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[[Datei:Stiftung Mozarteum Großer Saal Detail Stuck 04.jpg|thumb|[[Großer Saal der Stiftung Mozarteum]], Stuckatur von Professor [[Joseph Wackerle]].]]Als '''Stuck''' (von ital. ''stucco'') wird die plastische Ausformung mit einem Gemisch aus Gips, Kalk und Sand genannt. Diese Mischung ist gut formbar und schnell härtend. Sie wird auf verputzten Wänden, Gewölben und Decken aufgebracht. Stuck ist eine wichtige Technik für die Gestaltung von Innenräumen und Fassaden.
== Geschichte ==
Stuck kam in [[Italien]] während der [[Renaissance]] auf und wurde später im [[Barock]] in größerem Ausmaß verwendet.
== Salzburg ==
An den Stuckarbeiten im Stiegenhaus und Badezimmer in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde fast das gesamte [[17. Jahrhundert]] gearbeitet. Die [[1602]] von [[Elia Castello]] geschaffenen Stuckarbeiten in den [[Neue Residenz#Prunkräume|Prunkräumen]] der Neuen Residenz zählen dabei zu bedeutendsten Werken dieser Zeit. Auch die Kassetten und farbigen Reliefs in der [[Gabrielskapelle]], die Castello von [[1597]] bis [[1603]] schuf, zählen zu den bedeutendsten Stuckarbeiten der Renaissance in Salzburg.
Aus Italien stammte die "Stuck-Dynastie" Brenno, die zahlreiche Profanbauten und Kirchen in der Stadt Salzburg mit Stuckarbeiten ausstatteten. Paolo Brenno schuf [[1680]] den Stuckaltar mit Engelskaryatiden in der Annakapelle in der [[Annakapelle (Franziskanerkirche)|Annakapelle]] in der [[Franziskanerkirche Zu Unserer Lieben Frau]]. Francesco und Antonio Brenno statteten von [[1685]] bis [[1689]] die [[Stadtpfarrkirche St. Erhard]] in [[Nonntal]] mit reicher Stuckatur aus. Gemeinsam mit [[Antonio Carabelli]] entstanden Stuckatur in der [[Kajetanerkirche]] und im [[Carabinierisaal]] in der [[Alte Residenz|Alten Residenz]]. Der polychromierte Stuck in der [[Wallfahrtskapelle hl. Antonius von Padua]] in [[Söllheim]] in [[Hallwang]] wird ebenfalls ihrer Werkstatt zugeschrieben.
Der aus Padua in [[Venetien]] stammende [[Ottavio Mosto]] arbeitete u. a. [[1692]] am Stuck der [[Franziskuskapelle (Franziskanerkirche)|Franziskuskapelle]] in der Franziskanerkirche.
Deutsche und Salzburger Stuckateure fanden sich erst zu Beginn des [[18. Jahrhundert]]s. Die Salzburger [[Johann Lindenthaler]], [[Johann Kleber]] und [[Georg Braun]] waren für die Innenausstattung von [[Schloss Leopoldskron]] von [[1736]] bis [[1740]] tätig. [[Benedikt Zöpf]] war für die zarte [[Rokoko]]-Stuckatur in der [[Alte Universität|Alten Universität]], [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter Klostergebäude|Benediktiner-Erzabtei]] und [[Stiftskirche St. Peter]] verantwortlich.
Der letzte in Salzburg tätige ausländische Stuckateur war [[Peter Pflauder]] aus Grän im Lechtal. Er war ein Vertreter des klassizistischen Stuck mit seiner architekturgliedernden Ausstattungen (u. a. Salzburger Residenz, Abtei und Stiftskirche St. Peter und die [[Katharinenkapelle]] 1792/93). Seine letzte Arbeit war der Stuck in der [[Pfarrkirche Mariae Verkündigung|Grödiger Pfarrkirche]].
== Bilder ==
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== Quellen ==
* {{Quelle Kulturlexikon}}
* Wilfried Koch: ''Kleine Stilkunde der Baukunst'', Bertelsmann Radgeberverlag Reinhard Mohn OHG, Gütersloh, BRD, 1969, Seite 179
[[Kategorie:Architektur]]