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| | [[Bild:Muellner_kirche_1.jpg|thumb|Die Müllner Kirche]] | | [[Bild:Muellner_kirche_1.jpg|thumb|Die Müllner Kirche]] |
| | + | {{#ev:youtube|QrlYXIZkgrE|280|right|Die Glocken der Pfarrkirche Mülln <br/> 9 min 05 sek Video}} |
| | Die '''{{PAGENAME}}''', auch ''Augustinerkirche'' oder ''Müllner Kirche'' genannt, befindet sich in der [[Stadt Salzburg]] im Stadtteil [[Mülln]] am nördlichen Fuß des [[Mönchsberg]]s. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]]. | | Die '''{{PAGENAME}}''', auch ''Augustinerkirche'' oder ''Müllner Kirche'' genannt, befindet sich in der [[Stadt Salzburg]] im Stadtteil [[Mülln]] am nördlichen Fuß des [[Mönchsberg]]s. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Eine erste Kapelle in Mülln wurde [[1148]] erstmals erwähnt. Erzbischof [[Gebhard]] hatte damals den baufällig gewordenen Altar der Marien-Kapelle erneuern lassen. Mülln wurde als vermutlich älteste [[Altstadt|Salzburger Vorstadt]] bald als Vorbefestigung der Stadt militärisch stark gesichert und mit Mauern und starken Wehrtürmen versehen.
| + | [[1148]] wurde eine erste heilige Stätte oder Kapelle in Mülln erstmals erwähnt. [[Erzbischof]] [[Gebhard]] hat den baufällig gewordenen Altar der Marien-Kapelle damals erneuern lassen. Mülln, die vermutlich älteste [[Altstadt|Salzburger Vorstadt]], wurde bald als Vorbefestigung der Stadt militärisch stark gesichert und mit Mauern und starken Wehrtürmen versehen. Auch die Kirche, damals vermutlich an der [[Müllner Hauptstraße]] gelegen, wurde mit einbezogen. |
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| − | Auch die Kirche, damals vermutlich an der [[Müllner Hauptstraße]] gelegen, wurde mit einbezogen. Fürsterzbischof [[Johann II. von Reisberg]] begann für eine nun deutlich gewachsene Kirchengemeinde im Jahr [[1439]] mit dem Neubau der Kirche in Form einer [[gotik|gotischen]] Saalkirche, die in ihrer Grundsubstanz bis heute erhalten ist. Diese Kirche wurde kurz nach [[1460]] Pfarrkirche, die aber später immer mehr verfiel. Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] erneuerte die Kirche, baute sie um und übergab sie [[1605]] den [[Augustinerorden|Augustiner-Eremiten]] als neue Klosterkirche. [[1674]] bekam die Kirche ihren barocken Zwiebelhelm. [[1708]] wurde der Vorbau an der [[Augustinergasse]] errichtet, hinter dem sich nun das geräumige Stiegenhaus mit den Malereien und der Dreifaltigkeitskapelle verbirgt. Turm und Vorhaus wurden von Baumeister [[Sebastian Stumpfegger]], der auch als Mitarbeiter von [[Fischer von Erlach]] arbeitete, errichtet. | + | [[Fürsterzbischof]] [[Johann II. von Reisberg]] begann im Jahr [[1439]] für eine damals deutlich gewachsene Kirchengemeinde mit einem Neubau der Kirche in Form einer [[gotik|gotischen]] Saal- oder Hallenkirche. Diese Kirche wurde [[1460]] geweiht, verfiel jedoch später immer mehr. Die Grundsubstanz dieses Bauwerks, vor allem der vermutlich etwas früher errichtete [[Romanik|spätromanische]] Turm ist bis heute noch erhalten. Erhalten geblieben ist auch ein romanisches Kruzifix. |
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| | + | [[1605]] erneuerte [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] die Kirche, baute sie um und übergab sie den [[Augustinerorden|Augustiner-Eremiten]] als Klosterkirche. [[1674]] bekam der Turm der Kirche einen [[Barock|barocken]] Zwiebelhelm. [[1708]] wurde der Vorbau an der [[Augustinergasse]] errichtet, hinter dem sich nun das geräumige Stiegenhaus mit den Malereien und der Dreifaltigkeitskapelle verbirgt. Turm und Vorhaus wurden von Baumeister [[Sebastian Stumpfegger]], der auch als Mitarbeiter von [[Fischer von Erlach]] arbeitete, errichtet. |
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| | + | [[1735]]-[[1738]] wurde der Innenraum im Stil des [[Rokoko]] umgestaltet, insbesondere der Stuckdekor an der Decke geschaffen. |
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| | + | [[1758]] wurde der spätbarocke Hochaltar geschaffen, dessen Hauptmotiv die gotische Gnadenmadonna ist, die bereits [[1460]] entstanden ist. Die Madonna mit dem Kind wurde so angeordnet, dass diese jeweils am [[31. Mai]] gegen 19:00 Uhr durch die Abendsonne, die durch ein Fenster im Westen einfällt, beleuchtet wird. |
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| | [[1799]] wurde die [[Turmuhr der Stadtpfarrkirche Mülln]] von [[Johann Bentele senior|Johann(es) Bentele, dem Älteren]] hergestellt und eingebaut. | | [[1799]] wurde die [[Turmuhr der Stadtpfarrkirche Mülln]] von [[Johann Bentele senior|Johann(es) Bentele, dem Älteren]] hergestellt und eingebaut. |
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| − | [[1833]] wurde die Kirche den Benediktinern der [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] übergeben. Bekannt ist in der Kirche der Hochaltar mit seiner Gnadenmadonna die um [[1460]] entstanden ist. | + | [[1833]] wurde die Kirche den Benediktinern der [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] übergeben. |
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| | == Columbarien == | | == Columbarien == |
| | Etwa unter dem Mittelgang der Kirche liegt die sechzehn Meter lange Mönchsgruft mit Columbarien, den Gräbern der Mönche. 1946 wurde hier der letzte Müllner Benediktiner zur letzten Ruhe gebettet. Die Mönchsgruft ist vom ehemaligen Friedhof aus nach einer Renovierung seit April 2010 wieder zugänglich. Für die Renovierung wurden 65.000 Euro ausgegeben, davon entfielen allein 21.000 Euro auf die Restaurierung der Steinplatten. Am [[11. April]] 2010 wurden die Columbarien neu gesegnet. Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. | | Etwa unter dem Mittelgang der Kirche liegt die sechzehn Meter lange Mönchsgruft mit Columbarien, den Gräbern der Mönche. 1946 wurde hier der letzte Müllner Benediktiner zur letzten Ruhe gebettet. Die Mönchsgruft ist vom ehemaligen Friedhof aus nach einer Renovierung seit April 2010 wieder zugänglich. Für die Renovierung wurden 65.000 Euro ausgegeben, davon entfielen allein 21.000 Euro auf die Restaurierung der Steinplatten. Am [[11. April]] 2010 wurden die Columbarien neu gesegnet. Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. |
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| | + | == Glocken == |
| | + | Vier Glocken c'-es'-f'-g' bilden das Hauptgeläute. Alle vier stammen aus der Salzburger [[Glockengießerei Oberascher]] und wurden [[1914]] (1) und [[1963]] (2-4) gegossen. Die kleine (Toten)-Glocke stammt aus dem [[15. Jahrhundert]] und ist wahrscheinlich die älteste in der [[Erzdiözese Salzburg]]. |
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| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |
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| | Datei:Eingang zum Pfarramt Salzburg-Mülln in der Augustinergasse 4.JPG|Eingang zum Pfarramt Mülln in der [[Augustinergasse (Salzburg)|Augustinergasse]] 4 | | Datei:Eingang zum Pfarramt Salzburg-Mülln in der Augustinergasse 4.JPG|Eingang zum Pfarramt Mülln in der [[Augustinergasse (Salzburg)|Augustinergasse]] 4 |
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| | === weitere Bilder === | | === weitere Bilder === |
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| | * [[Franz Martin]] ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage) | | * [[Franz Martin]] ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage) |
| | * [http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=884%3Aaus-der-unterwelt-von-muelln&catid=54%3Ameldungen&Itemid=1 www.drehpunktkultur.at] | | * [http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=884%3Aaus-der-unterwelt-von-muelln&catid=54%3Ameldungen&Itemid=1 www.drehpunktkultur.at] |
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| | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |
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| | [[Kategorie:Katholische Kirche]] | | [[Kategorie:Katholische Kirche]] |
| | [[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]] | | [[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]] |
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