| | Eine sehr schöne, naturgetreue Nachbildung des damaligen Ortszentrums mit den Werkshäusern und dem Kohlenmeiler, um die Zeit von etwa 1800, wurde von Franz Reichl geschaffen. (Das Relief wird zu Beginn der Museumsführung audiovisuell vorgestellt). | | Eine sehr schöne, naturgetreue Nachbildung des damaligen Ortszentrums mit den Werkshäusern und dem Kohlenmeiler, um die Zeit von etwa 1800, wurde von Franz Reichl geschaffen. (Das Relief wird zu Beginn der Museumsführung audiovisuell vorgestellt). |
| | Sein Urgroßvater war der vorher erwähnte Franz Reichl, der letzte Überlebende der Werksgeneration. | | Sein Urgroßvater war der vorher erwähnte Franz Reichl, der letzte Überlebende der Werksgeneration. |
| | Nach der Stilllegung des Hammerwerkes Ebenau 1870 - 1875 verödete der einst blühende Werksort fast gänzlich. Man sah keine rauchenden Schlote, hörte kein Dröhnen der großen Hämmer. Nur von Arbeitern verlassene Werkstätten. Keine Kohlen, keine Floße und Wasenfuhrwerke. Die Arbeiter wanderten ab, da für sie in Ebenau keine Verdienstmöglichkeit mehr bestand. Die frei gewordene Arztstelle wurde nicht mehr besetzt und der Gendarmerieposten nach Faistenau verlegt. Die umliegenden Bauern, auch die aus der Nachbargemeinde Koppl kamen um ihren Verdienst, da die Zufuhr von Roherzen, sowie Gallmay vom Gebirge total zum Stillstand kam. Schwer getroffen wurden auch jene Bauern aus Ebenau, Faistenau, Hintersee und Fuschl, welche auf Holzkohlen - Erzeugung eingestellt waren. Das Werk benötigte doch für die Schmelzöfen eine Unmenge von Holzkohlen, da zur damaligen Zeit keine Steinkohlen zur Verfügung standen. Holzkohle benötigte man nicht bloß zur Heizung von Schmelzöfen und dergleichen, sondern auch zur Erzeugung von Messing. | | Nach der Stilllegung des Hammerwerkes Ebenau 1870 - 1875 verödete der einst blühende Werksort fast gänzlich. Man sah keine rauchenden Schlote, hörte kein Dröhnen der großen Hämmer. Nur von Arbeitern verlassene Werkstätten. Keine Kohlen, keine Floße und Wasenfuhrwerke. Die Arbeiter wanderten ab, da für sie in Ebenau keine Verdienstmöglichkeit mehr bestand. Die frei gewordene Arztstelle wurde nicht mehr besetzt und der Gendarmerieposten nach Faistenau verlegt. Die umliegenden Bauern, auch die aus der Nachbargemeinde Koppl kamen um ihren Verdienst, da die Zufuhr von Roherzen, sowie Gallmay vom Gebirge total zum Stillstand kam. Schwer getroffen wurden auch jene Bauern aus Ebenau, Faistenau, Hintersee und Fuschl, welche auf Holzkohlen - Erzeugung eingestellt waren. Das Werk benötigte doch für die Schmelzöfen eine Unmenge von Holzkohlen, da zur damaligen Zeit keine Steinkohlen zur Verfügung standen. Holzkohle benötigte man nicht bloß zur Heizung von Schmelzöfen und dergleichen, sondern auch zur Erzeugung von Messing. |
| | Der Aufstieg des Ebenauer Werkes kann bis 1870 angenommen werden, denn um diese Zeit wurde noch die Dampfanlage vergrößert und eine neue, hohe Esse gebaut, ein Dampfhammer aufgestellt und freudig bestaunt, vieles verbessert und modernisiert. Rasch, sehr rasch jedoch ging es abwärts. Die exponierte Lage und die Umgebung von Ebenau beim Bahnbau und die sich bildenden großen Konzerne gaben dem noch 1872 blühenden, industriellen Leben den Todesstoß. | | Der Aufstieg des Ebenauer Werkes kann bis 1870 angenommen werden, denn um diese Zeit wurde noch die Dampfanlage vergrößert und eine neue, hohe Esse gebaut, ein Dampfhammer aufgestellt und freudig bestaunt, vieles verbessert und modernisiert. Rasch, sehr rasch jedoch ging es abwärts. Die exponierte Lage und die Umgebung von Ebenau beim Bahnbau und die sich bildenden großen Konzerne gaben dem noch 1872 blühenden, industriellen Leben den Todesstoß. |