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Hallo @Wolfgang, du schreibst: "Seit der Erblichkeit der Lehen im Jahr 1037 führten die Herren von Hagenau einen festen Familiennamen, um ihre Erbansprüche geltend machen zu können. Sie nannten sich dann nach ihrem Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, der nordwestlich von Freising lag." Dagegen spricht natürlich, daß Bischof Gottschalk den Namen schon trägt. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 18:24, 2. Dez. 2015 (CET)
 
Hallo @Wolfgang, du schreibst: "Seit der Erblichkeit der Lehen im Jahr 1037 führten die Herren von Hagenau einen festen Familiennamen, um ihre Erbansprüche geltend machen zu können. Sie nannten sich dann nach ihrem Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, der nordwestlich von Freising lag." Dagegen spricht natürlich, daß Bischof Gottschalk den Namen schon trägt. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 18:24, 2. Dez. 2015 (CET)
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Hallo @Hagenau. Das ist richtig, aber bei Bischof Gottschalk ist es ausschließlich als eine Herkunftsbezeichnung zu verstehen, also als Beinamen und noch nicht als (ver)erbbarer Familiennamen. Beinamen konnten sich damals bei einer Person auch zu Lebzeiten ändern, z.B. wenn er Besitzer eines neuen Lehens wurde. Kurzinfo aus wikipedia - Familiennamen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Familienname#Entwicklung_der_Familiennamen_in_Europa]  
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Hallo @Hagenau. Das ist richtig, aber bei Bischof Gottschalk ist es ausschließlich als eine Herkunftsbezeichnung zu verstehen, also als Beinamen und noch nicht als (ver)erbbarer Familiennamen. Er wird ja in den Urkunden nur einmal als "Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau" (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) genannt, und sonst als Bischof Gottschalk. Somit war dies korrekter Weise noch kein (in heutigem Sinn) Familienname, sondern eine Herkunftsbezeichnung, auch wenn er ein Hagenauer war. Beinamen konnten sich damals bei Personen auch zu Lebzeiten ändern, z.B. wenn sie Besitzer eines neuen Lehens wurden, oder woanders hinzogen.  
"Im 9. Jahrhundert wurde erstmals in Venedig ein Beiname vererbt. Diese Sitte breitete sich von dort aus im 10. Jahrhundert nach Norditalien und Südfrankreich aus. Im 11. Jahrhundert gelangte der Gebrauch nach Katalonien und Nordfrankreich, im 12. Jahrhundert nach England und in das Gebiet der Schweiz. Danach wurde der Gebrauch eines festen Familiennamens auch in den west- und süddeutschen Städten üblich."  
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Familiennamen in Deutschland hatten sich bei adeligen Familien jedoch bereits ab 1037 begonnen durchzusetzen, um damit eben ihre Erbansprüche geltend machen zu können.  
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Kurzinfo aus wikipedia - Familiennamen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Familienname#Entwicklung_der_Familiennamen_in_Europa]  
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"Im 9. Jahrhundert wurde erstmals in Venedig ein Beiname vererbt. Diese Sitte breitete sich von dort aus im 10. Jahrhundert nach Norditalien und Südfrankreich aus. Im 11. Jahrhundert gelangte der Gebrauch nach Katalonien und Nordfrankreich, im 12. Jahrhundert nach England und in das Gebiet der Schweiz. Danach wurde der Gebrauch eines festen Familiennamens auch in den west- und süddeutschen Städten üblich." Familiennamen in Deutschland hatten sich bei adeligen Familien jedoch bereits ab 1037 begonnen durchzusetzen, um damit eben ihre Erbansprüche geltend machen zu können.  
    
Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in Freisinger Urkunden erwähnt. Er wurde noch nicht mit dem Beinamen von Hagenau genannt, obwohl man annimmt, dass jener Guntpolt ebenfalls zur Sippe der Hagenauer gehört hat. An Hand von Leitnamen läßt sich eine Sippenzugehörigkeit ableiten, so wie bei dem Namen Guntpolt. Ein  Guntpold von Hagenau (der als Stammvater der Hagenauer gesehen wird) wurde 1068 in den Freisinger Urkunden als "de Hagenau" genannt. Erst seither finden wir den vererbten fixen Familiennamen "von Hagenau" in den Urkunden. Davor hatten sich Familienmitglieder möglicher Weise nach anderen Besitzungen genannt, d. h. davor waren die Beinamen variabel. [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 19:25, 2. Dez. 2015 (CET)
 
Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in Freisinger Urkunden erwähnt. Er wurde noch nicht mit dem Beinamen von Hagenau genannt, obwohl man annimmt, dass jener Guntpolt ebenfalls zur Sippe der Hagenauer gehört hat. An Hand von Leitnamen läßt sich eine Sippenzugehörigkeit ableiten, so wie bei dem Namen Guntpolt. Ein  Guntpold von Hagenau (der als Stammvater der Hagenauer gesehen wird) wurde 1068 in den Freisinger Urkunden als "de Hagenau" genannt. Erst seither finden wir den vererbten fixen Familiennamen "von Hagenau" in den Urkunden. Davor hatten sich Familienmitglieder möglicher Weise nach anderen Besitzungen genannt, d. h. davor waren die Beinamen variabel. [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 19:25, 2. Dez. 2015 (CET)