Festungskünstler
Die sogenannten Festungskünstler waren Künstler, die in den 1950er-Jahren ihre Ateliers auf der Festung Hohensalzburg hatten.
Die Festungskünstler
Mit dem aus Berlin zugewanderten und bereits arrivierten Keramiker Arno Lehmann bekam Sepp Hödlmoser 1949/1950 Gesellschaft in der Festung Hohensalzburg. Auch er - wie Hödlmoser - ein Exzentriker, mit dem Unterschied, dass Arno Lehmanns Werk unumstritten war. Alois Lindner, ein noch unbekannter junger Antiquitätenschnitzer und Bildhauer aus Tirol, erweiterte den Personenkreis der sogenannten Festungskünstler. Gemeinsam mit ihm arbeitete Sepp Hödlmoser an der Gestaltung des Wappensaales des Festungsrestaurants. Dieses "Künstlerdreigespann", dominiert von Arno Lehmann, stand abseits vom Rest der Salzburger Kunstszene. Die Festungskünstler waren aber keineswegs eine homogene Gruppe, was schon wegen der Distanziertheit Arno Lehmanns und des Separatismus Sepp Hödlmosers nicht möglich war. Sepp Hödlmosers esoterischen Neigungen wurden durch Arno Lehmanns Einwirkung verstärkt. Auch seine Form- und Farbexperimente standen unter Lehmanns Einfluss.
Anfang der 2000er-Jahre war Leon Einberger ein Festungskünstler.
Quelle
- SALZBURGWIKI-Artikel Sepp Hödlmoser