Salzburgleitung
Als Salzburgleitung wird die 380-kV Freileitung von St. Peter/Hart (Oberösterreich, Innviertel) bis zum Umspannwerk Tauern (Salzburg, Pinzgau) bezeichnet. Mit der Salzburgleitung wird das letzte offene Teilstück in dem für die Stromversorgung Österreichs nötigen Übertragungsnetz (380-kV Ring) geschlossen. Die zu geringe Kapazität der bestehenden Leitungen führt beim Stromtransfer zwischen dem Norden und dem Süden des Landes zu erheblichen Problemen. Errichter ist die VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG), ein Tochterunternehmen des Verbund. Dieses Unternehmen steht mit 51 Prozent im Eigentum der Republik Österreich.
Das Projekt zwischen St.Peter am Hart (Obrösterrich) und Elixhausen (Salzburg, Flachgau) wurde im März 2007 nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung von den Behörden der Länder Oberösterreich und Salzburg genehmigt. Gegen diese Entscheidung wurde von Gegnern der Freileitung berufen, eine endgültige Entscheidung muss der Umweltsenat innerhalb von sechs Monaten treffen.
Die Salzburgleitung ist durchgehend als Freileitung und großteils auf der bereits bestehenden Trasse geplant. Eine – auch nur teilweise – unterirdische Verkabelung ist laut den Errichtern aus technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gründen nicht sinnvoll.
Die Gegner der Freileitung fordern eine – zumindest teilweise – Verkabelung und berufen sich darauf, dass es weltweit zahlreiche Beispiele für unterirdische Verkabelungen von Leitungen mit 380 kV und mehr gibt. Die Errichter der Salzburgleitung verweisen darauf, dass es sich bei den angeführten Fallbeispielen um Versorgungsleitungen (z.B. großer Städte) handelt, deren Kapazität bei einem Ausfall durch eine Vielzahl paralleler Zuleitungen ersetzt werden kann. Bei der Salzburgleitung handelt es sich jedoch um eine Übertragungsleitung. Bei einer Panne bestehe die Gefahr eines österreich- oder europaweiten black-outs. Die Reparatur einer unterirdischen Kabelleitung dauert im Schnitt zwanzig mal so lange wie die einer Freileitung.
Siehe auch: Projekt Salzburgleitung