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| | Kaiser Heinrich VI. verlieh dann [[1195]] Erzbischof [[Adalbert II.]] das alleinige Recht im gesamten Erzstift Münzen prägen zu dürfen. Die Salzburger Münze mit ihren Münzstätten in [[Laufen]], in der Stadt Salzburg und im [[Kärnten|Kärntner]] [[Friesach]] und den dort hergestellten Prägungen blieb ab Beginn ihrer Tätigkeit im ersten Drittel des [[12. Jahrhundert]]s jahrhundertelang Zeugnis der Selbständigkeit des [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstiftes]] Salzburg. | | Kaiser Heinrich VI. verlieh dann [[1195]] Erzbischof [[Adalbert II.]] das alleinige Recht im gesamten Erzstift Münzen prägen zu dürfen. Die Salzburger Münze mit ihren Münzstätten in [[Laufen]], in der Stadt Salzburg und im [[Kärnten|Kärntner]] [[Friesach]] und den dort hergestellten Prägungen blieb ab Beginn ihrer Tätigkeit im ersten Drittel des [[12. Jahrhundert]]s jahrhundertelang Zeugnis der Selbständigkeit des [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstiftes]] Salzburg. |
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| − | Die allererste Münzprägestätte des Erzbistums hatte ihren Standort nicht in der Stadt Salzburg sondern im damals salzburgischen [[Laufen]], an der Strecke Salzburg - [[Mühldorf am Inn]]. Hier wurde etwa ab dem ersten Drittel des [[12. Jahrhundert]]s Scheidemünzen – sogenannte [[Salzburger Pfennig]]e - geprägt. Sie beginnt ihre Tätigkeit bereits vor Mitte des 12. Jahrhunderts, wird aber aus politischen Gründen bald wieder geschlossen. Die [[Münzstätte Friesach]] in Kärnten, das damals Teil des Erzbistums war, begann die Ausmünzung etwa zur gleichen Zeit wie die [[Münzstätte Laufen]]. Aus politischen Gründen verlegte man diese Münzstätte etwa Mitte desselben Jahrhunderts in die Salzburger Altstadt. Schon vor der Errichtung der [[Münzstätte Salzburg]] begann die Münzstätte Friesach mit der Ausmünzung der Friesacher Pfennige. | + | Die allererste Münzprägestätte des Erzbistums hatte ihren Standort nicht in der Stadt Salzburg sondern im damals salzburgischen [[Laufen]], an der Strecke Salzburg - [[Mühldorf am Inn]]. Hier wurde etwa ab dem ersten Drittel des [[12. Jahrhundert]]s Scheidemünzen – sogenannte [[Salzburger Pfennig]]e - geprägt. Sie beginnt ihre Tätigkeit bereits vor Mitte des 12. Jahrhunderts, wird aber aus politischen Gründen bald wieder geschlossen. Die [[Münzstätte Friesach]] in Kärnten, das damals Teil des Erzbistums war, begann die Ausmünzung etwa zur gleichen Zeit wie die [[Münzstätte Laufen]]. Aus politischen Gründen verlegte man diese Münzstätte etwa Mitte desselben Jahrhunderts in die Salzburger Altstadt. Schon vor der Errichtung der [[Münzstätte Salzburg]] begann die Münzstätte Friesach mit der Ausmünzung der Friesacher Pfennige. |
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| | [[1366]] gestattete dann der Kaiser auch die Prägung von Goldmünzen. Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] ließ den ersten <nowiki>Gold</nowiki>[[gulden]] prägen. Die Erzbischöfe begannen den [[Goldbergbau]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] zu intensivieren. [[1557]] wurde in Salzburg eine dreiviertel Tonne Gold vermünzt. Ein kleiner Teil davon nannte man ''Ehrenpfennige'', das waren Münzen mit vielfachen Dukatengewicht. Der Name wies auf eine wichtige Funktion dieser Münze hin: vergleichbar einem Orden heute, wurde mit einem ''Ehrenpfennig'' der Empfänger der Münze ''geehrt''. | | [[1366]] gestattete dann der Kaiser auch die Prägung von Goldmünzen. Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] ließ den ersten <nowiki>Gold</nowiki>[[gulden]] prägen. Die Erzbischöfe begannen den [[Goldbergbau]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] zu intensivieren. [[1557]] wurde in Salzburg eine dreiviertel Tonne Gold vermünzt. Ein kleiner Teil davon nannte man ''Ehrenpfennige'', das waren Münzen mit vielfachen Dukatengewicht. Der Name wies auf eine wichtige Funktion dieser Münze hin: vergleichbar einem Orden heute, wurde mit einem ''Ehrenpfennig'' der Empfänger der Münze ''geehrt''. |
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| | Fürsterzbischof [[Georg von Kuenburg]] ließ Münzen, die wegen der nur kurzen Regierungszeit zu den Seltenheiten zählen, sowohl nach der Reichsmünzordnung als auch nach der Landeswährung schlagen. Die Münzen seiner Zeit wurden immer noch mit Hammer und Amboss geschlagen. | | Fürsterzbischof [[Georg von Kuenburg]] ließ Münzen, die wegen der nur kurzen Regierungszeit zu den Seltenheiten zählen, sowohl nach der Reichsmünzordnung als auch nach der Landeswährung schlagen. Die Münzen seiner Zeit wurden immer noch mit Hammer und Amboss geschlagen. |
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| − | Die Salzburger Münze mit ihren in Salzburg und in Friesach hergestellten Prägungen blieb nun jahrhundertelang ein Zeugnis der Selbständigkeit des Erzstiftes Salzburg. Die Münzstätte Salzburg, ursprünglich in der [[Münzgasse]] situiert, befand sich zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s am Ende der [[Getreidegasse]] nahe der Münzgasse. Ihr vorhergehender Standort ist nicht genau bekannt. Ab [[1580]] befand sich die Münzstätte Salzburg in der alten Kirchgasse, wurde aber wegen des geplanten Baues der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] bereits ab [[18. August]] [[1605]] wieder abgerissen. Die Münzstätte übersiedelte nun in die [[Griesgasse]] in ein Gebäude, das [[1953]] dem [[Griesgassendurchbruch]] weichen musste. | + | Die Salzburger Münze mit ihren in Salzburg und in Friesach hergestellten Prägungen blieb nun jahrhundertelang ein Zeugnis der Selbständigkeit des Erzstiftes Salzburg. Die Münzstätte Salzburg befand sich zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s am Ende der [[Getreidegasse]] nahe der Münzgasse. Ihr vorhergehender Standort ist nicht genau bekannt. Ab [[1580]] befand sich die Münzstätte Salzburg in der alten Kirchgasse, wurde aber wegen des geplanten Baues der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] bereits ab [[18. August]] [[1605]] wieder abgerissen. Die Münzstätte übersiedelte nun in die [[Griesgasse]] in ein Gebäude, das [[1953]] dem [[Griesgassendurchbruch]] weichen musste. |
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| | [[1810]] wurde dann die Salzburger Münzstätte endgültig geschlossen. | | [[1810]] wurde dann die Salzburger Münzstätte endgültig geschlossen. |