| | In der Stadt Salzburg sind solche frühen Wälle nicht dokumentiert. Die mittelalterliche Stadt besaß Wehrmauern, aber keine Wälle. | | In der Stadt Salzburg sind solche frühen Wälle nicht dokumentiert. Die mittelalterliche Stadt besaß Wehrmauern, aber keine Wälle. |
| − | Paris Lodron ließ vor allem in der Neustadt große Bollwerke errichten, die bis etwa 8 m hoch gemauert ausgeführt waren. Um diese polygonalen Mauern herum bestand ein Ringförmiger Weg zur Beobachtung und für Geschütze,. Auf dieser Basis befand sich ein ebenfalls bis 8 m hoher massiver Erdwall, dem oben noch ein 1,4 m hoher schmaler Schutzwall aus Erde aufgesetzt war. Hinter diesem kleine Wall standen die Kanonen. Diese Form der Wehranlagen mit aufgesetzten Wällen führten dazu, dass oft die gesamten Wehranlagen einer Stadt als Wälle - oder Teile davon - unabhängig von ihrem Aussehen bezeichnet wurden. Solche Bezeichnungen sind in der Stadt Salzburg mehrfach bekannt. Sie wurden auch zu Metapher der Wehrhaftigkeit. Auch etwa Heinrich von Kleist verwendet den Begriff in seinem Lustspiel "der zerbrochene Krug". wo Rupert am Schluss bereit ist "auf den Wällen von Antwerpen Schildwacht" zu halten (auch wenn es damals keine ritterlichen Schilder mehr gab). Ein weiteres Beispiel ist auch der angebliche "Schutzwall gegen den Faschismus, den die DDR entlang der seinerzeitigen Zonengrenze baute, der aber keineswegs mehr einen Wall enthielt. In diesem Sinn sind oft auch verschiedene Zeitungsbeiträge der Jahre nach 1920 zu verstehen. Heute werden Metapher deutlich seltener verwendet als vor gut 80 Jahren. Auch in Salzburgwiki als Enzyklopädie ist der Name Schartenwall nicht zu empfehlen. Ein Wall bleibt im Kern des Wortes eine Anlage mit (zumindest großteils) beidseitig geböschten d.h. deutlich geneigten Seitenteilen. | + | Paris Lodron ließ vor allem in der Neustadt große Bollwerke errichten, die bis etwa 8 m hoch gemauert ausgeführt waren. Um diese polygonalen Mauern herum bestand ein Ringförmiger Weg zur Beobachtung und für Geschütze,. Auf dieser Basis befand sich ein ebenfalls bis 8 m hoher massiver Erdwall, dem oben noch ein 1,4 m hoher schmaler Schutzwall aus Erde aufgesetzt war. Hinter diesem kleine Wall standen die Kanonen. Diese Form der Wehranlagen mit aufgesetzten Wällen führten dazu, dass oft die gesamten Wehranlagen einer Stadt als Wälle - oder Teile davon - unabhängig von ihrem Aussehen bezeichnet wurden. Solche Bezeichnungen sind in der Stadt Salzburg mehrfach bekannt. Sie wurden auch zu Metapher der Wehrhaftigkeit. Auch etwa Heinrich von Kleist verwendet den Begriff in seinem Lustspiel "der zerbrochene Krug". wo Rupert am Schluss bereit ist "auf den Wällen von Antwerpen Schildwacht" zu halten (auch wenn es damals keine ritterlichen Schilder mehr gab). Ein weiteres Beispiel ist auch der angebliche "Schutzwall gegen den Faschismus, den die DDR entlang der seinerzeitigen Zonengrenze baute, der aber keineswegs mehr einen Wall enthielt. In diesem Sinn sind oft auch verschiedene Zeitungsbeiträge der Jahre nach 1920 zu verstehen. Heute werden Metapher deutlich seltener verwendet als vor gut 80 Jahren. Auch in Salzburgwiki als Enzyklopädie ist der Name Schartenwall nicht zu empfehlen. Ein Wall bleibt im Kern des Wortes eine Anlage mit (zumindest weit überwiegend) beidseitig geböschten d.h. deutlich geneigten Seitenteilen. |