet ein Zustandsbericht:Im Kloster hat es keine ordentliche Bibliothec oder Liberey, allein in ainer Stuben oder Chammer ...sein etlich alte Bücher, welche in beyliegenden Cataloge beschrieben sein(Dieser Katalog wurde nicht gefunden.)
*Katalogisierungen von :<br>
*P. Konrad Mader in den Jahren 1664/1665
*P. Joseph Fux 1711
*P. Michael Filz 1825 und 1846
Durch verschiedene Nachlässe und Einkäufe konnte der Bestand immer mehr ausgeweitet werden.In der Wirtschaftskrise in den Jahren nach dem 1.Weltkrieg mussten aber auch aus wirtschaftlichen Gründen Bücher verkauft werden.Unter Abt Josef II. Müller (reg. 1919-1923) wurde P. Augustin Jungwirth aus der Abtei St. Peter in Salzburg als Bibliothekar nach Michaelbeuern berufen. Er ordnete die Bibliothek neu und legte einen Autoren- und Sachkatalog an, die beide heute noch in Gebrauch sind.
==Bibliothek==
Die barocke Stiftsbibliothek wurde [[1769]]-79 unter Abt Anton Moser errichtet.
==Bestandsbeschreibung==
Bei einem Gesamtbestand von rund 40.000 Bänden sind ca. 26.300 Bde bis 1900 erschienen. Neben 510 Inkunabeln gibt es 2450 Bände aus dem 16. Jahrhundert, 5720 aus dem 17. Jahrhundert, 9880 aus dem 18. Jahrhundert und 7725 aus dem 19. Jh.
Die Sprachen Deutsch (13.910 Bde) und Latein (11.100) dominieren.
==Quelle==
Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Digitalisiert von Günter Kükenshöner.
Hrsg. von Bernhard Fabian. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003.