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Als "'''Krimmler Judenflucht'''" wird die im Sommer [[1947]] von der jüdischen Organisation [[Bricha]] für 5000 jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa organisierte Überquerung der [[Krimmler Tauern]] bezeichnet.
 
Als "'''Krimmler Judenflucht'''" wird die im Sommer [[1947]] von der jüdischen Organisation [[Bricha]] für 5000 jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa organisierte Überquerung der [[Krimmler Tauern]] bezeichnet.
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Nachdem vorher schon tausende heimatlos gewordene Juden aus Osteuropa (Displaced Persons) über den Brenner und andere Alpenpässe nach Italien und schließlich nach Palästina gelangt waren, wurde auf Betreiben Englands, das zu dieser Zeit Mandatsmacht in Palästina war, den jüdischen Flüchtlingen dieser Weg abgeschnitten.
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==Geschichtliche Hintergründe==
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Nachdem vorher schon tausende heimatlos gewordene Juden aus Osteuropa (so genannte [[Displaced Persons]]) über den Brenner und andere Alpenpässe nach Italien und schließlich nach Palästina gelangt waren, wurde auf Betreiben Englands, das zu dieser Zeit Mandatsmacht in Palästina war, den jüdischen Flüchtlingen dieser Weg abgeschnitten.
    
[[Marko Feingold]], der seit [[1945]] bei der Betreuung jüdischer Flüchtlinge in [[Salzburg]] mitgewirkt hatte, fand 1947 dieses einzige Schlupfloch in den [[Ostalpen]], wo die amerikanische Besatzungszone Österreichs an Italien grenzte.
 
[[Marko Feingold]], der seit [[1945]] bei der Betreuung jüdischer Flüchtlinge in [[Salzburg]] mitgewirkt hatte, fand 1947 dieses einzige Schlupfloch in den [[Ostalpen]], wo die amerikanische Besatzungszone Österreichs an Italien grenzte.
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In kleinen Gruppen wurden Flüchtlinge vom Lager [[Saalfelden]] aus zum [[Krimmler Tauernhaus]] geführt, wo sie von der dortigen Wirtin [[Liesl Geisler-Scharfetter]] vorbildlich unterstützt und verpflegt wurden. Ohne entsprechende Ausrüstung traten die Flüchtlinge dann tags darauf den hochalpinen Fluchtweg über die [[Birnlücke]] mit Kind und Kegel an, um vom [[Südtirol]]er Ahrntal über Genua nach Palästina zu gelangen.
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In kleinen Gruppen wurden Flüchtlinge vom Lager [[Saalfelden]] aus in das [[Krimmler Achental]] zum [[Krimmler Tauernhaus]] geführt, wo sie von der dortigen Wirtin [[Liesl Geisler-Scharfetter]] vorbildlich unterstützt und verpflegt wurden. Ohne entsprechende Ausrüstung traten die Flüchtlinge dann tags darauf den hochalpinen Fluchtweg über die [[Birnlücke]] mit Kind und Kegel an, um vom [[Südtirol]]er Ahrntal über Genua nach Palästina zu gelangen.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==