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[[Datei:Erkundungsflug zu Ausfahrtssperren A10 hier Walserberg-Dreieck.jpg|thumb|Der [[Knoten Salzburg]] [[Westautobahn]] und [[Tauernautobahn]] mit Blickrichtung Süden und sehr vielen Autos aus Deutschland um 14 Uhr am 20. Juli 2019.]]Die '''Ausfahrtssperren''' entlang der A 10, der [[Tauernautobahn]], war eine Notmaßnahme, die erstmals am Wochenende [[13. Juli|13.]] bis [[15. Juli]] [[2019]] zur Anwendung kam.

== Geschichte ==
Im Zuge der [[Flüchtlingsbewegung 2015]] begannen die deutschen Behörden wieder mit Grenzkontrollen zwischen [[Österreich]] und [[Deutschland]]. Nachdem anfangs mehr oder weniger alle Grenzübergänge kontrolliert wurden, reduzierten sich die Kontrollen im Laufe der Jahre auf den [[Grenzübergang Saalbrücke]] zwischen dem [[Salzburg]]er Stadtteil [[Liefering]] und dem [[Bayern|bayerischen]] [[Freilassing]] sowie am Autobahn-[[Grenzübergang Walserberg]].

Letztlich führten die Grenzkontrollen am Autobahn-Grenzübergang zu umfangreichen Staus, vor allem an starken Reisewochenende. Diese brachten auch erhebliche Mehrkosten und Einbußen für Frächter beider Länder. Doch die deutschen Behörden blieben hart und kontrollierten vor allem am Autobahn-Grenzübergang. Dies führte im Frühjahr [[2019]] zu einem Gipfelgespräch von [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]] und seinem bayerischen Amtskollegen. Es wurde der Bau einer dritte Kontrollspur am Autobahn-Grenzübergang vereinbart. Doch der Bau verzögerte sich.

Daraufhin ergriffen zwei Gemeinden wie bereits im letzten Jahr ([[Wals-Siezenheim]], [[Grödig]]) zur Selbsthilfe und kündigten an, den Durchzugsverkehr zu blockieren. Denn mittels Navigationsgeräte wurden Pkw, ja sogar Reisebusse, über kleine Straßen, teilweise in Wäldern am Fuße des [[Untersberg]]es geführt. Nun folgte die Idee, alle Autobahnanschlussstellen entlang der Tauernautobahn zumindest an den Sommerreisewochenenden für die Abfahrt zu sperren. Jetzt drohten die Bayern, alle Fahrzeuge, die von Grödig nach [[Berchtesgaden]] abführen wieder nach Salzburg zurückzuschicken.

Doch schließlich konnten die geplagten Anrainergemeinde die Bayern überzeugen, dass der Ausweichverkehr durch die Ortsgebiete ein unerträgliches Maß erreicht hatte und mit 13. Juli traten die Auffahrtssperren erstmals in Kraft.

Am [[20. Juli]] [[2019]] unternahm der Salzburger Verkehrs[[landesrat]] [[Stefan Schnöll]] mit einem Hubschrauber einen Kontrollflug. Mehr als 3 000 Fahrzeuge in der Stunde passierten am Samstagvormittag, den 20. Juli, phasenweise den [[Knoten Salzburg]]. „''Perspektive aus der Luft hat gezeigt, die Sperren zeigen Wirkung und Landesstraßen sind entlastet''“, sagte Landesrat Stefan Schnöll. Für kommende Woche wurde aufgrund des Ferienbeginns in Bayern wieder mit vielen Urlaubern, die Richtung Süden unterwegs sein werden, gerechnet. An normalen Wochentagen werden beim Knoten Salzburg stündlich rund 800–1 200 Autos außerhalb der Morgenstunden gezählt. An Reisetagen steigt der Wert auf gut 2.000 Fahrzeuge an. An den stärksten Transittagen, wie heute, sind es mehr als 3 000.

== Bilder ==
{{Bildkat}}
== Quellen ==
* [[Salzburger Nachrichten]]
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62002 20. Juli 2019]

[[Kategorie:Verkehr]]
[[Kategorie:Flachgau]]
[[Kategorie:Tennengau]]
[[Kategorie:Pongau]]