Akademisches Gymnasium Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Bis [[1976]] war das Akademisches Gymnasium am [[Universitätsplatz]] in der [[Altstadt]] untergebracht. Das Gymnasium ''platzte aus allen Nähten''. Seit Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg]] herrschte großer Andrang an Schülern. Es gab zu wenige und zu kleine Schulräume, zu wenig Raum für die zahlreichen Kustodien, keine Turnhalle - der Sport-Unterricht fand in der Sporthalle der [[Kaserne Riedenburg]] statt, nur ein improvisiertes Schulbuffet, keine nach Geschlecht getrennten Toiletten für Schüler, auch nicht für Lehrer; und das Mobiliar stammt aus den [[1930]]er Jahren. Die alten Schulbänke waren viel zu klein und völlig desolat.  
Bis [[1976]] war das Akademisches Gymnasium am [[Universitätsplatz]] in der [[Altstadt]] untergebracht. Das Gymnasium ''platzte aus allen Nähten''. Seit Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg]] herrschte großer Andrang an Schülern. Es gab zu wenige und zu kleine Schulräume, zu wenig Raum für die zahlreichen Kustodien, keine Turnhalle - der Sport-Unterricht fand in der Sporthalle der [[Kaserne Riedenburg]] statt, nur ein improvisiertes Schulbuffet, keine nach Geschlecht getrennten Toiletten für Schüler, auch nicht für Lehrer; und das Mobiliar stammt aus den [[1930]]er Jahren. Die alten Schulbänke waren viel zu klein und völlig desolat.  


In den Weihnachtsferien [[1976]] übersiedelte die Schule in einen Schul-Neubau, errichtet [[1973]] bis [[1975]] auf dem 28.000 m2 grßen Gelände eines um [[1900]] stillgelegten Steinbruchs am [[Rainberg]]. Die Architekten waren Dipl. [[Fritz Kohlbacher]], Mag. arch. [[Hermann Liebl]] und Mag. arch. [[Rudolf Schreibner]]. Die neue Schule war für 540 Knaben und 160 Mädchen geplant - so ist auch die spätere Misere bei den Mädchentoiletten zu verstehen.
In den Weihnachtsferien [[1976]] übersiedelte die Schule in einen Schul-Neubau, errichtet [[1973]] bis [[1975]] auf dem 28.000 grßen Gelände eines um [[1900]] stillgelegten Steinbruchs am [[Rainberg]]. Die Architekten waren Dipl. [[Fritz Kohlbacher]], Mag. arch. [[Hermann Liebl]] und Mag. arch. [[Rudolf Schreibner]]. Die neue Schule war für 540 Knaben und 160 Mädchen geplant - so ist auch die spätere Misere bei den Mädchentoiletten zu verstehen.


Im Zuge der Schulreform fand von 1973/74 bis 1992/93 der Schulversuch Modell II statt, der auf Begabtenförderung ausgerichtet war. In den Fremdsprachen und in Mathematik gab es eine 1. Leistungsgruppe, jahrgangsübergreifend geführt. Für die mündliche Reifeprüfung musste ein Schwerpunktfach, also ein Pflichtfach zusammen mit einem Wahlpflichtfach gewählt werden. Nach Abschluss der 7. Klasse konnten - bei entsprechendem Schulerfolg - in maximal zwei der Fächer Geschichte, Geografie oder Chemie ein Teilreifeprüfung vorgezogen werden.
Im Zuge der Schulreform fand von 1973/74 bis 1992/93 der Schulversuch Modell II statt, der auf Begabtenförderung ausgerichtet war. In den Fremdsprachen und in Mathematik gab es eine 1. Leistungsgruppe, jahrgangsübergreifend geführt. Für die mündliche Reifeprüfung musste ein Schwerpunktfach, also ein Pflichtfach zusammen mit einem Wahlpflichtfach gewählt werden. Nach Abschluss der 7. Klasse konnten - bei entsprechendem Schulerfolg - in maximal zwei der Fächer Geschichte, Geografie oder Chemie ein Teilreifeprüfung vorgezogen werden.
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Seit [[1996]]/[[1997]] wird eine Klasse pro Jahrgang als ''Europaklasse'' geführt. Hier tritt ab der 4. Klasse eine Reduzierung der Stundentafel ein, sodass eine zusätzliche Fremdsprache, Spanisch oder in Ausnahmefällen auch Italienisch, in den Fächerkanon aufgenommen werden kann.
Seit [[1996]]/[[1997]] wird eine Klasse pro Jahrgang als ''Europaklasse'' geführt. Hier tritt ab der 4. Klasse eine Reduzierung der Stundentafel ein, sodass eine zusätzliche Fremdsprache, Spanisch oder in Ausnahmefällen auch Italienisch, in den Fächerkanon aufgenommen werden kann.


Seit [[2014]]/[[2015]] sind in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen eine Zentralmatura durchgeführt.  
Seit [[2014]]/[[2015]] wird in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen eine Zentralmatura durchgeführt.  


Zwischen [[2014]] und [[2016]] wurde das Schulgebäude in der [[Sinnhubstraße]] generalsaniert und baulich um ein zweites Obergeschoss erweitert. Lediglich die Grundstrukturen des Gebäudes aus 1975 blieben erhalten. Für die drei Jahre dauernde Zeit des Umbaus übersiedelte das Akademische Gymnasium in ein Ausweichquartier am [[Mühlbacherhofweg]].
Zwischen [[2014]] und [[2016]] wurde das Schulgebäude in der [[Sinnhubstraße]] generalsaniert und baulich um ein zweites Obergeschoss erweitert. Lediglich die Grundstrukturen des Gebäudes aus 1975 blieben erhalten. Für die drei Jahre dauernde Zeit des Umbaus übersiedelte das Akademische Gymnasium in ein Ausweichquartier am [[Mühlbacherhofweg]].


Seit [[2017]] befindet sich das Akademisches Gymnasium wieder am Rainberg.
Seit [[2017]] befindet sich das Akademische Gymnasium wieder am Rainberg.


Vom 5. bis 11. November feierte das Akademisches Gymnasium Salzburg das 400-Jahr-Jubiläum.
Vom 5. bis zum 11. November 2017 feierte das Akademische Gymnasium Salzburg das 400-Jahr-Jubiläum.


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== Direktoren ==
== Direktoren ==
Schulleiter waren von [[1617]] bis [[1850]] die ''Praefecti Gymnasii''.
Schulleiter waren von [[1617]] bis [[1849]]/[[1950|50]] die ''Praefecti Gymnasii''.
: ''Hauptartikel: [[Präfekten des Benediktiner-Gymnasiums]]''
: ''Hauptartikel: [[Präfekten des Benediktiner-Gymnasiums]]''
Direktoren waren seither:
Direktoren waren seither:
* [[1849]]–1850: P. [[Heinrich Schuhmacher]] [[OSB]] (provisorisch)
* [[1850]]–1867: Dr. [[Hermenegild Kottinger]]<ref>[[Landes-Gesetz- und Regierungs-Blatt für das Herzogthum Salzburg]], Jahrgang 1851, [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=18510004&seite=00000091 Erlaß Nr. 59.]</ref>
* [[1850]]–1867: Dr. [[Hermenegild Kottinger]]<ref>[[Landes-Gesetz- und Regierungs-Blatt für das Herzogthum Salzburg]], Jahrgang 1851, [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=18510004&seite=00000091 Erlaß Nr. 59.]</ref>
* [[1867]]–1870: Dr. [[Laurenz Karl Sieber|Karl Sieber]] (provisorisch)<ref>Artikel [[Hermenegild Kottinger]].</ref>
* [[1867]]–1870: Dr. [[Laurenz Karl Sieber|Karl Sieber]] (provisorisch)<ref>Artikel [[Hermenegild Kottinger]].</ref>
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Das Bildungsangebot des Akademischen Gymnasiums Salzburg bietet zwei Schwerpunkte an:  
Das Bildungsangebot des Akademischen Gymnasiums Salzburg bietet zwei Schwerpunkte an:  
* das "Humanistische Gymnasium" (Klassische Bildung, Latein, (Alt-)Griechisch, Philosophie, ...) und  
* das "Humanistische Gymnasium" (Klassische Bildung, Latein, (Alt-)Griechisch, Philosophie, ...) und  
* das "Europagymnasium" (Spanisch, ...
* das "Europagymnasium" (Spanisch, ...).
Beide Schwerpunkte erleichtern das Erlernen von Fremdsprachen, in dem Latein mit reduzierter Wochenstundenzahl bereits in der 2. Klasse eingeführt wird. Als einziges Gymnasium Salzburgs ermöglichen es seine Programme auch Mädchen, in der Oberstufe Griechisch als Sprachalternative zu wählen.
Beide Schwerpunkte erleichtern das Erlernen von Fremdsprachen, indem Latein mit reduzierter Wochenstundenzahl bereits in der 2. Klasse eingeführt wird. Als einziges Gymnasium Salzburgs ermöglichen es seine Programme auch Mädchen, in der Oberstufe Griechisch als Sprachalternative zu wählen.


== Schüler und Absolventen des Akademischen Gymnasiums ==
== Schüler und Absolventen des Akademischen Gymnasiums ==
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Bevor allerdings mit der Erweiterung in Form einer Aufstockung angefangen werden konnte, wurde aus statischen Gründen ein einstöckiger Gebäudeteil abgerissen und danach dreistöckig neu errichtet. Darüber hinaus wurden kleine Teile des Bestandes entfernt und durch Glasflächen ersetzt, um das Gebäude mit mehr Tageslicht zu versorgen. Damit erhält die Schule nicht nur eine freundlichere Atmosphäre, sondern spart gleichzeitig Energiekosten. Der Umbau des Bestandes startete parallel zu den Abbrucharbeiten.
Bevor allerdings mit der Erweiterung in Form einer Aufstockung angefangen werden konnte, wurde aus statischen Gründen ein einstöckiger Gebäudeteil abgerissen und danach dreistöckig neu errichtet. Darüber hinaus wurden kleine Teile des Bestandes entfernt und durch Glasflächen ersetzt, um das Gebäude mit mehr Tageslicht zu versorgen. Damit erhält die Schule nicht nur eine freundlichere Atmosphäre, sondern spart gleichzeitig Energiekosten. Der Umbau des Bestandes startete parallel zu den Abbrucharbeiten.


Das zweigeschoßige, rund 7&nbsp;600 Quadratmeter große Bestandsgebäude wurde um einen dritten Stock erweitert. Somit entstehen rund 3&nbsp;600 Quadratmeter neue Fläche. Im Bestand wurde die Raumstruktur entsprechend adaptiert. Bei der Planung durch die Architekten wurden besonders neue Lehr- und Lernformen berücksichtigt. So ermöglicht die künftige Struktur des Akademischen Gymnasiums beispielsweise die Umsetzung des ''COOL-Systems''. ''COOL'' steht für '''co'''operatives '''o'''ffenes '''L'''ernen. Durch die Bildung von ''Clustern'' und die Schaffung neuer Außenbereiche kann der Unterricht sowohl in den Stammklassen als auch in den Sonderunterrichtsräumen auf zentrale Räume ausgeweitet, geteilt oder sogar im Freien abgehalten werden.
Das zweigeschoßige, rund 7&nbsp;600 Quadratmeter große Bestandsgebäude wurde um einen dritten Stock erweitert. Somit entstanden rund 3&nbsp;600 Quadratmeter neue Fläche. Im Bestand wurde die Raumstruktur entsprechend adaptiert. Bei der Planung durch die Architekten wurden besonders neue Lehr- und Lernformen berücksichtigt. So ermöglicht die künftige Struktur des Akademischen Gymnasiums beispielsweise die Umsetzung des ''COOL-Systems''; ''COOL'' steht für '''co'''operatives '''o'''ffenes '''L'''ernen. Durch die Bildung von ''Clustern'' und die Schaffung neuer Außenbereiche kann der Unterricht sowohl in den Stammklassen als auch in den Sonderunterrichtsräumen auf zentrale Räume ausgeweitet, geteilt oder sogar im Freien abgehalten werden.


Das in die Jahre gekommene Gebäude wurde auch technisch auf den neuesten Stand gebracht und thermisch saniert. Zur Sicherstellung des Brandschutzes wurden zwei Fluchtstiegenhäuser neu errichtet und die Brandabschnitte entsprechend der neuen Struktur angepasst. Außerdem wird das Gebäude komplett barrierefrei gestaltet. Dazu gehören unter anderem ein neuer Aufzug und die Implementierung eines taktilen Leitsystems. Die Außenwand des Gebäudes wurde zusätzlich gedämmt.
Das in die Jahre gekommene Gebäude wurde auch technisch auf den neuesten Stand gebracht und thermisch saniert. Zur Sicherstellung des Brandschutzes wurden zwei Fluchtstiegenhäuser neu errichtet und die Brandabschnitte entsprechend der neuen Struktur angepasst. Außerdem wurde das Gebäude komplett barrierefrei gestaltet. Dazu gehören unter anderem ein neuer Aufzug und die Implementierung eines taktilen Leitsystems. Die Außenwand des Gebäudes wurde zusätzlich gedämmt.


Insgesamt investiert die BIG als Bauherr und Eigentümer im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Frauen als Mieter rund 20 Millionen Euro in den Umbau der Schule.
Insgesamt investiert die BIG als Bauherr und Eigentümer im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Frauen als Mieter rund 20 Millionen Euro in den Umbau der Schule.
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== Literatur ==
== Literatur ==
* [[Claudia Niese]], [[400 Jahre Akademisches Gymnasium Salzburg]], Festschrift mit Jahresbericht 2017, 2017
* [[Claudia Niese|Niese, Claudia]]: [[400 Jahre Akademisches Gymnasium Salzburg]], Festschrift mit Jahresbericht 2017, 2017


== Quellen ==
== Quellen ==
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* {{Quelle SW-SN|11. September 2014}}
* {{Quelle SW-SN|11. September 2014}}
* Mag. [[Thomas Schmiedbauer]], Absolvent in der 8A-Klasse [[1984]] KV Walter Freinberger, Festakt 400 Jahre AkadGym am 5. und 6.11.2017
* Mag. [[Thomas Schmiedbauer]], Absolvent in der 8A-Klasse [[1984]] KV Walter Freinberger, Festakt 400 Jahre AkadGym am 5. und 6.11.2017
* Verzeichnis Maturantinnen und Maturanten 1900–1969, Homepage der Schule, abgerufen am 4.9.2008
* Verzeichnis der Maturantinnen und Maturanten 1900–1969, Homepage der Schule, abgerufen am 4.9.2008


== Weblinks ==
== Weblinks ==