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[[Datei:Kulstrunk Salzburg Stadtansicht 1916 Detail Lindenhof Froschheim.jpg|thumb|Der Lindenhof in Froschheim <br/> [[Stadtansicht von Kulstrunk]]]]
 
[[Datei:Kulstrunk Salzburg Stadtansicht 1916 Detail Lindenhof Froschheim.jpg|thumb|Der Lindenhof in Froschheim <br/> [[Stadtansicht von Kulstrunk]]]]
 
{{googlemapsort|Rainerstraße_21+5020+Salzburg}}
 
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Der '''Lindenhof''' war ein historischer Bauernhof, gelegen in [[Froschheim]]. Er stand einmal dort, wo sich heute das [[Kieselgebäude]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] befindet.  
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Der '''Lindenhof''' war ein historischer [[Bauernhof]] in [[Salzburg]]-[[Froschheim]]. Er stand einmal dort, wo sich heute das [[Kieselgebäude]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] befindet.  
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
Bis ans Ende der [[1850er]]-Jahre als Salzburg noch Festungsstadt mit [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wällen und Gräben]] war und keine [[Westbahn|Schienenwege]] zur alten [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflichen]] [[Residenz]]stadt führten, standen ziemlich weit außerhalb des damaligen [[Mirabelltor]]es, vor dem eine Holzbrücke über die nassen Festungsgräben führte, vereinzelte Bauernhöfe.   
 
Bis ans Ende der [[1850er]]-Jahre als Salzburg noch Festungsstadt mit [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wällen und Gräben]] war und keine [[Westbahn|Schienenwege]] zur alten [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflichen]] [[Residenz]]stadt führten, standen ziemlich weit außerhalb des damaligen [[Mirabelltor]]es, vor dem eine Holzbrücke über die nassen Festungsgräben führte, vereinzelte Bauernhöfe.   
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Neben dem [[Wallfahrt Maria Plain|'Plainweg']] befand sich der Lindenhof. Unweit dessen lag der Kugelfang der Schiessstätte, die etwa an der Stelle des späteren [[Park-Hotel Nelböck|Hotel Nelböck]] (heute [[WIFI|'Gewerbeförderungsinstitut']]) stand. [[1858]] war der Bau der Elisabeth-[[Westbahn]] so weit vorgeschritten, dass auch der [[Hauptbahnhof|Bahnhof]] zu bauen begonnen wurde.  
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Neben dem [[Wallfahrt Maria Plain|'Plainweg']] befand sich der Lindenhof. Unweit dessen lag der Kugelfang der Schießstätte, die etwa an der Stelle des späteren [[Park-Hotel Nelböck]] (heute [[Wirtschaftsförderungsinstitut]]) stand. [[1858]] war der Bau der Elisabeth-[[Westbahn]] so weit fortgeschritten, dass auch der [[Hauptbahnhof]] zu bauen begonnen wurde.  
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Dadurch geriet der Lindenhof in Bedrängnis. Die meisten Felder um den Hof herum wurden zur die Bahnanlagen benötigt, und schließlich stand der alte Bau im Zwickel der [[Elisabethstraße|'Froschheimer-']] und der [[Rainerstraße|'Westbahnstraße']], getrennt von seinen übrigen Feldern. So kam es, dass der Lindenhof seine Funktion als Bauernhof verlor und ein Miethaus wurde. Einige Jahre war er auch ein Café-Restaurant.  
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Dadurch geriet der Lindenhof in Bedrängnis. Die meisten Felder um den Hof herum wurden für Bahnanlagen benötigt, und schließlich stand der alte Bau im Zwickel der [[Elisabethstraße|'Froschheimer']]- und der [[Rainerstraße|'Westbahnstraße']], getrennt von seinen übrigen Feldern. So kam es, dass der Lindenhof seine Funktion als Bauernhof verlor und ein Miethaus wurde. Einige Jahre war er auch ein Café-Restaurant.  
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[[1905]] wurde die [[St.-Julien-Straße]] angelegt, wodurch der letzte Grundstreifen hinter dem Hause wegkam. So stand der alte Lindenhof mit seinem kleinen Kartoffelacker nun auf einer Insel zwischen drei Straßen.
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[[1905]] wurde die [[St.-Julien-Straße]] angelegt, wodurch der letzte Grundstreifen hinter dem Hause verloren ging. So stand der alte Lindenhof mit seinem kleinen Kartoffelacker nun auf einer Insel zwischen drei Straßen.
    
=== Besitzer ===
 
=== Besitzer ===
Die Geschichte des Hofes bis zum Anfang des [[18. Jahrhundert]]s ist nicht bekannt. [[1730]] wurde er vom alten Brunnfeldgut abgetrennt und bildete ein eigenes Bauerngut. [[1737]] erscheint der Eisenhändler Christoph Gschwendtner als Besitzer, [[1764]] der Metzger Georg Hörlein, [[1794]] der Lohnrüster Christoph Leeb. Im Hypothekenbuch heißt es: ''"Eine Hausstatt nebst Stall und Fleischbank in Froschheim Nr. 4. Daran liegender Feldgrund mit Einschluss ein Garten und Winkel bei der Schiessstätte, mit acht Tagbau und 884 <nowiki>Quadrat</nowiki>[[Klafter (Salzburger)|klafter]], insgemein der Lindenhof genannt..."''  
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Die Geschichte des Hofes bis zum Anfang des [[18. Jahrhundert]]s ist nicht bekannt. [[1730]] wurde er vom alten Brunnfeldgut abgetrennt und bildete ein eigenes Bauerngut. [[1737]] erscheint der Eisenhändler Christoph Gschwendtner als Besitzer, [[1764]] der Metzger Georg Hörlein, [[1794]] der Lohnrüster Christoph Leeb. Im Hypothekenbuch heißt es: "''Eine Hausstatt nebst Stall und Fleischbank in Froschheim Nr. 4. Daran liegender Feldgrund mit Einschluss ein Garten und Winkel bei der Schiessstätte, mit acht Tagbau und 884 <nowiki>Quadrat</nowiki>[[Klafter (Salzburger)|klafter]], insgemein der Lindenhof genannt...''"
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Im Jahr [[1812]] kaufte der Schustermeister Anton Hendel den Hof um 2030 [[Gulden]]. [[1860]] wurde das auf dem Gut ruhende Servitut ''"dass der Lindenhof, in Burgfried liegend, von der Last, im Kriegsfall dem Fortifikationskommando zur Demolierung unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden müsste"'' aufgehoben. [[1870]] kaufte der Glasermeister Vinzenz Rehle den Hof, [[1892]] erbten ihn die Töchter, [[1900]] gehört er der Karoline Rehle, [[1904]] dem [[Josef Kaps]], Gasthofbesitzer zur [[Hôtel zur Goldenen Krone|„Goldenen Krone"]]. [[1906]] erwarb ihn der Hotelier [[Georg Jung]].  
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Im Jahr [[1812]] kaufte der Schustermeister Anton Hendel den Hof um 2.030 [[Gulden]]. [[1860]] wurde das auf dem Gut ruhende Servitut "''dass der Lindenhof, in Burgfried liegend, von der Last, im Kriegsfall dem Fortifikationskommando zur Demolierung unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden müsste''" aufgehoben. [[1870]] kaufte der Glasermeister Vinzenz Rehle den Hof, [[1892]] erbten ihn die Töchter, [[1900]] gehört er der Karoline Rehle, [[1904]] dem [[Josef Kaps]], Gasthofbesitzer zur [[Hôtel zur Goldenen Krone|„Goldenen Krone"]]. [[1906]] erwarb ihn der Hotelier [[Georg Jung]].  
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[[1913]] kaufte die [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Firma Kiesel]] den Besitz. Im Mai [[1923]] begann der Bau des großen [[Kieselgebäude|Druckereigebäudes]]. Der alte Lindenhof wurde ganz klein, als um ihn herum die hohen Wände des Neubaues emporwuchsen. Sein Tage waren gezählt. Mit seinem Abbruch wurde begonnen. An seine Stelle trat eine, mit allen modernen Einrichtungen ausgestattete Buchdruckerei. So muss im Leben das Alte weichen, um dem Neuen Platz zu machen.
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[[1913]] kaufte die [[OHG Kiesel]] den Besitz. Im Mai [[1923]] begann der Bau des großen [[Kieselgebäude|Druckereigebäudes]]. Der alte Lindenhof wurde ganz klein, als um ihn herum die hohen Wände des Neubaues emporwuchsen. Sein Tage waren gezählt. Mit seinem Abbruch wurde begonnen. An seine Stelle trat eine, mit allen modernen Einrichtungen ausgestattete Buchdruckerei. "''So muss im Leben das Alte weichen, um dem Neuen Platz zu machen.''" endete der Beitrag von Josef Eder.
    
== Quelle ==
 
== Quelle ==