Dokumentationszentrum Obersalzberg
Das Dokumentationszentrum Obersalzberg befindet sich am Obersalzberg im Berchtesgadener Land in Bayern und beschäftigt sich mit den Vorgängen im Dritten Reich unter Adolf Hitler am Obersalzberg.

Beschreibung
Das Dokumentationszentrum Obersalzberg wurde 1999 eröffnet und das Gebäude steht auf den Fundamenten des ehemaligen Regierungsgästehauses Hoher Göll. Das Institut für Zeitgeschichte München rechnete mit 30 000 Besuchern im Jahr, gekommen waren bis durchschnittlich 160 000.
Folgende Themen werden behandelt:
- Der Obersalzberg
- Führermythos und Führerkult
- Akteure des Regimes
- Die deutsche Volksgemeinschaft
- Der Terror und Vernichtungsapparat
- Rassenpolitik, Judenverfolgung und Völkermord
- Widerstand und Emigration
- Hitlers Außenpolitik
- Der Zweite Weltkrieg
- Bunkeranlage
Die Ausstellung umfaßt fast 1000 Originalfotos, Dokumente, Plakate, Film und Tonaufnahmen.
Die Bevölkerung der Region bekundete 2012 ihren Wunsch, dass in Zukunft in der Ausstellung mehr über die Zeit vor und nach dem 1933 verordneten sogenannten Führersperrgebiet zu erfahren ist. Dem wurde inzwischen in der Ausstellung Rechnung getragen.
2013: Kündigung aller 22 Besucherführer des Zentrums
Am 29. Oktober 2013 wurde bekannt, dass Dokumentationszentrum Obersalzberg seine Besucherführer wegen des Verdachts der Scheinselbstständigkeit zum Monatsende Oktober gekündigt hat. Ab Anfang November 2013 werden keine Rundgänge mehr angeboten.
Ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums, das für die Liegenschaften zuständig ist, bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Betroffen sind 22 Männer und Frauen, darunter zehn Salzburger (u. a. der Halleiner Historiker Wolfgang Wintersteller]). Einige von ihnen arbeiten dort seit Jahren. Weil die Rechtslage aber unklar sei, könnten die Verträge nicht bestehenbleiben, sagte eine Institutssprecherin der Zeitung. "Wir haben eine andere Auffassung als der Sozialversicherungsträger."
Das Problem ist, dass sich das Institut zwar sicher, dass die Mitarbeiter selbstständig und freiberuflich durch das Dokuzentrum führen. Die deutsche Rentenversicherung sieht das aber anders und spricht von Scheinselbstständigkeit, bei der Sozialversicherungsbeiträge unterschlagen werden. Nun müssen Gerichte klären, wer Recht hat.Das Institut hat gegen die Rechtsauffassung der Rentenversicherung geklagt. Aber aufgrund der derzeitigen, unklaren Rechtslage hätten die Verträge nicht weitergeführt werden können und man musste die Mitarbeiter kündigen.
Die bisherige Praxis sei bewährt und erfolgreich und die Situation in dem Dokuzentrum Obersalzberg sei sicher kein Einzelfall. Das Doku-Zentrum besuchen pro Jahr rund 160&nbps;000 Menschen.
Bildergalerie
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Dokumentationszentrum Obersalzberg, Eingang
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Darstellung im Eingangsbereich
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Bunkeranlage, Beschreibung
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Bunkereingang am Obersalzberg
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Im Bunkersystem
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Verbindungsgang im Stollensystem
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Gesamtplan der Bunkeranlage
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Bunkerräume
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Ehemaliger Aktenraum
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Obersalzberg, Ausstellungskoje im Dokumentationszentrum
Weblinks
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 19. September 2012
- 2013 - Kündigungen: