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| | [[bild:Stumpfögger Grabkreuze im Winter.jpg|thumb|Die sieben Grabkreuze auf dem Petersfriedhof]] | | [[bild:Stumpfögger Grabkreuze im Winter.jpg|thumb|Die sieben Grabkreuze auf dem Petersfriedhof]] |
| − | Die '''Stumpfeggersche Grabstätte''' (z.T. auch als Stumpföggersche Grabstätte bezeichnet) befindet sich inmitten des Gräberfeldes des Salzburger [[Petersfriedhof|Petersfriedhofes]]. | + | Die '''Stumpfeggersche Grabstätte''' (z.T. auch als Stumpföggersche Grabstätte bezeichnet) befindet sich im Salzburger [[Petersfriedhof|Petersfriedhofes]]. |
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| | == Beschreibung == | | == Beschreibung == |
| − | Die Stellung der sieben Kreuze nebeneinander, eine Gruppe bildend, ihre gleichmäßige Größe und Form, rechtfertigen den Schluss, dass es sich um die Grabstätte von mehreren Mitgliedern einer Familie handeln könnte, die dort ruhen. Man muss jedoch genauer sein und sagen: "geruht haben". Denn der Ort, an dem die Kreuze heute stehen - gegenüber der [[Katharinenkapelle]] - ist nicht der ursprüngliche. Die Grabstätte lag früher an der Ostseite der [[Margarethenkapelle]], ebenso wie der Grabstein, der einmal an der Wand der Margarethenkapelle angebracht war. Als [[1864]] die Margarethenkapelle restauriert wurde und innen und außen alles Nichtpassende entfernt wurde, verlegte man die Grabstätte und den Grabstein an den heutigen Ort. Da die Toten an ihrem früheren Ort belassen wurden, ist die heutige Stelle ein Kenotaph, eine Grabstätte in der niemand liegt.
| + | Es handelt sich um die Grabmäler des Sebastian [[Stumpfegger]], seiner Eltern und von vier seiner fünf Gattinnen. Sie besteht aus sieben auf einem Steinsockel stehenden schmiedeeiserne Kreuze mit dem Nemen und den Lebensdaten der Verstorbenen. |
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| − | Es handelt sich um die Grabmäler des Sebastian [[Stumpfegger]], seiner Eltern und von vier seiner fünf Gattinnen. Sie besteht aus sieben auf einem Steinsockel stehenden schmiedeeiserne Kreuze mit dem Nemen und den Lebensdaten der Verstorbenen.
| + | Die nebeneinander stehenden sieben Kreuze mit gleichlautenden Familienamen zeigen auch in der gleichartigen Gestaltung, dass es sich hier um nahe Verwandte handelt. Der heutige Standort der Kreuze nordwestlich der [[Katharinenkapelle]] ist aber ursprünglich. Die Grabstätte lag früher an der Ostseite der Kapelle ebenso wie der Grabstein, der früher an der Wand der Kapelle angebracht war. Erst anlässlich der Restaurierung der Kapelle im Jahr [[1864]] wurde Grabkreuze und Grabstein an den heutigen Ort verlegt. Die Reste der Toten wurden aber an ihrem früheren Ort belassen, die heutige Stelle daher ein Kenotaph, eine Grabstätte, in der niemand liegt. |
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| | == Die Grabkreuze und die Namen der Verstorbenen == | | == Die Grabkreuze und die Namen der Verstorbenen == |
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| | Sebastian Stumpfeggers fünfte Frau, Maria T., geb. Echinger, blieb kinderlos, überlebte ihren Ehemann und starb [[1760]]. | | Sebastian Stumpfeggers fünfte Frau, Maria T., geb. Echinger, blieb kinderlos, überlebte ihren Ehemann und starb [[1760]]. |
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| − | Die sieben Kreuze der Familie Stumpfegger standen ursprünglich an der Ostseite der [[Mariazellerkapelle]]. Als der Chor dieser Kapelle [[1864]] freigelegt wurde, wurden Kreuze und Grabstein an ihre jetzigen Stellen versetzt, die Gräber selbst mit den sterbliche Überresten der Bestatteten verblieben an derselben Stelle.
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| | == Die Grabstafel == | | == Die Grabstafel == |
| | [[bild:Stumpfögger Grabtafel.jpg|thumb|Die Grabtafel an der Mariazellerkapelle]] | | [[bild:Stumpfögger Grabtafel.jpg|thumb|Die Grabtafel an der Mariazellerkapelle]] |
| − | Eine gegenüber den Grabkreuzen an der Kapellenmauer angebrachte [[Marmor]]-Grabtafel enthält in einem von einem Totenkopf als Senkblei mittig geteilten dreieckigen Feld ein Gedicht und darunter eine Erinnerung an die Eltern Lorenz und Maria Stumpfegger. In den beiden Feldern rechts und links des Feldes ist eine Erinnerung an Sebastian Stumpfegger, die vier Ehefrauen und die vorverstorbenen Kinder angebracht. Darüber finden sich Symbole des Maurerhandwerkes: Fausthammer und Meißel, Zirkel und Winkelmaß sowie Kelle und Maurerhammer | + | Eine gegenüber den Grabkreuzen an der Kapellen-Mauer angebrachte [[Marmor]]-Grabtafel enthält in einem von einem Totenkopf als Senkblei mittig geteilten dreieckigen Feld ein Gedicht und darunter eine Erinnerung an die Eltern Lorenz und Maria Stumpfegger. In den beiden Feldern rechts und links des Feldes ist eine Erinnerung an Sebastian Stumpfegger, die vier Ehefrauen und die vorverstorbenen Kinder angebracht. Darüber finden sich Symbole des Maurerhandwerkes: Fausthammer und Meißel, Zirkel und Winkelmaß sowie Kelle und Maurerhammer. |
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