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[[1698]] unternahm der Salzburger Großuhrmachermeister [[Jeremias Sauter]] eine Informationsreise über die Technik von Glockenspielen in die Niederlande.  
 
[[1698]] unternahm der Salzburger Großuhrmachermeister [[Jeremias Sauter]] eine Informationsreise über die Technik von Glockenspielen in die Niederlande.  
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[[1701]]–[[1702]] wurde der viereckige Turm um ein gemauertes Achteck (Oktogon) mit ovalen Fenstern und darüber liegend um einen hölzernen Arkadenpavillon aus acht offenen Rundbogenfenstern auf 45 Meter bzw. fünf Stockwerke erhöht. Damit der Turm das gesamte Gewicht von Glocken und Spielwerk tragen kann, wurde er seitlich mit Zugstangen aus Eisen verstärkt.  
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[[1701]]–[[1702]] wurde der viereckige Turm um ein gemauertes Achteck (Oktogon) mit ovalen Fenstern und darüber liegend um hölzerne Arkaden mit acht offenen Rundbogenfenstern auf 45 Meter bzw. fünf Stockwerke erhöht. Damit der Turm das gesamte Gewicht von Glocken und Spielwerk tragen kann, wurde er seitlich mit Zugstangen aus Eisen verstärkt.  
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[[1703]] wurde der Hofuhrmacher Jeremias Sauter mit dem Zusammen- und Aufbau von Uhr und Glockenspiel beauftragt. Kein einfacher Auftrag, denn die Mechanik musste teilweise erst angefertigt werden. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Walze mit rund 2,5 Meter Durchmesser aus 38 Messingplatten, in die Jeremias Sauter die insgesamt 7 964 quadratische Löcher bohrte, schnitt und feilte. Die Walze wurde über ein Zuggewicht angetrieben, das früher täglich mehrfach von Hand aufgezogen werden musste.
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[[1703]] wurde der Hofuhrmacher Jeremias Sauter mit dem Zusammen- und Aufbau von Uhr und Glockenspiel beauftragt. Kein einfacher Auftrag, denn die Mechanik musste großteils erst angefertigt werden, geliefert wurden aus Holland im Wesentlichen nur die Glocken. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Walze mit rund 2,5 Meter Durchmesser aus 38 Messingplatten, in die Jeremias Sauter die insgesamt 7 964 quadratische Löcher bohrte, schnitt und feilte. Die Walze wurde über ein Zuggewicht angetrieben, das früher täglich mehrfach von Hand aufgezogen werden musste.
    
Die vier Zifferblätter der Uhr wurden aus technischen Gründen paarweise über zwei Stockwerke seitlich versetzt. Ein Paar befindet sich im viereckigen Turm in Richtung Nord-Süd, ein Paar befindet sich mit dem Uhrwerk und der Zugseilmechanik der Glocken im darüber liegenden Achteck in Richtung Ost-West.  
 
Die vier Zifferblätter der Uhr wurden aus technischen Gründen paarweise über zwei Stockwerke seitlich versetzt. Ein Paar befindet sich im viereckigen Turm in Richtung Nord-Süd, ein Paar befindet sich mit dem Uhrwerk und der Zugseilmechanik der Glocken im darüber liegenden Achteck in Richtung Ost-West.  
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