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==Leben==
 
==Leben==
 
====Seine Kinderjahre====
 
====Seine Kinderjahre====
Alexander wird in eine preußische Offiziersfamilie (sein Vater ist der preußische Offizier und königliche Kammerherr Alexander Georg von Humboldt) hineingeboren. Seine Mutter Marie Elisabeth entstammt einer französischen Hugenottenfamilie, die den Namen Colomb, französisch für Columbus, trägt. Er wächst bei Berlin in Schloss Tegel gemeinsam mit seinem älteren Bruder Wilhelm von Humboldt, dem späteren Sprachforscher, Erziehungsminister und Gründer der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin, auf.  
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Alexander wurde in eine preußische Offiziersfamilie hineingeboren. Seine Mutter Marie Elisabeth entstammte einer französischen Hugenottenfamilie, die den Namen Colomb, französisch für Columbus, trägt. Humboldt wuchs in Schloss Tegel bei Berlin in Schloss Tegel gemeinsam mit seinem älteren Bruder Wilhelm von Humboldt, dem späteren Sprachforscher, Erziehungsminister und Gründer der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin, auf.  
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Einer seiner Erzieher, Joachim Heinrich Campe, begeistert Alexander schon bald für die großen Entdeckungsreisenden seiner Zeit wie James Cook oder La Condamine. Als er sieben ist, stirbt sein Vater, das Verhältnis zu seiner Mutter bleibt zeitlebens kühl. Alexander sucht Trost im Berliner Salon von Henriette Herz, mit der ihn eine tiefe Freundschaft verbindet.  
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Schon bald konnte einer der Erzieher Humboldts, Joachim Heinrich Campe, Alexander für die großen Entdeckungsreisenden seiner Zeit begeistern, wie etwa jene von James Cook oder La Condamine. Doch als Alexander sieben Jahre alt war, starb sein Vater und das Verhältnis zu seiner Mutter war und blieb sein ganzen Leben kühl. Im Berliner Salon von Henriette Herz findet er Halt. Eine tiefe Freundschaft ging daraus hervor.
    
====Die Studienzeit von 1787 bis 1792====
 
====Die Studienzeit von 1787 bis 1792====
Es war der Wunsch seiner Mutter, dass Humboldt Kameralistik in Frankfurt an der Oder studieren sollte, das zur Vorbereitung für den preußischen Verwaltungsdienst diente. Aber schon nach wenigen Monaten kehrt er nach Berlin zurück und nimmt Privatunterricht in Physik, Mathematik, Zeichnen, Griechisch und Philosophie. Von Karl Ludwig Willdenow wird er in die Botanik eingeführt.  
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Seine Mutter wollte, dass Humboldt Kameralistik in Frankfurt an der Oder studierte, eine Vorbereitung für den preußischen Verwaltungsdienst. Doch nach nur wenigen Wochen beendete er seine Studien und ging nach Berlin zurück. Allerdings erhielt er dort Privatunterricht in Physik, Mathematik, Philosophie, Zeichnen und Griechisch. Erste Unterweisungen in der Botanik gab Karl Ludwig Willdenow. Schließlich immatrikulierte sich [[1789]] Alexander an der Universität Göttingen, einem damaligen Zentrum der wissenschaftlichen Aufklärung in Deutschland. Er studierte Chemie und Physik. Dabei logierte er im selben Haus wie der damals noch junge Fürst Metternich (später Aussenmininister Österreichs). Und er lernte Georg Forster kennen, der James Cook auf dessen zweiten Weltumseglung begleitet hatte. In dessen Begleitung reiste Humboldt [[1790]] von Mainz über Köln, Brüssel und Amsterdam nach England. Dabei gelangten sie auf ihrer Rückreise ins revolutionäre Paris, Frankreich. Später meinte Humboldt, die wenigen Tage dort waren wohl die eindrucksvollsten seines Lebens gewesen.
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[[1789]] immatrikuliert sich Alexander an der Universität Göttingen, dem Zentrum der wissenschaftlichen Aufklärung in Deutschland. Dort studiert er Chemie und Physik, wohnt in demselben Haus wie der junge Fürst Metternich, der spätere Außenmininister Österreichs und lernt er Georg Forster kennen, der James Cook auf dessen zweiter Weltumseglung begleitete. Mit Forster reist Humboldt dann [[1790]] von Mainz über Köln, Brüssel und Amsterdam nach England. Auf der Rückreise kommen sie ins revolutionäre Paris, Frankreich. Humboldt bezeichnet die wenigen Tage dort als die eindrucksvollsten seines Lebens.
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Von August 1790 bis April [[1791]] besuchte er die Handelsakademie in Hamburg. In diese Zeit fielen auch seine erste Publikation, mineralogische Beobachtungen über Basalte am Rhein. Es waren dann die ersten Anerkennungsmomente in der Weltöffentlichkeit.
 
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Diese Reise machte ihm so richtig Lust auf das Reisen. Von August 1790 bis April [[1791]] besucht er die Handelsakademie von J. G. Büsch in Hamburg. Seine erste Publikation, Mineralogische Beobachtungen über einige Basalte am Rhein, bringt ihm Anerkennung über Fachkreise hinaus.
      
====Im preußischen Bergdienst von 1791 bis 1796====
 
====Im preußischen Bergdienst von 1791 bis 1796====
Da er sich nach außen hin immer noch dem Wunsch seiner Mutter beugt, nimmt Humboldt im Juni 1791 das Studium des Bergbaus an der Bergakademie in Freiberg in Sachsen auf. Seine eigentlich glänzende Karriere im Staatsdienst beginnt: Im März [[1792]] wird er zum Assessor im preußischen Bergdepartement ernannt, Anfang [[1793]] als Oberbergmeister mit der Leitung des Bergbaus der fränkischen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth betraut. Dabei gelingt es ihm schon in kurzer Zeit, die wirtschaftlich darnieder liegenden Bergwerke wieder profitabel zu machen.  
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Sich noch immer dem Willen  seiner Mutter beugend, begann Humboldt im Juni 1791 das Studium des Bergbaus an der Bergakademie in Freiberg in Sachsen. Parallel begann eine dem Grunde nach glänzende Karriere im Staatsdienst: Im März [[1792]] zum Assessor im preußischen Bergdepartement ernannt, Anfang [[1793]] als Oberbergmeister Leiter des Bergbaus der fränkischen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth. Dabei gelingt es ihm schon in kurzer Zeit, die wirtschaftlich darnieder liegenden Bergwerke wieder profitabel zu machen.  
    
Er gründet aus eigenen Mitteln die Freie Königliche Bergschule in Bad Steben,  Frankenwald, die erste Arbeiter-Ausbildungsschule in Deutschland. Er verbessert auch die Arbeitsbedingungen der Grubenarbeiter was ihre Gesundheit angeht: er erfindet ein Atmungsgerät, den Vorläufer der Gasmaske, sowie verschiedene Sicherheitslampen. In Anerkennung seiner Leistungen wird Humboldt zum Oberbergrat befördert.  
 
Er gründet aus eigenen Mitteln die Freie Königliche Bergschule in Bad Steben,  Frankenwald, die erste Arbeiter-Ausbildungsschule in Deutschland. Er verbessert auch die Arbeitsbedingungen der Grubenarbeiter was ihre Gesundheit angeht: er erfindet ein Atmungsgerät, den Vorläufer der Gasmaske, sowie verschiedene Sicherheitslampen. In Anerkennung seiner Leistungen wird Humboldt zum Oberbergrat befördert.