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==Neuzeit==
 
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Nach fast zwei Jahrhunderten der Fernhaltung erhält zum ersten Mal wieder ein Jude von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] ([[1687]] - [[1700]]) trotz des Widerstandes der Landstände Niederlassungserlaubnis. Mit dem Staatsgrundgesetz von [[1867]] endeten die gesetzlichen Diskriminierungen der jüdischen Staatsbürger. Viele Juden ließen sich in Salzburg nieder und wurden zu Stützen des liberalen Bürgertums. [[1884]] absolviert [[Theodor Herzl]] seine Gerichtspraxis als Dr. juris in Salzburg. Er verlässt die ihm lieb gewordene Stadt nur, weil er, wie er selbst schreibt, »als Jude… nie zur Stellung eines Richters befördert worden wäre. Deshalb nahm ich damals von Salzburg und der Rechtsgelehrsamkeit Abschied.« [[1901]] wurde eine Synagoge in der [[Lasserstraße]] und ein jüdischer Friedhof in [[Aigen]] eingerichtet. Mit der Emanzipation wuchs auch der Antisemitismus, so führten mehrere vereine in Salzburg einen Arierparagraphen ein. Trotz des radikalen Antisemitismus wurde Salzburg ein beliebtes Urlaubsziel für das reiche Bürgertum([[St. Gilgen]], [[Bad Gastein]].....)
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[[Datei:Krimmler Achental.jpg|thumb|200px|Letzte Station auf Salzburger Gebiet der Juden als Displaced Persons bei der so genannten Krimmler Judenflucht 1947 war das Krimmler Tauernhaus im Krimmler Achental.]]Nach fast zwei Jahrhunderten der Fernhaltung erhält zum ersten Mal wieder ein Jude von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] ([[1687]] - [[1700]]) trotz des Widerstandes der Landstände Niederlassungserlaubnis. Mit dem Staatsgrundgesetz von [[1867]] endeten die gesetzlichen Diskriminierungen der jüdischen Staatsbürger. Viele Juden ließen sich in Salzburg nieder und wurden zu Stützen des liberalen Bürgertums. [[1884]] absolviert [[Theodor Herzl]] seine Gerichtspraxis als Dr. juris in Salzburg. Er verlässt die ihm lieb gewordene Stadt nur, weil er, wie er selbst schreibt, »als Jude… nie zur Stellung eines Richters befördert worden wäre. Deshalb nahm ich damals von Salzburg und der Rechtsgelehrsamkeit Abschied.« [[1901]] wurde eine Synagoge in der [[Lasserstraße]] und ein jüdischer Friedhof in [[Aigen]] eingerichtet. Mit der Emanzipation wuchs auch der Antisemitismus, so führten mehrere vereine in Salzburg einen Arierparagraphen ein. Trotz des radikalen Antisemitismus wurde Salzburg ein beliebtes Urlaubsziel für das reiche Bürgertum([[St. Gilgen]], [[Bad Gastein]].....)
    
Die [[Salzburger Festspiele]] bildeten einen Anziehungspunkt für die künstlerische Elite, in der der jüdische Beitrag groß war.
 
Die [[Salzburger Festspiele]] bildeten einen Anziehungspunkt für die künstlerische Elite, in der der jüdische Beitrag groß war.
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