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| − | [[Bild:Guggenmoos_Tafel.jpg|thumb|250px|Gottfried Guggenmoos, Begründer der Heilpädagogik, Erinnerungstafel in der [[Halleiner Altstadt]] am ''Oberen Markt'']] | + | [[Bild:Guggenmoos_Tafel.jpg|thumb|250px|Gotthard Guggenmoos, Begründer der Heilpädagogik, Erinnerungstafel in der [[Halleiner Altstadt]] am ''Oberen Markt'']] |
| | '''Gotthard Guggenmoos''' (* [[1775]], † [[29. Jänner]] [[1838]] in [[Hallein]]) gilt als der Gründer der ersten Schwachsinnigen-Anstalt der Welt und ist in die Geschichte der Heilpädagogik eingegangen. | | '''Gotthard Guggenmoos''' (* [[1775]], † [[29. Jänner]] [[1838]] in [[Hallein]]) gilt als der Gründer der ersten Schwachsinnigen-Anstalt der Welt und ist in die Geschichte der Heilpädagogik eingegangen. |
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| | Erst Jahre später, [[1829]], erhielt er seine Berufung nach Salzburg, wo er am [[1. November]] im Haus [[Judengasse]] 63 (heute Fa. Steiner) den Unterricht mit vier Schülern aufnehmen konnte. | | Erst Jahre später, [[1829]], erhielt er seine Berufung nach Salzburg, wo er am [[1. November]] im Haus [[Judengasse]] 63 (heute Fa. Steiner) den Unterricht mit vier Schülern aufnehmen konnte. |
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| − | Anlässlich des Geburtstags von [[Kaiser Franz I.]] am [[12. Februar]] [[1830]] wurde die Schule in feierlichem Rahmen eröffnet. Die Festgäste konnten eine Darbietung Guggenmoos' bestaunen - seine vier Schüler hatten in kurzer Zeit ansatzweise zu sprechen gelernt. Doch schon ein Jahr später verließ sein Protektor und Förderer, Kreishauptmann Welsperg, Salzburg. Auch der ihm wohl gesonnene [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] [[Anton von Heffter]] ging in Pension. Die zuständigen Beamten konnten keine deutlichen Fortschritte bei den Schülern mehr erkennen. Der Fortbestand der Schule war in Gefahr. Guggenmoos wandte sich nun [[1832]] direkt an Kaiser mit der Bitte, einen Fonds aus öffentlichen Mitteln einzurichten und seine „Lehranstalt für Taubstumme und Kretins“ anzuerkennen, da ihr Bestand auf der Basis privater Mildtätigkeit gefährdet sei. Aber trotz der erfolgreichen Bemühungen Guggenmoos, die offizielle Lehrbefähigungsprüfung abzulegen, wurde das Ansuchen nach vielen Behördenwegen abgelehnt, was letztendlich [[1835]] zur Auflösung der Anstalt aus Geldmangel führte. | + | Anlässlich des Geburtstags von [[Kaiser Franz I.]] am [[12. Februar]] [[1830]] wurde die Schule in feierlichem Rahmen eröffnet. Die Festgäste konnten eine Darbietung Guggenmoos' bestaunen - seine vier Schüler hatten in kurzer Zeit ansatzweise zu sprechen gelernt. Doch schon ein Jahr später verließ sein Protektor und Förderer, Kreishauptmann Welsperg, Salzburg. Auch der ihm wohl gesonnene [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Anton von Heffter]], schied aus dem Amt. Die zuständigen Beamten konnten keine deutlichen Fortschritte bei den Schülern mehr erkennen. Der Fortbestand der Schule war in Gefahr. Guggenmoos wandte sich nun [[1832]] direkt an Kaiser mit der Bitte, einen Fonds aus öffentlichen Mitteln einzurichten und seine „Lehranstalt für Taubstumme und Kretins“ anzuerkennen, da ihr Bestand auf der Basis privater Mildtätigkeit gefährdet sei. Aber trotz der erfolgreichen Bemühungen Guggenmoos, die offizielle Lehrbefähigungsprüfung abzulegen, wurde das Ansuchen nach vielen Behördenwegen abgelehnt, was letztendlich [[1835]] zur Auflösung der Anstalt aus Geldmangel führte. |
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| | Guggenmoos bekam noch ein Ausgedinge für ein Jahr, übersiedelte resigniert und krank nach Hallein, wo er 1838 im Alter von 63 Jahren starb. | | Guggenmoos bekam noch ein Ausgedinge für ein Jahr, übersiedelte resigniert und krank nach Hallein, wo er 1838 im Alter von 63 Jahren starb. |