Änderungen

4 Bytes hinzugefügt ,  14:04, 3. Mai 2019
K
Textersetzung - „Getreidekasten“ durch „Getreidekasten
Zeile 8: Zeile 8:  
Während der [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkriege]] zündeten die Lungauer Bauern den Turm vermutlich aus Rache für die Unterstützung des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Matthäus Lang von Wellenburg]] an. Erst 1546 wurde sie wieder bewohnt. [[1630]] kaufte der Lungauer Gewerke Karl Jocher den Turm und Hof zu Pichl.  [[1659]] kommt der Turm als Heiratsgut in den Besitz der Familie ''von [[Plaz]]'', die sich in der Folge ''von Pichl'' nennt. Ihr Hauptsitz war das [[Schloss Höch]] bei [[Flachau]], darum wurde der Turm zu Pichl aufgegeben und dem Verfall preisgegeben.
 
Während der [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkriege]] zündeten die Lungauer Bauern den Turm vermutlich aus Rache für die Unterstützung des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Matthäus Lang von Wellenburg]] an. Erst 1546 wurde sie wieder bewohnt. [[1630]] kaufte der Lungauer Gewerke Karl Jocher den Turm und Hof zu Pichl.  [[1659]] kommt der Turm als Heiratsgut in den Besitz der Familie ''von [[Plaz]]'', die sich in der Folge ''von Pichl'' nennt. Ihr Hauptsitz war das [[Schloss Höch]] bei [[Flachau]], darum wurde der Turm zu Pichl aufgegeben und dem Verfall preisgegeben.
   −
Pichl war ein für seine Entstehungszeit typischer quadratischer Wohn- und Wehrturm. Erhalten ist eine teilweise viergeschossige Mauer aus Schichtmauerwerk, wozu das lokale Geschiebe- und Bruchsteinmaterial verwendet wurde. Im 19. Jahrhundert wurden ein Getreidekasten und ein Keller eingefügt und an der Westseite ein Schuppen angebaut, der aber inzwischen wieder abgerissen wurde. Im Südeingang befinden sich in zwei Wandnischen leicht überlebensgroße, hölzerne Figuren der Heiligen Georg und  Florian aufgestellt, die um 1900 in Stadl an der Mur in der Steiermark erworben wurden. Im [[20. Jahrhundert]] wurde im Osten ein Austraghaus an die Mauerreste angefügt.
+
Pichl war ein für seine Entstehungszeit typischer quadratischer Wohn- und Wehrturm. Erhalten ist eine teilweise viergeschossige Mauer aus Schichtmauerwerk, wozu das lokale Geschiebe- und Bruchsteinmaterial verwendet wurde. Im 19. Jahrhundert wurden ein [[Getreidekasten]] und ein Keller eingefügt und an der Westseite ein Schuppen angebaut, der aber inzwischen wieder abgerissen wurde. Im Südeingang befinden sich in zwei Wandnischen leicht überlebensgroße, hölzerne Figuren der Heiligen Georg und  Florian aufgestellt, die um 1900 in Stadl an der Mur in der Steiermark erworben wurden. Im [[20. Jahrhundert]] wurde im Osten ein Austraghaus an die Mauerreste angefügt.
    
In den Wandnischen des Speichers befinden sich lebensgroße Holzfiguren der beiden Heiligen Georg und Florian. Die Burganlage diente den Rittern [[Waldegher]] ab [[1370]] als Ansitz. Sie waren neben den [[Weißpriachern]] und [[Tannhausern]] im 14. und [[15. Jahrhundert]] die bekanntesten Adelsfamilien der Gegend. Ihr Familienwappen - mit der Darstellung des Greifenfußes - ziert auch das Gemeindewappen von Mariapfarr.
 
In den Wandnischen des Speichers befinden sich lebensgroße Holzfiguren der beiden Heiligen Georg und Florian. Die Burganlage diente den Rittern [[Waldegher]] ab [[1370]] als Ansitz. Sie waren neben den [[Weißpriachern]] und [[Tannhausern]] im 14. und [[15. Jahrhundert]] die bekanntesten Adelsfamilien der Gegend. Ihr Familienwappen - mit der Darstellung des Greifenfußes - ziert auch das Gemeindewappen von Mariapfarr.