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Um [[1695]] kaufte Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] von dem Glockengießer [[Melchior de Haze]] aus Antwerpen in der Grafschaft Flandern die 35 Glocken. Diese waren zwischen [[1688]] und [[1689]] gegossen worden, das besagen deren Inschriften: "''Melchior de Haze Antverpiae me fecit''", "''1688''" oder "''1689''". Für die Annahme, die Glocken wären eigentlich für die Stadt und Festung Breda in Nordbrabant bestimmt gewesen und ein Brand hätte den dortigen Glockenturm vernichtet, weshalb die Glocken von Salzberg erworben werden konnten gibt es keinen Quellenbeleg. Die Publikation "Das Salzburger Glockenspiel" (2013)  bestätigt diese Annahme nicht. Die Glocken kamen [[1696]] auf dem Landweg nach Salzburg, ein schwerer, langer und teurer Transport. Die schwerste Glocke wiegt etwa 300 Kilogramm, die kleinste etwa fünf Kilogramm. Die 35 Glocken wiegen insgesamt vier Tonnen.
 
Um [[1695]] kaufte Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] von dem Glockengießer [[Melchior de Haze]] aus Antwerpen in der Grafschaft Flandern die 35 Glocken. Diese waren zwischen [[1688]] und [[1689]] gegossen worden, das besagen deren Inschriften: "''Melchior de Haze Antverpiae me fecit''", "''1688''" oder "''1689''". Für die Annahme, die Glocken wären eigentlich für die Stadt und Festung Breda in Nordbrabant bestimmt gewesen und ein Brand hätte den dortigen Glockenturm vernichtet, weshalb die Glocken von Salzberg erworben werden konnten gibt es keinen Quellenbeleg. Die Publikation "Das Salzburger Glockenspiel" (2013)  bestätigt diese Annahme nicht. Die Glocken kamen [[1696]] auf dem Landweg nach Salzburg, ein schwerer, langer und teurer Transport. Die schwerste Glocke wiegt etwa 300 Kilogramm, die kleinste etwa fünf Kilogramm. Die 35 Glocken wiegen insgesamt vier Tonnen.
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Nachdem die Glocken in Salzburg angekommen waren, fehlten noch die Uhr und der gesamte Mechanismus zum Antrieb des Glockenspiels. Die Herstellung und Aufstellung weiterer wichtiger Bestandteile, so des Wellbaumes, des Hammerwerkes samt den Federn, Drahtwerk, Zungen, Stacheln, die die Hämmer treiben, und allem Zubehör verzögerten sich aber noch viele Jahre. [[1698]] unternahm der Salzburger Großuhrmachermeister [[Jeremias Sauter]] eine Informationsreise über die Technik von Glockenspielen in die Niederlande. Die folgende Erstellung des Spielwerkes durch Sauter ist ungeachtet dessen eine eigenständige barocke Salzburg.  
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Nachdem die Glocken in Salzburg angekommen waren, fehlten noch die Uhr und der gesamte Mechanismus zum Antrieb des Glockenspiels. Die Herstellung und Aufstellung weiterer wichtiger Bestandteile, so des Wellbaumes, des Hammerwerkes samt den Federn, Drahtwerk, Zungen, Stacheln, die die Hämmer treiben, und allem Zubehör verzögerten sich aber noch viele Jahre. [[1698]] unternahm der Salzburger Großuhrmachermeister [[Jeremias Sauter]] eine Informationsreise über die Technik von Glockenspielen in die Niederlande. Die folgende Erstellung des Spielwerkes durch Sauter ist ungeachtet dessen eine eigenständige barocke salzburger Arbeit.  
    
[[1701]]–[[1702]] wurde der viereckige Turm um ein gemauertes Achteck (Oktogon) mit ovalen Fenstern und darüber liegend um hölzerne Arkaden mit acht offenen Rundbogenfenstern auf 45 Meter bzw. fünf Stockwerke erhöht. Damit der Turm das gesamte Gewicht von Glocken und Spielwerk tragen kann, wurde er seitlich mit Zugstangen aus Eisen verstärkt.  
 
[[1701]]–[[1702]] wurde der viereckige Turm um ein gemauertes Achteck (Oktogon) mit ovalen Fenstern und darüber liegend um hölzerne Arkaden mit acht offenen Rundbogenfenstern auf 45 Meter bzw. fünf Stockwerke erhöht. Damit der Turm das gesamte Gewicht von Glocken und Spielwerk tragen kann, wurde er seitlich mit Zugstangen aus Eisen verstärkt.  
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