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| | [[Datei:Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter 1740 Detail Nr 08 Hofstall Pferdeschwemme.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter]], ca. [[1740]]]] | | [[Datei:Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter 1740 Detail Nr 08 Hofstall Pferdeschwemme.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter]], ca. [[1740]]]] |
| | [[Datei:Pferdeschwemme nachts.jpg|thumb|Nachts während der [[Salzburger Festspiele|Festspielzeit]]]] | | [[Datei:Pferdeschwemme nachts.jpg|thumb|Nachts während der [[Salzburger Festspiele|Festspielzeit]]]] |
| − | Die '''Marstallschwemme''', eine der beiden erhaltenen Salzburger [[Pferdeschwemme]]n, wurde im Zuge der Neugestaltung des [[Hofmarstall|Hofmarstalles]] durch [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] angelegt. | + | Die '''Marstallschwemme''' oder die '''Pferdeschwemme''' ist nur eine der erhaltenen Salzburger [[Pferdeschwemme]]n. |
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| | == Lage == | | == Lage == |
| − | Sie befindet sich in der Salzburger [[Altstadt]] unmittelbar neben dem [[Sigmundstor]] am [[Herbert-von-Karajan-Platz]]. | + | Sie befindet sich am [[Herbert-von-Karajan-Platz]] nahe dem [[Sigmundstor]] in der Salzburger [[Altstadt]]. |
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| | == Name == | | == Name == |
| − | Die Pferdeschwemme heißt eigentlich Marstallschwemme, weil sie dem Hofmarstall zugehörig war. Aus (möglicher) Unkenntnis der anderen Pferdeschwemmen wird diese Schwemme in der Bevölkerung schlicht als "Pferdeschwemme" bezeichnet. | + | Die Pferdeschwemme ist eigentlich die 'Marstallschwemme', weil sie zum [[Hofmarstall]] gehört. Aus (möglicher) Unkenntnis der anderen Pferdeschwemmen wird diese Schwemme in der Bevölkerung schlicht als 'Pferdeschwemme' bezeichnet. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst Graf Thun]] ließ [[1696]] hier eine zum hochfürstlichen Pferdemarstall gehörende Schwemme (Bad) für die Pferde errichten. Da aber zwischen der Pferdeschwemme und dem [[Mönchsberg]] schon das Magazingebäude für den Marstall stand, wurde die Pferdeschwemme mit einer eigenen Rückwand versehen. Die Schauwand mit kunstvollen Pferdefresken stammt in der Erstanlage ebenfalls aus der Zeit Fischer von Erlachs. Neu gestaltet wurden die Gliederung der Schauwand und ihre heutige Seccomalerei vom namhaften Salzburger [[Barock]]<nowiki>maler</nowiki> [[Franz Anton Ebner]] unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] im Jahr [[1732]]. Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s wurde die Secco-Malerei übertüncht. Und Fensterdurchbrüche für die dahinter gelegene Militärbäckerei angelegt. Diese Malerei wurde in den Jahren 1915 bis 1917 durch den aus Vorarlberg stammenden Restaurator Florus Scheel wieder freigelegt, die Fehlstellen wurden anhand der im [[Salzburg Museum|Salzburger Museum Carolino-Augusteum]] erhaltenen Entwürfe rekonstruiert. | + | [[1696]] ließ [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst Graf Thun]] hier im Zuge der Erweiterung des Hofmarstalles eine Schwemme (Bad) für die Pferde nach Plänen von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] errichten. Weil am [[Mönchsberg]] schon das Magazingebäude für den Marstall stand, wurde die Pferdeschwemme mit einer eigenen Rückwand versehen, um dieses zu verbergen. Die Schauwand mit kunstvollen Pferdefresken stammt in der Erstanlage ebenfalls aus der Zeit Fischer von Erlachs. |
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| | + | Die Gliederung der Schauwand und ihre heutige Seccomalerei wurde im Jahr [[1732]] vom namhaften Salzburger [[Barock]]<nowiki>maler</nowiki> [[Franz Anton Ebner]] unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] neu gestaltet. Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s wurde die Secco-Malerei übertüncht und Fensterdurchbrüche für die dahinter gelegene Militärbäckerei angelegt. Diese Malerei wurde in den Jahren 1915 bis 1917 durch den aus Vorarlberg stammenden Restaurator Florus Scheel wieder freigelegt, die Fehlstellen wurden anhand der im [[Salzburg Museum|Salzburger Museum Carolino-Augusteum]] erhaltenen Entwürfe rekonstruiert. |
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| | + | == Beschreibung == |
| | Der ''Rossebändiger'', ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde als ein frühes Hauptwerk von [[Bernhard Michael Mandl]] geschaffen. Das Motiv des Pferdebändigers ist ein häufig dargestelltes Motiv, das den Wettstreit der Leidenschaft mit der überkommenen (aristokratischen) Ordnung symbolisiert. Die aus [[Marmor]] gefertigte besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. [[1732]] wurde diese Darstellung unter Fürsterzbischof Firmian um 90 Grad gedreht und mit einem neuen prunkvollen Sockel versehen, auf dem der Fürsterzbischof auch sein Wappen anbringen ließ. | | Der ''Rossebändiger'', ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde als ein frühes Hauptwerk von [[Bernhard Michael Mandl]] geschaffen. Das Motiv des Pferdebändigers ist ein häufig dargestelltes Motiv, das den Wettstreit der Leidenschaft mit der überkommenen (aristokratischen) Ordnung symbolisiert. Die aus [[Marmor]] gefertigte besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. [[1732]] wurde diese Darstellung unter Fürsterzbischof Firmian um 90 Grad gedreht und mit einem neuen prunkvollen Sockel versehen, auf dem der Fürsterzbischof auch sein Wappen anbringen ließ. |
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