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| | [[2012]] gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am [[11. Juli]] 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]]-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (''Stabilizer'') dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem [[Rupertikirtag]] im Herbst wollten Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] und [[Michael Handl]], Leiter des [[Straßen- und Brückenamt]]s, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat. | | [[2012]] gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am [[11. Juli]] 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]]-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (''Stabilizer'') dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem [[Rupertikirtag]] im Herbst wollten Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] und [[Michael Handl]], Leiter des [[Straßen- und Brückenamt]]s, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat. |
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| − | [[2018]] war es dann aber so weit. Ab April wurden zuerst notwendige Vorbereitungsarbeiten durchgeführt: Kanäle für die Oberflächenentwässerung, neun zentrale Elektroversorgungsstationen, Wasserleitungen, ein zweieinhalb Meter tiefer Abwasser-Entsorgungsschacht samt Pumpwerk für diverse Veranstaltungen sowie andere wichtige Vorrichtungen. Danach wurde bis Mitte Juli die asphaltierten Straßen im Randbereich abgetragen und durch etwa 5 000 Quadratmeter Granit-Pflaster aus dem Böhmerwald ersetzt. | + | === Neugestaltung kostete 4,6 Millionen Euro === |
| | + | [[2018]] war es dann aber so weit. Ab April wurden zuerst notwendige Vorbereitungsarbeiten durchgeführt: Kanäle für die Oberflächenentwässerung, neun zentrale Elektroversorgungsstationen, Wasserleitungen, ein zweieinhalb Meter tiefer Abwasser-Entsorgungsschacht samt Pumpwerk für diverse Veranstaltungen sowie andere wichtige Vorrichtungen. Danach wurde bis Mitte Juli die asphaltierten Straßen im Randbereich abgetragen und durch etwa 5 000 Quadratmeter Granit-Pflaster aus dem Böhmerwald ersetzt. |
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| | Für das Projekt zur Neugestaltung verantwortlich waren Architekt [[Erich Wagner]] und Architekt [[Eduard Widmann]]. Die Straßenbauarbeiten führte Firma Porr aus und die Pflasterung Firma Eder, Pinzgauer Pflasterbau. Insgesamt wurden 6 666 Steine eingepasst. Ein Stein wiegt etwa 320 Kilo. Das ergibt ein Gesamtgewicht von 2 133 Tonnen, die mit 80 Sattelschlepperladungen heran transportiert wurden. | | Für das Projekt zur Neugestaltung verantwortlich waren Architekt [[Erich Wagner]] und Architekt [[Eduard Widmann]]. Die Straßenbauarbeiten führte Firma Porr aus und die Pflasterung Firma Eder, Pinzgauer Pflasterbau. Insgesamt wurden 6 666 Steine eingepasst. Ein Stein wiegt etwa 320 Kilo. Das ergibt ein Gesamtgewicht von 2 133 Tonnen, die mit 80 Sattelschlepperladungen heran transportiert wurden. |
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| − | Aus demselben Steinbruch, woher das Pflaster stammt, kommt auch der Schotter, mit dem im Frühjahr 2019 der große Platz aufgefrischt wird. Unangetastet bleibt dabei der Ring aus Bachsteinen rund um den Residenzbrunnen, der seit 2017 dem Land gehört. Wie überall in der Altstadt ist auch hier mit Funden aus dem römischen Salzburg und aus dem Mittelalter zu rechnen. Archäologen werden deshalb den Bau begleiten. <ref>[http://www.salzburg24.at/umfangreiche-bauarbeiten-am-residenzplatz-gestartet/5210500 www.salzburg24.at] </ref> <ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/residenzplatz-neu-biegt-in-die-zielgerade-30441622 Salzburger Nachrichten, 5. Juli 2018]</ref> | + | Aus demselben Steinbruch, woher das Pflaster stammt, kam auch der Schotter, mit dem im Frühjahr 2019 der große Platz aufgefrischt wurde. Unangetastet blieb dabei der Ring aus Bachsteinen rund um den Residenzbrunnen, der seit 2017 dem Land gehört. Wie überall in der Altstadt ist auch hier mit Funden aus dem [[Iuvavum|römischen Salzburg]] und aus dem [[Mittelalter]] zu rechnen. Archäologen begleiteten deshalb den Bau. <ref>[http://www.salzburg24.at/umfangreiche-bauarbeiten-am-residenzplatz-gestartet/5210500 www.salzburg24.at] </ref> <ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/residenzplatz-neu-biegt-in-die-zielgerade-30441622 Salzburger Nachrichten, 5. Juli 2018]</ref> |
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| | + | Auf der Suche nach einem umweltverträglichen Bindemittel wurde die Stadt in Linz fündig. Ein aus gemahlenen Samenschalen hergestelltes Bindemittel wurde mit dem gewünschten Granitbruch vermischt. Eine Vier-Zentimeter-Schicht aus kleinkörnigem Material im Untergrund macht den Platz fest. Darüber liegen ein bis zwei Zentimeter loser Granitsplitt mit einer Korngröße von maximal elf Millimeter.<ref>{{Quelle SN|29. Mai 2019}}</ref> |
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