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Um [[1150]] entstand die heute noch bestehende Kumpfmühle. Der seitliche Ausgang wurde wie ein Tor ausgestaltet und hieß das Obere [[Tränktor]] (später: [[Kumpfmühltor]]), das sowohl für den Zweck der Viehtränke, als auch für die Schifffahrt diente. Die Anlage und Errichtung der damaligen [[Mühle]] muss man sich einfach vorstellen. Das Wasser hatte ein Stock hohes Gefälle und die Radanlage war jedenfalls oberschlächtig und wurde durch ein höher gelegenes Gerinne betrieben.
 
Um [[1150]] entstand die heute noch bestehende Kumpfmühle. Der seitliche Ausgang wurde wie ein Tor ausgestaltet und hieß das Obere [[Tränktor]] (später: [[Kumpfmühltor]]), das sowohl für den Zweck der Viehtränke, als auch für die Schifffahrt diente. Die Anlage und Errichtung der damaligen [[Mühle]] muss man sich einfach vorstellen. Das Wasser hatte ein Stock hohes Gefälle und die Radanlage war jedenfalls oberschlächtig und wurde durch ein höher gelegenes Gerinne betrieben.
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Die Mühle wurde [[1307]] Eigentum des [[Domkapitel]]s, da es urkundlich heißt: 1307 schenkte [[Dompropst]] [[Friedrich von Mitterkirchen]], [[Bischof von Seckau|Bischof]] von [[Seckau]], das ''Haws und die angebaute mile dem Domkapitel zu seinem Selgerät in die Oblag '' (fromme Stiftung). Der Name Kumpfmühle, der schon zu dieser Zeit gebräuchlich war, rührt - nicht, wie [[Lorenz Hübner]] schreibt, von einem ehemaligen Besitzer „Kumpf" her - sondern von dem Gerinne des unterschlächtigen Wasserrades, welches „der Kumpf" hieß und den Vorteil hatte, dass durch das gekröpfte Gerinne sehr wenig totes Wasser verloren ging. Daher gab es damals an vielen Orten Kumpfmühlen.  
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Die Mühle wurde [[1307]] Eigentum des [[Domkapitel]]s, da es urkundlich heißt: 1307 schenkte [[Dompropst]] [[Friedrich von Mitterkirchen]], [[Bischof von Seckau|Bischof]] von [[Seckau]], das ''Haws und die angebaute mile dem [[Domkapitel]] zu seinem Selgerät in die Oblag '' (fromme Stiftung). Der Name Kumpfmühle, der schon zu dieser Zeit gebräuchlich war, rührt - nicht, wie [[Lorenz Hübner]] schreibt, von einem ehemaligen Besitzer „Kumpf" her - sondern von dem Gerinne des unterschlächtigen Wasserrades, welches „der Kumpf" hieß und den Vorteil hatte, dass durch das gekröpfte Gerinne sehr wenig totes Wasser verloren ging. Daher gab es damals an vielen Orten Kumpfmühlen.  
    
[[1421]] gibt das Domkapitel dem Ludwig [[Ritz]] von Spritzenstein die Kumpfmühle zu Erbrecht, [[1837]] verkauft ein Nachkomme Ritz dem [[Bischof von Chiemsee|Bischof]] [[Hieronymus Meitting]] sein Erbrecht auf der Kumpfmühle samt dem Mühlhause und dem kleinen Häuslein in der Pfeifergasse, die mit einem Ort an das [[Rapplbad]] und dem anderen an das Tränktor und an die Stadtmauer daselbst stoßen. Der Bischof von Chiemsee zahlt das Burgrecht an das Domkapitel. [[1768]] verkauft der Bischof von Chiemsee [[Franz Karl Eusebius von Waldburg-Friedberg und Trauchburg]] die Mühle mit Einwilligung des Domkapitels an [[Josef Wintersteller]] um 3270 [[Gulden]], der zum Domkapitel erbrechtlich und grundbar wurde. [[1794]] wird die Mühle in Stockwerkseigentum aufgeteilt:  
 
[[1421]] gibt das Domkapitel dem Ludwig [[Ritz]] von Spritzenstein die Kumpfmühle zu Erbrecht, [[1837]] verkauft ein Nachkomme Ritz dem [[Bischof von Chiemsee|Bischof]] [[Hieronymus Meitting]] sein Erbrecht auf der Kumpfmühle samt dem Mühlhause und dem kleinen Häuslein in der Pfeifergasse, die mit einem Ort an das [[Rapplbad]] und dem anderen an das Tränktor und an die Stadtmauer daselbst stoßen. Der Bischof von Chiemsee zahlt das Burgrecht an das Domkapitel. [[1768]] verkauft der Bischof von Chiemsee [[Franz Karl Eusebius von Waldburg-Friedberg und Trauchburg]] die Mühle mit Einwilligung des Domkapitels an [[Josef Wintersteller]] um 3270 [[Gulden]], der zum Domkapitel erbrechtlich und grundbar wurde. [[1794]] wird die Mühle in Stockwerkseigentum aufgeteilt: