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[[Datei:Titelblatt des Lamprechtshausner Weihespiels.png|mini]]
Das '''Lamprechtshausner Weihespiel''' ist ein Theaterstück, das der nationalsozialistische Schriftstellers und Politikers [[Karl Springenschmid]] zur Erinnerung an den Lamprechtshausener NS-Putsch von [[1934]] verfasste.
==Das Weihespiel==
Es sollte als Thingspiel die alljährliche Aufführung des „[[Jedermann]]“ von [[Hugo von Hofmannsthal]] auf dem [[Salzburger Domplatz]] ersetzen. Allerdings wurde es nur [[1938]] und [[1939]] auf einer Naturbühne und einer für über 1000 Gäste gebauten Tribüne in der Nähe von [[Lamprechtshausen]] im Gebiet der heutigen [[Reitlwaldsiedlung]] aufgeführt. Danach verhinderte der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] weitere Inszenierungen.
==Inhalt==
Das Spiel stellt keine historischen Abläufe dar, sondern ist eine mythische Überhöhung der damaligen Ereignisse. Es war die Absicht des Autors, Zuseher und Mitspieler auf einen Opfertod für [[Adolf Hitler]] vorzubereiten.

Der Autor bedient sich einer vorgeblich bäuerischen Sprache, die mit dem Flachgauer Dialekt nichts zu tun hat. Das Stück wird eine Rechtfertigungsideologie, die Niederlage beim Lamprechtshausener NS-Putsch wird auf die militärische Überlegenheit und Brutalität der Exekutivkräfte zurückgeführt. Der Heldenmut der Putschisten wird als Gegenteil dargestellt. Rufe der Namen der getöteten Nationalsozialisten werden eingesetzt, wenn Zweifel am Sinn der politischen Vorgänge aufkommen. Zuletzt erschallt der Name des Anführers [[Franz Natschläger]], dessen Tod von seiner Mutter angenommen wird. Im letzten Bild des Weihespieles wird [[Adolf Hitler]] beschworen, für den alles freudig geopfert werden soll. Das Stück endet mit dem Aufziehen der Hakenkreuzfahne und dem Absingen des Deutschlandliedes.

==Folgen==
Nicht nur das Weihespiel sollte den Mythos der Putschisten fördern. Zusätzlich wurde ein monumentales Fresko an der Kirche zum Gedenken an die sechs getöteten Nationalsozialisten angebracht. Der Künstler [[Switbert Lobisser]] malte zu ihrer Erinnerung am heutigen Ort des [[Kriegerdenkmal Lamprechtshausen|Kriegerdenkmal]]s das Fresko an die hintere Wand der Kirche. Dieses SA-Ehrenmal wurde am [[5. August]] [[1938]] durch den Salzburger Gauleiter [[Friedrich Rainer]] eingeweiht. Auch wurde zu diesem Zweck die [[Volksschule Michaelbeuern]] in „Sepp Maislinger Schule“ umbenannt. Dieser war einer der Putschisten, der im Gasthaus Stadler zu Tode gekommen war und am 31. Juli 1934 in Michaelbeuern begraben wurde. Diese Widmung wurde nach dem Krieg wieder entfernt.
==Aufarbeitung nach dem Kriegsende==

Karl Springenschmid, der es in der [[NS-Zeit]] zum SS-Hauptsturmführer gebracht hatte und nach dem Krieg wegen Kriegsverbrechen gesucht wurde, tauchte nach dem Krieg unter. Die gerichtlichen Ermittlungen gegen ihn wurden im Jahr [[1951]] eingestellt. Das Berufsverbot wurde durch Bundespräsident Theodor Körner durch Entschließung vom 17. Juli 1953 aufgehoben. Er kehrte nach Salzburg zurück und starb 1981.
==Quelle==
{{Wikipedia-de}}
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus|Lamprechtshausner Weihespiel]]
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