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Die Bedeutung des Namens stimmt sowohl mit dem Wappen (ein Hagenstrauch auf einem Hügel), als auch mit der historischen Funktion der Herren von Hagenau überein, wie aus Urkunden hervorgeht. Die Hagenauer waren ursprünglich für die Rodung, Urbarmachung und Pflege, sowie die Christianisierung im Grenzebiet östlich und südöstlich von Bayern verantwortlich. Dabei waren die Hagenauer stets bei Flüssen (Moosach, Perschling, Traisen, Inn, Salzach, Donau) angesiedelt, auch noch Jahrhunderte später. Der Name des Geschlechts der Hagenauer wandelte sich nach dem Historiker [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Willibald Hauthaler]] von [[Herren von Hagenau]], in Hag(e)nowe, Hag(e)nower und schließlich zu Hagenauer.
 
Die Bedeutung des Namens stimmt sowohl mit dem Wappen (ein Hagenstrauch auf einem Hügel), als auch mit der historischen Funktion der Herren von Hagenau überein, wie aus Urkunden hervorgeht. Die Hagenauer waren ursprünglich für die Rodung, Urbarmachung und Pflege, sowie die Christianisierung im Grenzebiet östlich und südöstlich von Bayern verantwortlich. Dabei waren die Hagenauer stets bei Flüssen (Moosach, Perschling, Traisen, Inn, Salzach, Donau) angesiedelt, auch noch Jahrhunderte später. Der Name des Geschlechts der Hagenauer wandelte sich nach dem Historiker [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Willibald Hauthaler]] von [[Herren von Hagenau]], in Hag(e)nowe, Hag(e)nower und schließlich zu Hagenauer.
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== Herkunft, Adelsverleihung und Wappen des Hauses Hagenauer ==
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== Herkunft ==
    
Die Hagenauer waren ein vielverzweigtes und weitverbreitetes Geschlecht und werden (von Koch-Sternfeld) zur großen Sippe der Huosi (Huosierer) und Andex (Andechser), in näherer Beziehung der von Tauer und Hohenwart, gezählt. Pangraz sieht in den Hagenauern eine Seitenlinie der Grafen von Ottenburg-Kreglingen.  
 
Die Hagenauer waren ein vielverzweigtes und weitverbreitetes Geschlecht und werden (von Koch-Sternfeld) zur großen Sippe der Huosi (Huosierer) und Andex (Andechser), in näherer Beziehung der von Tauer und Hohenwart, gezählt. Pangraz sieht in den Hagenauern eine Seitenlinie der Grafen von Ottenburg-Kreglingen.  
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Ein Sprössling der beinahe ausgestorbenen Sippe der Hagenauer ließ sich Anfangs des 16. Jahrhunderts bei Ainring nieder. Der Stifter dieses nun vorerst dort angesiedelten Geschlechts ist [[Georg Hagenauer I.|Georg Hagenauer de Hagenau]], bei [[Hammerau]]. Als genaueren Stammort der Hagenauer im 16. Jahrhundert kann man den Weiler [[Hagenau]] (erste schriftliche Erwähnung um 1530) bei [[Ainring]] (damals Salzburg heute [[Oberbayern]]) bestimmen, dem das Geschlecht den Namen gab. Die Hagenauer teilten sich im 17. Jahrhundert in drei Linien.
 
Ein Sprössling der beinahe ausgestorbenen Sippe der Hagenauer ließ sich Anfangs des 16. Jahrhunderts bei Ainring nieder. Der Stifter dieses nun vorerst dort angesiedelten Geschlechts ist [[Georg Hagenauer I.|Georg Hagenauer de Hagenau]], bei [[Hammerau]]. Als genaueren Stammort der Hagenauer im 16. Jahrhundert kann man den Weiler [[Hagenau]] (erste schriftliche Erwähnung um 1530) bei [[Ainring]] (damals Salzburg heute [[Oberbayern]]) bestimmen, dem das Geschlecht den Namen gab. Die Hagenauer teilten sich im 17. Jahrhundert in drei Linien.
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== Adelsverleihung und Wappen des Hauses Hagenauer ==
    
* Als Herren von Hagenau (erste schriftliche Erwähnung im Jahre 993) führten die Hagenauer einen Hagenstrauch(-baum) auf einem Hügel im Wappen. Geschlossener Turnierhelm mit zwei Büffelhörnern. Später waren auch Pfaufedern an den Büffelhörnern (F.K. Wißgrill, Schaupl. d. landesansässigen NÖ Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794)
 
* Als Herren von Hagenau (erste schriftliche Erwähnung im Jahre 993) führten die Hagenauer einen Hagenstrauch(-baum) auf einem Hügel im Wappen. Geschlossener Turnierhelm mit zwei Büffelhörnern. Später waren auch Pfaufedern an den Büffelhörnern (F.K. Wißgrill, Schaupl. d. landesansässigen NÖ Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794)