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Die erste urkundliche Erwähnung Gasteins datiert etwa aus dem Jahr [[963]] und lautete ''Gastuna''. Nach einer (von mehreren) Thesen geht dieser Name auf indogermanische Sprachwurzeln zurück und bedeutet nach [[Fritz Gruber|F. Gruber]] "gischtender Berg", nach T. Lindner „graubrauner Fluss“ oder aber (Homepage der Stadt Gastein) "heißer Hügel". Der tatsächliche Ursprung ist nicht gesichert.
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Die erste urkundliche Erwähnung Gasteins datiert etwa aus dem Jahr [[963]] und lautete ''Gastuna''. Nach neueren Thesen geht dieser Name auf indogermanische Sprachwurzeln zurück und bedeutet nach [[Fritz Gruber|F. Gruber]] "gischtender Berg", nach T. Lindner „graubrauner Fluss“ oder aber (Homepage der Stadt Gastein) "heißer Hügel". Der tatsächliche Ursprung ist nicht gesichert.
    
Das Gasteinertal - früher und im Dialekt der einheimischen Bevölkerung teilweise heute noch gebräuchlich ''die Gastein'' - ist das größte Seitental der [[Salzach]] und wurde bereits in [[Kelten|keltischer]] und [[Römer|römischer]] Zeit begangen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch dünn besiedelt. Eine systematische Urbarmachung des Tales setzte jedoch erst im [[9. Jahrhundert]] gemeinsam durch [[Bajuwaren|bajuwarische]] und [[Karantanien|karantanisch]]-frühsüdslawische Siedler ein. Das Tal gehörte einst dem Stammesgeschlecht der [[Sighardinger]], und ab 1071 den Sighardinger-Abkömmlingen (nach Friedrich IV.) der Konrade, die unter dem Namen Peilsteiner besser bekannt sind. Nach dem Aussterben der Peilsteiner im Jahr [[1218]] kam Gastein an die Herzöge des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]]. Diese verkauften am [[10. März]] [[1297]] das damals ''Provincia Castuna'' benannte Gebiet an das [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Fürsterzbistum]]. Nach der [[Säkularisierung]] des geistlichen Staates kam das Gasteinertal als Teil des "Salzachkreises" vorerst an Oberösterreich, bis Salzburg 1850 wider ein eigenes Herzogtum wurde.  
 
Das Gasteinertal - früher und im Dialekt der einheimischen Bevölkerung teilweise heute noch gebräuchlich ''die Gastein'' - ist das größte Seitental der [[Salzach]] und wurde bereits in [[Kelten|keltischer]] und [[Römer|römischer]] Zeit begangen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch dünn besiedelt. Eine systematische Urbarmachung des Tales setzte jedoch erst im [[9. Jahrhundert]] gemeinsam durch [[Bajuwaren|bajuwarische]] und [[Karantanien|karantanisch]]-frühsüdslawische Siedler ein. Das Tal gehörte einst dem Stammesgeschlecht der [[Sighardinger]], und ab 1071 den Sighardinger-Abkömmlingen (nach Friedrich IV.) der Konrade, die unter dem Namen Peilsteiner besser bekannt sind. Nach dem Aussterben der Peilsteiner im Jahr [[1218]] kam Gastein an die Herzöge des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]]. Diese verkauften am [[10. März]] [[1297]] das damals ''Provincia Castuna'' benannte Gebiet an das [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Fürsterzbistum]]. Nach der [[Säkularisierung]] des geistlichen Staates kam das Gasteinertal als Teil des "Salzachkreises" vorerst an Oberösterreich, bis Salzburg 1850 wider ein eigenes Herzogtum wurde.  
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