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| − | <noinclude>{{Dieser Artikel|behandelt das '''Bundesland Salzburg'''. Ein Artikel über die gleichnamige Landeshauptstadt findet du unter [[Salzburg|Stadt Salzburg]]. Weitere Nutzungen des Namens, die sich nicht auf das Bundesland und die Stadt beziehen, finden sich im Artikel [[Salzburg (Begriff)]].}}<br /> | + | <noinclude>{{Dieser Artikel|behandelt das '''Bundesland Salzburg'''. Einen Artikel über die gleichnamige Landeshauptstadt findet du unter [[Stadt Salzburg]]. Weitere Verwendungen des Namens, die sich nicht auf das Bundesland und die Stadt beziehen, finden sich im Artikel [[Salzburg (Begriff)]].}}<br /> |
| | {| cellpadding="2" style="float: right; width: 300px; background: #e3e3e3; margin-left: 1em; border: 1px solid #cccccc; border-spacing: 1px;" | | {| cellpadding="2" style="float: right; width: 300px; background: #e3e3e3; margin-left: 1em; border: 1px solid #cccccc; border-spacing: 1px;" |
| | ! colspan="2" | Karte | | ! colspan="2" | Karte |
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| | | Fläche: || 7 156 km² | | | Fläche: || 7 156 km² |
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| − | | höchster Punkt: || [[Großes Wiesbachhorn]] (3 564 [[m ü. A.]]) | + | | höchster Punkt: || [[Großvenediger]] (3 657 [[m ü. A.]]) |
| | |- bgcolor="#FFFFFF" | | |- bgcolor="#FFFFFF" |
| − | | tiefster Punkt: || [[St. Georgen bei Salzburg]] (381 [[m ü. A.]]) | + | | tiefster Punkt: || [[St. Georgen bei Salzburg]]<br />(381 [[m ü. A.]]) |
| | |- bgcolor="#FFFFFF" | | |- bgcolor="#FFFFFF" |
| | | flächenmäßig größte Gemeinde: || [[Rauris]], 253,3 km³ | | | flächenmäßig größte Gemeinde: || [[Rauris]], 253,3 km³ |
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| | Die Fläche beträgt 7 156,03 km² (das sind 8,5 % der Fläche Österreichs). Salzburg hat eine über 174 km langen (Staats-)Grenze zu benachbarten Staaten, die es zum allergrößten mit der [[Bundesrepublik Deutschland]] ([[Bayern]]) und zu einem kleinen Teil (im [[Oberpinzgau]]) mit [[Italien]] ([[Südtirol]]) teilt. Im Norden grenzt Salzburg an Bayern und im Nordosten an [[Oberösterreich]], im Osten an die [[Steiermark]], im Süden an [[Kärnten]] und [[Osttirol]] und im Westen an [[Nordtirol]]. | | Die Fläche beträgt 7 156,03 km² (das sind 8,5 % der Fläche Österreichs). Salzburg hat eine über 174 km langen (Staats-)Grenze zu benachbarten Staaten, die es zum allergrößten mit der [[Bundesrepublik Deutschland]] ([[Bayern]]) und zu einem kleinen Teil (im [[Oberpinzgau]]) mit [[Italien]] ([[Südtirol]]) teilt. Im Norden grenzt Salzburg an Bayern und im Nordosten an [[Oberösterreich]], im Osten an die [[Steiermark]], im Süden an [[Kärnten]] und [[Osttirol]] und im Westen an [[Nordtirol]]. |
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| − | Anthropogeografisch<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Humangeographie Wikipedia Humangeographie]</ref> besteht das Bundesland Salzburg aus mehreren Einheiten. Diese werden ihrerseits durch Flussengen (z. B. [[Pass Lueg]]/[[Salzachöfen]]) oder Gebirge getrennt, diese Einheiten wiederum finden ihren Grenzen in flachen Talwasserscheiden (zum Bespiel nördlich von [[Zell am See]]). | + | Anthropogeografisch besteht das Bundesland Salzburg aus mehreren Einheiten. Diese werden ihrerseits durch Flussengen (z. B. [[Pass Lueg]]-[[Salzachöfen]]) oder Gebirge getrennt. Diese Einheiten wiederum finden ihren Grenzen in flachen Talwasserscheiden (zum Bespiel nördlich von [[Zell am See]]). |
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| | == Geologie == | | == Geologie == |
| − | Bei der Gliederung des Landes lässt sich ein deutlicher Gegensatz zwischen dem größeren geologischen Teil, dem alpinen und dem kleineren, dem [[Alpenvorland]] feststellen. Das Alpenvorland lässt sich einfach als ''Moränenlandschaft''<ref> das von [[Gletscher]]n transportierte Material, Näheres siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Mor%C3%A4ne Wikipedia Deutschland Moräne]</ref> beschreiben. Es besteht im Norden aus der [[Flyschzone]] und gegen Süden aus den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]]. | + | Bei der Gliederung des Landes lässt sich ein deutlicher Gegensatz zwischen dem größeren geologischen Teil, dem alpinen und dem kleineren, dem [[Alpenvorland]], feststellen. Das Alpenvorland besteht im Norden aus der [[Flyschzone]] und gegen Süden hin aus den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]]. |
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| | Innerhalb der Nördlichen Kalkalpen wird in Salzburg zwischen den [[Salzburger Kalkalpen]] und den [[Kalkhochalpen]] unterschieden. Das [[Fritztal]] im Osten, der [[Dientner Sattel]] und das [[Glemmtal]] bilden dann die nördliche Grenze der [[Grauwackenzone]], auch ''Schieferzone'' oder ''Salzburger Grasberge'' genannt. Südlich dieser geologischen Zone grenzt das [[Salzachtal]] die Grauwackenzone von den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] ab. Die Hohen Tauern (Teil der [[Ostalpen]]) verlaufen nach Südosten bis zum [[Katschberg]], im Nordosten bis zum [[Murtörl]], wo die [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]] beginnen. Östlich des Katschberges liegt das [[Lungauer Nockgebiet]], Teil der [[Gurktaler Alpen]]. | | Innerhalb der Nördlichen Kalkalpen wird in Salzburg zwischen den [[Salzburger Kalkalpen]] und den [[Kalkhochalpen]] unterschieden. Das [[Fritztal]] im Osten, der [[Dientner Sattel]] und das [[Glemmtal]] bilden dann die nördliche Grenze der [[Grauwackenzone]], auch ''Schieferzone'' oder ''Salzburger Grasberge'' genannt. Südlich dieser geologischen Zone grenzt das [[Salzachtal]] die Grauwackenzone von den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] ab. Die Hohen Tauern (Teil der [[Ostalpen]]) verlaufen nach Südosten bis zum [[Katschberg]], im Nordosten bis zum [[Murtörl]], wo die [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]] beginnen. Östlich des Katschberges liegt das [[Lungauer Nockgebiet]], Teil der [[Gurktaler Alpen]]. |
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| | Während im nördlichen Alpenvorland Moränenböden vorherrschen (Braunerden, [[Moor|Hochmoore]]), ändert sich der Boden in den nördlichen Kalkalpen zu Kalkschwarzerde (Rendzina) an steilen Hängen und [[Kalkstein]]braunerde in Mulden und flacherem Gelände. In Hochlagen auf Plateaus der Kalkhochalpen findet man hochalpine Kalkschuttfluren. | | Während im nördlichen Alpenvorland Moränenböden vorherrschen (Braunerden, [[Moor|Hochmoore]]), ändert sich der Boden in den nördlichen Kalkalpen zu Kalkschwarzerde (Rendzina) an steilen Hängen und [[Kalkstein]]braunerde in Mulden und flacherem Gelände. In Hochlagen auf Plateaus der Kalkhochalpen findet man hochalpine Kalkschuttfluren. |
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| − | Die Grauwackenzone und die [[Zentralalpen]] werden von brauen podsoligen Böden und Podsolen<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Podsol Wikipedia Podsol]</ref> beherrscht. | + | Die Grauwackenzone und die [[Zentralalpen]] werden von brauen podsoligen Böden und Podsolen beherrscht. |
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| − | Im Salzachtal ab [[Golling an der Salzach]] ins [[Salzburger Becken]] finden sich Kalkschotterfluren. Entlang der [[Saalach]] und [[Salzach]] in ihren Unterläufen begleiten Alluvialflächen<ref>Geologischer Fachbegriff für "angeschwemmt", bezieht sich sehr oft auf angeschwemmtes Land</ref>. Im oberen Salzachtal, der [[Zeller Furche]] und im [[Radstädter Becken]] herrschen Wiesenmoore und Schilfböden vor. | + | Im Salzachtal ab [[Golling an der Salzach]] bis ins [[Salzburger Becken]] finden sich Kalkschotterfluren. Entlang der [[Saalach]] und [[Salzach]] in ihren Unterläufen begleiten Alluvialflächen<ref>Geologischer Fachbegriff für "angeschwemmt", bezieht sich sehr oft auf angeschwemmtes Land</ref>. Im oberen Salzachtal, der [[Zeller Furche]] und im [[Radstädter Becken]] herrschen Wiesenmoore und Schilfböden vor. |
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| | == Einwohner == | | == Einwohner == |
| | :''Hauptartikel [[Bevölkerung im Land Salzburg]]'' | | :''Hauptartikel [[Bevölkerung im Land Salzburg]]'' |
| − | Im Bundesland leben 552 614 Einwohner (Ew) (Stand 1. Jänner 2018, das sind 6,3 % der österreichischen Bevölkerung), was einer Bevölkerungsdichte von 76 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. In der [[Salzburg|Landeshauptstadt Salzburg]] leben 153 353 Ew. (Stand 1. Jänner 2018); sie ist damit die viertgrößte Stadt Österreichs. Seit [[1. Jänner]] [[2002]] stieg die Einwohnerzahl bis 1. Jänner [[2010]] um 12 811 Personen oder 2,5 Prozent.<ref>[[Salzburger Woche]], Silvesterausgabe 2010</ref>. Der Ausländeranteil betrug 13,7 Prozent im Jahr 2014. | + | Im Bundesland leben 552 614 Einwohner (Ew.) (Stand 1. Jänner 2018, das sind 6,3 % der österreichischen Bevölkerung), was einer Bevölkerungsdichte von 76 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. In der [[Stadt Salzburg|Landeshauptstadt Salzburg]] leben 153 353 Ew. (Stand 1. Jänner 2018); sie ist damit die viertgrößte Stadt Österreichs. Seit [[1. Jänner]] [[2002]] stieg die Einwohnerzahl bis 1. Jänner [[2010]] um 12 811 Personen oder 2,5 Prozent.<ref>[[Salzburger Woche]], Silvesterausgabe 2010</ref>. Der Ausländeranteil betrug 13,7 Prozent im Jahr 2014. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | : ''Hauptartikel: [[Geschichte des Landes]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Geschichte des Landes]]'' |
| − | [[Bild:Stift_nonnberg_1.jpg|thumb|Das [[Benediktinenstift Nonnberg]]]]Die Geschichte der Besiedlung Salzburgs reicht bis in die vorgeschichtliche Zeit. Von den [[Kelten]] stammt der älteste Name der Stadt: [[Iuvavum]]. Unter den Römern war Iuvavum ein Verwaltungsbezirk innerhalb der Provinz [[Noricum]]. Seit dem [[6. Jahrhundert]] gehörte das Gebiet des Landes Salzburg, noch ohne den [[Lungau]], zum [[Herzogtum Baiern]]. Die Gründung des [[Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] [[696]] und des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts]] auf dem [[Nonnberg]] [[713]] bildete für den [[Rupert von Worms|hl. Rupert]], den Landespatron von Salzburg, die Grundlage für ein Bistum ([[739]]), das [[798]] zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] erhoben wurde. Dieses umfasste nahezu den gesamten altbayerischen Raum (Teile links der [[Salzach]]), auch als "[[Rupertiwinkl]]" bezeichnet, sowie das [[Innviertel]]). | + | [[Bild:Stift_nonnberg_1.jpg|thumb|Das [[Benediktinenstift Nonnberg]]]]Die Geschichte der Besiedlung Salzburgs reicht bis in die vorgeschichtliche Zeit. Von den [[Kelten]] stammt der älteste Name der Stadt Salzburg, [[Iuvavum]]. Unter den [[Römer]]n war Iuvavum ein Verwaltungsbezirk innerhalb der Provinz [[Noricum]]. Seit dem [[6. Jahrhundert]] gehörte das Gebiet des Landes Salzburg, noch ohne den [[Lungau]], zum [[Herzogtum Bayern]]. Die Gründung des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] [[696]] und des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts]] auf dem [[Nonnberg]] [[713]] bildete für den [[Rupert von Worms]], den Landespatron von Salzburg, die Grundlage für ein [[Bistum Salzburg|Bistum]] ([[739]]), das [[798]] zum [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] erhoben wurde. Dieses umfasste nahezu den gesamten altbayerischen Raum (Teile links der [[Salzach]]), auch als [[Rupertiwinkl]] bezeichnet, sowie das [[Innviertel]]). |
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| − | [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]], einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es zwischen [[1200]] und [[1246]], aus Grafschaften, Gerichtsbezirken und Vogteien ein geschlossenes Herrschaftsgebiet aufzubauen. Mit der Anerkennung der Grenzen durch den [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzog]] im Jahre [[1275]] begann die letzte Phase der Ablösung Salzburgs vom Herzogtum Baiern. [[1328]] wurde Salzburg durch die Erlassung einer eigenen [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] zum weitgehend selbstständigen Staat innerhalb des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|"Heiligen Römischen Reiches"]]. | + | [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]], einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es zwischen [[1200]] und [[1246]], aus Grafschaften, Gerichtsbezirken und Vogteien ein geschlossenes Herrschaftsgebiet aufzubauen. Mit der Anerkennung der Grenzen durch den [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzog]] im Jahre [[1275]] begann die letzte Phase der Ablösung Salzburgs vom Herzogtum Bayern. [[1328]] wurde Salzburg durch die Erlassung einer eigenen [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] zum weitgehend selbstständigen Staat innerhalb des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|"Heiligen Römischen Reiches"]]. |
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| − | Das Fürsterzbistum erhielt auch eine große strategische Bedeutung als "Staat" zwischen Bayern und den [[Habsburger|Habsburgischen]] Landen. Der geschickten Diplomatie vieler [[Erzbischof|Erzbischöfe]] ist es zu verdanken, dass Salzburg im Laufe der Jahrhunderte kaum von Kriegen oder Plünderungen heimgesucht wurde. Auch zählten etliche Fürsterzbischöfe zu engen Beratern römisch-deutscher Kaiser. | + | Das [[Fürsterzbistum]] erhielt auch eine große strategische Bedeutung als "Staat" zwischen Bayern und den [[Habsburger|Habsburgischen]] Landen. Der geschickten Diplomatie vieler [[Erzbischöfe]] ist es zu verdanken, dass Salzburg im Laufe der Jahrhunderte kaum von Kriegen oder Plünderungen heimgesucht wurde. Auch zählten etliche Fürsterzbischöfe zu engen Beratern römisch-deutscher Kaiser. |
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| − | Den Reichtum des Fürsterzbistums bildeten vor allem zwei Rohstoffvorkommen: das [[Salzbergbau|Salz]] (und der damit zusammenhängende [[Salzhandel]]) sowie der [[Goldbergbau|Goldabbau]] im [[Gasteiner Tal]] und im [[Zillertal]], das bis [[1803]] zum [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]] gehörte. Die Abbaumengen waren damals die größten in ganz Mitteleuropa. | + | Den Reichtum des Fürsterzbistums bildeten vor allem zwei Rohstoffvorkommen: das [[Salzbergbau|Salz]] (und der damit zusammenhängende [[Salzhandel]]) sowie der [[Goldbergbau|Goldabbau]] im [[Gasteiner Tal]] und im [[Zillertal]], das bis [[1803]] zum [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Fürsterzbistum|Fürsterzbistum]] gehörte. Die Abbaumengen waren damals die größten in ganz Mitteleuropa. |
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| | [[1462]] und [[1525]]/[[1526|26]] kam es zu [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauernaufständen]]. In diese Zeit fällt auch die Legende von den "[[Salzburger Stierwascher]]n". | | [[1462]] und [[1525]]/[[1526|26]] kam es zu [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauernaufständen]]. In diese Zeit fällt auch die Legende von den "[[Salzburger Stierwascher]]n". |
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| − | Unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] erlebte Salzburg eines seiner dunkelsten geschichtlichen Kapitel: [[1731]]/[[1732|32]] die [[Protestantenvertreibung|Landesverweisung]] von rund 20.000 Protestanten ("[[Salzburger Exulanten]]"). | + | Unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] erlebte Salzburg eines seiner dunkelsten geschichtlichen Kapitel: [[1731]]/[[1732|32]] die [[Protestantenvertreibung|Landesverweisung]] von rund 20 000 Protestanten ("[[Salzburger Exulanten]]"). |
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| − | In Folge der Napoleonischen Kriege in Europa verlor Salzburg im Jahr [[1803]] seine staatliche Souveränität. | + | In Folge der [[Salzburg unter Napoleon|Napoleonischen Kriege]] in Europa verlor Salzburg im Jahr [[1803]] seine staatliche Souveränität. |
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| − | [[1803]] kam das Fürstentum Salzburg als [[Säkularisierung|säkularisiertes]] [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] an den Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]]. [[1810]] wurde Salzburg [[Bayern]] zugesprochen und schließlich [[1816]] (nach dem Wiener Kongress) wurde es ohne [[Berchtesgaden]] und ohne den [[Rupertiwinkel]] endgültig ein Teil von [[Österreich]]. [[1816]] bis [[1849]] gehörte es als [[Salzburgkreis]] zu [[Österreich ob der Enns]]. [[1849]] wurde es [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronland]]. [[1920]] wurde Salzburg, im Zuge der staatlichen Rechtsformänderung von der Monarchie zur Republik, ein Bundesland von Österreich.
| + | 1803 kam das Fürstentum Salzburg als [[Säkularisierung|säkularisiertes]] [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] an den Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]]. [[1810]] wurde Salzburg [[Bayern]] zugesprochen und schließlich [[1816]] (nach dem Wiener Kongress) wurde es ohne [[Berchtesgaden]] und ohne den [[Rupertiwinkel]] endgültig ein Teil der [[Habsburgermonarchie]]. 1816 bis [[1849]] gehörte es als [[Salzburgkreis]] zu [[Österreich ob der Enns]]. [[1849]] wurde es [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronland]]. [[1920]] wurde Salzburg, im Zuge der staatlichen Rechtsformänderung von der Monarchie zur Republik, ein Bundesland von Österreich. |
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| | Das kirchliche [[Erzbistum Salzburg]] selbst wurde [[1807]] auf das Gebiet des Landes Salzburg und das östliche [[Nordtirol]] beschränkt und in diesem Umfang [[1818]] und [[1825]] neu organisiert. [[1831]] gab es Land Salzburg drei Städte, 21 Märkte, 734 Dörfer und 29 029 Häuser. | | Das kirchliche [[Erzbistum Salzburg]] selbst wurde [[1807]] auf das Gebiet des Landes Salzburg und das östliche [[Nordtirol]] beschränkt und in diesem Umfang [[1818]] und [[1825]] neu organisiert. [[1831]] gab es Land Salzburg drei Städte, 21 Märkte, 734 Dörfer und 29 029 Häuser. |
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| | ==== Landespolitik ==== | | ==== Landespolitik ==== |
| − | Die Politik im Salzburger Land wurde nach Kriegsende lange von der [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] dominiert, die von [[1945]] bis [[2004]] alle [[Landeshauptmann|Salzburger Landeshauptleute]] stellte. Von [[2004]] bis [[2013]] war die [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] die stärkste [[Landtag]]<nowiki>spartei</nowiki> und stellte mit [[Gabi Burgstaller]] die Landeshauptfrau. Die [[Landtagswahl 2013]] führte im Gefolge des [[Finanzskandal 2012 in der Finanz- und Vermögensverwaltung des Landes|Finanzskandals 2012]] zu geänderten Kräfteverhältnissen: Die SPÖ fiel von 39,4% auf 23,8% der Wählerstimmen, die ÖVP (29%) ist, wenn auch deutlich geschwächt, mit [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]] wieder Landeshauptmannpartei, die [[Grüne]]n (20%) überholten die in Salzburg traditionell starken [[FPÖ|Freiheitlichen]] (17%), mit 8,34% der Stimmen zog auch das [[Team Stronach]] in den Landtag ein. Die [[Landesregierung]] wird von einer Koalition aus ÖVP, [[Die Grünen Salzburg|Grünen]] und Team Stronach getragen. | + | Die Politik im Salzburger Land wurde nach Kriegsende lange von der [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] dominiert, die von [[1945]] bis [[2004]] alle [[Landeshauptmann|Salzburger Landeshauptleute]] stellte. Von [[2004]] bis [[2013]] war die [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] die stärkste [[Landtag]]<nowiki>spartei</nowiki> und stellte mit [[Gabi Burgstaller]] die Landeshauptfrau. Die [[Landtagswahl 2013]] führte im Gefolge des [[Finanzskandal 2012 in der Finanz- und Vermögensverwaltung des Landes|Finanzskandals 2012]] zu geänderten Kräfteverhältnissen: Die SPÖ fiel von 39,4 % auf 23,8 % der Wählerstimmen, die ÖVP (29%) ist, wenn auch deutlich geschwächt, mit [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]] wieder Landeshauptmannpartei, die [[Grüne]]n (20 %) überholten die in Salzburg traditionell starken [[FPÖ|Freiheitlichen]] (17 %), mit 8,34 % der Stimmen zog auch das [[Team Stronach]] in den Landtag ein. Die [[Landesregierung]] wird von einer Koalition aus ÖVP, [[Die Grünen Salzburg|Grünen]] und Team Stronach getragen. |
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| − | Nach der [[Landtagswahl 2018]] wurde die ÖVP mit 37,8% wieder Stimmenstärkste Partei, die SPÖ fiel weiter auf 20%, die FPÖ kam auf 18,8%, die Grünen stürzten auf 9,3% ab und die [[NEOS]] kamen beim ersten antretten auf 7,3%. Daraus folgte eine Regierungskoalition von ÖVP-Grüne-Neos -der sogenaten Dirndlkoalition- Landeshauptmann ist wieder Wilfried Haslauer. | + | Nach der [[Landtagswahl 2018]] wurde die ÖVP mit 37,8 % wieder Stimmenstärkste Partei, die SPÖ fiel weiter auf 20 %, die FPÖ kam auf 18,8 %, die Grünen stürzten auf 9,3 % ab und die [[NEOS]] kamen beim ersten Antreten auf 7,3 %. Daraus folgte eine Regierungskoalition von ÖVP-Grüne-Neos - der sogenaten Dirndlkoalition - Landeshauptmann ist wieder Wilfried Haslauer. |
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| | === Landeshauptmann === | | === Landeshauptmann === |
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| | === Landesregierung === | | === Landesregierung === |
| | : ''Hauptartikel: [[Landesregierung]] | | : ''Hauptartikel: [[Landesregierung]] |
| − | Die Salzburger Landesregierung ist eines der obersten Verwaltungsorgane des Landes Salzburg, zuständig für die Vollziehung von [[Salzburger Landesrecht|Landesgesetzen]]. Die Landesregierung besteht aus 7 Mitgliedern (Kollegialorgan), dem Landeshauptmann als Vorsitzenden, zwei [[Landeshauptmann-Stellvertreter]]n und vier [[Landesrat|Landesräten]]. Die Landesregierung wird vom Salzburger Landtag gewählt. | + | Die Salzburger Landesregierung ist eines der obersten Verwaltungsorgane des Landes Salzburg, zuständig für die Vollziehung von [[Salzburger Landesrecht|Landesgesetzen]]. Die Landesregierung besteht aus sieben Mitgliedern (Kollegialorgan), dem Landeshauptmann als Vorsitzenden, zwei [[Landeshauptmann-Stellvertreter]]n und vier [[Landesrat|Landesräten]]. Die Landesregierung wird vom Salzburger Landtag gewählt. |
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| | === Amt der Salzburger Landesregierung === | | === Amt der Salzburger Landesregierung === |
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| | === Landeswappen === | | === Landeswappen === |
| | [[Datei:325px-Salzburg Wappen.png|thumb|150 px|Das 'Salzburger Wappen' oder 'Salzburger Landeswappen']] | | [[Datei:325px-Salzburg Wappen.png|thumb|150 px|Das 'Salzburger Wappen' oder 'Salzburger Landeswappen']] |
| − | Das [[Salzburger Landeswappen|Wappen des Landes Salzburg]] ist das ''historische Wappen''. Es besteht aus einem gekrönten gespaltenen Schild: rechts in Gold ein aufrechter, nach rechts gewendeter schwarzer Löwe, links in Rot ein silberner Balken." Am oberen Schildrand ruht außerdem der Fürstenhut mit fünflappigem Hermelinstulp samt purpurner Haube, darauf drei perlenbesetzte Spangen, inmitten der goldene Reichsapfel. <ref>[http://www.salzburg.gv.at/salzburgimages_landessymbole_landeswappen-aktuell www.salzburg.gv.at/ Landessymbole und Landeswappen]</ref> | + | Das [[Salzburger Landeswappen|Wappen des Landes Salzburg]] ist das ''historische Wappen''. Es besteht aus einem gekrönten gespaltenen Schild: rechts in Gold ein aufrechter, nach rechts gewendeter schwarzer Löwe, links in Rot ein silberner Balken." Am oberen Schildrand ruht außerdem der Fürstenhut mit fünflappigem Hermelinstulp samt purpurner Haube, darauf drei perlenbesetzte Spangen, inmitten der goldene Reichsapfel.<ref>[http://www.salzburg.gv.at/salzburgimages_landessymbole_landeswappen-aktuell www.salzburg.gv.at/ Landessymbole und Landeswappen]</ref> |
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| | === Politische Bezirke === | | === Politische Bezirke === |
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| | === Gemeinden === | | === Gemeinden === |
| − | Das Land Salzburg gliedert sich in 119 [[Liste der Gemeinden im Bundesland Salzburg|(Orts-)Gemeinden]]. Davon sind 84 (Orts-) Gemeinde. 24 Gemeinden mit mehr als 1 000 Einwohnern sind Märkte bzw. Marktgemeinden. 10 Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern sind Städte bzw. Stadtgemeinden. 1 Gemeinde ist Stadt mit eigenem Statut oder Statutarstadt. | + | Das Land Salzburg gliedert sich in 119 [[Liste der Gemeinden im Bundesland Salzburg|(Orts-)Gemeinden]]. Es sind 84 Gemeinden, 24 Gemeinden mit mehr als 1 000 Einwohnern sind Märkte bzw. Marktgemeinden sowie zehn Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern sind Städte oder Stadtgemeinden. Eine Gemeinde ist Stadt mit eigenem Statut (Statutarstadt). |
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| | ==== Städte oder Gemeinden mit Stadtrecht ==== | | ==== Städte oder Gemeinden mit Stadtrecht ==== |
| − | * [[Salzburg]], 153 363 Ew. (Stand 1. Jänner 2018), Stadt mit eigenem Statut oder Statutarstadt | + | * [[Salzburg]], 153 363 Ew. (Stand 1. Jänner 2018), Stadt mit eigenem Statut |
| | * [[Bischofshofen]], 10 541 Ew. (Stand 1. Jänner 2018) | | * [[Bischofshofen]], 10 541 Ew. (Stand 1. Jänner 2018) |
| | * [[Hallein]], 21 148 Ew. (Stand 1. Jänner 2018) | | * [[Hallein]], 21 148 Ew. (Stand 1. Jänner 2018) |
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| | == Sehenwürdigkeiten (Auswahl)== | | == Sehenwürdigkeiten (Auswahl)== |
| | :'' siehe auch [[Portal:Tourismus]]'' | | :'' siehe auch [[Portal:Tourismus]]'' |
| − | * [[Flachgau]]: [[Kollegiatstift Mattsee]] – [[Stille Nacht Kapelle]] und [[Wallfahrtskirche Maria Bühel]] in [[Oberndorf bei Salzburg]] – [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] in [[Bergheim]] – [[Salzburger Freilichtmuseum]] – [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]]
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| − | * [[Tennengau]]: [[Salzwelten Hallein bei Salzburg]] – [[Keltenmuseum Hallein]] und [[Keltendorf|Keltendorf Dürrnberg]] – [[Lammeröfen]] in [[Scheffau am Tennengebirge]] – [[Gollinger Wasserfall]]
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| − | * [[Pongau]]: [[Eisriesenwelt]] – [[Festung Hohenwerfen]] – [[Schaubergwerk Arthurstollen]] – [[Liechtensteinklamm]] in [[St. Johann im Pongau]]
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| − | * [[Pinzgau]]: [[Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal]] in [[St. Martin bei Lofer]] – [[Kitzlochklamm]] in [[Taxenbach]] – [[Großglockner Hochalpenstraße]] – [[Gerlos Alpenstraße]] – [[Tauernkraftwerke Kaprun]] – [[Krimmler Wasserfälle]] – [[Lamprechtshöhle]] in [[St. Martin bei Lofer]] – [[Bergbaumuseum Leogang]] - [[WasserWelten Krimml]];
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| − | *[[Lungau]]: [[Taurachbahn]] – [[Burg Mauterndorf]] – [[Schloss Moosham]] – [[Prangstangen]]
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| | ==Wirtschaft== | | ==Wirtschaft== |
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| | '''Persönlichkeiten Kulinarik''' | | '''Persönlichkeiten Kulinarik''' |
| | + | * [[Walter Grüll]], Österreichs erster [[Stör]]-[[Kaviar]]-Produzent |
| | * [[Karl Obauer|Karl]] und [[Rudi Obauer]], Haubenköche | | * [[Karl Obauer|Karl]] und [[Rudi Obauer]], Haubenköche |
| | * [[Johanna Maier]], Haubenköchin | | * [[Johanna Maier]], Haubenköchin |