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| | Das Geld für den Ausbau der Burg stammte zum Teil aus dem [[Bergbau]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und so regte sich von Seiten der organisierten Bergknappen Widerstand gegen die Salzburger Fürsterzbischöfe. Infolgedessen belagerten [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)#Der Aufstand der Bauern|Bauern]] und Bergknappen im Jahre [[1525]] den Salzburger Landesfürsten [[Matthäus Lang von Wellenburg]] 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar. | | Das Geld für den Ausbau der Burg stammte zum Teil aus dem [[Bergbau]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und so regte sich von Seiten der organisierten Bergknappen Widerstand gegen die Salzburger Fürsterzbischöfe. Infolgedessen belagerten [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)#Der Aufstand der Bauern|Bauern]] und Bergknappen im Jahre [[1525]] den Salzburger Landesfürsten [[Matthäus Lang von Wellenburg]] 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar. |
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| − | Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587–1612), forcierte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stärker als die auf der Festung. Er wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten. | + | Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587–1612), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterbleib damals aber weitgehend. Der damals Er wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten. |
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| | + | === Verteidigungsarchitektur === |
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| | + | Die Rosspforte ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ich auxch hier so gestaltet, dass Schüsse an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der Schleuderpforte befindet sich je eine Öffnung oder Luke, durch die man Handgranaten herabwerfen konnte. |
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| | + | In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref> |
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| | + | === Wasserversorgung === |
| | + | Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte schon lange vor Leonhard Keutschach das Regenwasser in Zisternen. Leonhard Keutschach erbaute zur Verbesswerung der Wasserversorgung zwei Zisternen, die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] und eine weitere im Osten des Hohen Stockes, Matthäus Lang die sehr große [[Matthäus-Lang-Zisterne]]. |
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| | + | Heute ist die Festung an das Netz der [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] angeschlossen, das hier auf die Festung hinaufgepumpt wird. Für Besucher gibt es einen Trinkwasserbrunnen, den [[Burghof-Brunnen (Festung Hohensalzburg)|Burghof-Brunnen]]. |
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| | Abgetragene Schindeln, Holzteile vom Dachstuhl und Ziegelsteine: Ein [[Föhn]]sturm <u></u> in der Nacht von [[29. Oktober|29.]] auf [[30. Oktober]] [[2018]] hinterließ auf der Festung Hohensalzburg im südöstlichen Teil Spuren der Verwüstung hinterlassen. Teile der Dachkonstruktion wurden in den Burghof geweht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis Mai/Juni 2019 an. | | Abgetragene Schindeln, Holzteile vom Dachstuhl und Ziegelsteine: Ein [[Föhn]]sturm <u></u> in der Nacht von [[29. Oktober|29.]] auf [[30. Oktober]] [[2018]] hinterließ auf der Festung Hohensalzburg im südöstlichen Teil Spuren der Verwüstung hinterlassen. Teile der Dachkonstruktion wurden in den Burghof geweht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis Mai/Juni 2019 an. |
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| − | === Verteidigungsarchitektur ===
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| − | Die Rosspforte ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Architektur nützt im Fall eines Angriffs den Verteidigern und ihrer Sicherheit. Die Angreifer - sollte diese jemals so weit vordringen - können die Verteidiger nicht sehen und ihre Schussprojektile prallen an den gebogenen Innenwänden ab und werden so zu gefährlichen Querschlägern.
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| − | In den Decke der Rosspforte und der Schleuderpforte befindet sich je eine Öffnung oder Luke, durch die man Kampf- und Abwehrmittel (z.B. brennendes Pech) hinabschleudern kann.
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| − | In den Wehrgängen der Ringmauer können die Bodenplanken herausgenommen und geöffnet werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Maueröffnung hindurch, sondern auch nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref>
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| − | === Wasserversorgung ===
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| − | Die Festung Hohensalzburg war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene Regenwasser in der [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]], sowie in der [[Matthäus-Lang-Zisterne]]. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.
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| − | Heute hängt die Festung am Netz der [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]]. Für Besucher gibt es einen Trinkwasserbrunnen, den [[Burghof-Brunnen (Festung Hohensalzburg)|Burghof-Brunnen]].
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| | === Wem gehört die Festung? === | | === Wem gehört die Festung? === |