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==Geschichte==
 
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Funde ergeben Hinweise, dass bereits vor 7 000 Jahren am Salzberg bei Hallstatt [[Salz]] abgebaut wurde.
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Salzbergwerk Hallstatt
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[[1734]] wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten ''Kilb-Werk'' der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde.
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Geschichte
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Funde im Salzberg-Hochtal verweisen auf einen organisierten Salzbergbau in der Bronzezeit  um 1.500 vor Christus. Im Laufe der Jahrtausende entstand ein Stollensystem von etwa 4 000 Metern. Heute weiß man, dass etwa ein Monat für einen Meter Stollen an Zeitaufwand notwendig war. Da die taube Schicht[1] etwa 35 bis 65 Meter dick sind, benötigten die Menschen damals mehrere Jahre, um an das Salz zu gelangen.
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Seine Blütezeit erlebte der Abbau von Steinsalz etwa von 800 bis 400 v.Chr. In dieser Zeit entstand das berühmte Gräberfeld, nach welchem die prähistorische Epoche „Hallstattzeit“ benannt wurde. Im Salzberg-Hochtal wurden bisher fast 1500 Gräber freigelegt, welche Bestattungen vom 8. bis zum 4. Jahrhundert vor Christus aufwiesen. Die Funde von Bernstein und Elfenbein künden von weitreichenden Wirtschaftsbeziehungen der Salzproduzenten. Dass es nach Oberitalien wichtige Handelsbeziehungen gegeben haben muss, belegen edle Trinkgefäße. Es handelt sich dabei um die ältesten Hohlgläser, die bisher nördlich der Alpen gefunden wurden.
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Jahrhunderte nachdem der Abbau von Steinsalz in der Römerzeit erloschen war, nahm man im Mittelalter die Salzproduktion wieder auf. Dabei wurde das neu entwickelte Sinkwerkverfahren angewandt, bei dem man Süßwasser ins Innere des Berges leitete, welches das salzhaltige Gestein auslaugte. Aus der auf diese Weise  künstlich erzeugten Sole wurde ab etwa [[1300]] in der Hallstätter Saline Salz gesotten. Der Rudolfsturm, der den Eingang ins Salzberg-Hochtal bewachte, wurde [[1284]] errichtet und die Saline Hallstatt 1311 erstmals urkundlich erwähnt.
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[[1595]] wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem Hallstätter Bergwerk nach [[Ischl]] gebracht und im Sudwerk verarbeitet. [[1757]] wurde vom Hallstätter Johann Spielbichler der Gosauzwang errichtet, der die bis dahin frei über das Tal führende Soleleitung über sieben steinerne Pfeiler führte. Bis [[1607]] war dann die Soleleitung von Ischl nach Ebensee am Traunsee verlängert und man begann dort mit dem Salzsieden.
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[[1734]] wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten Kilb-Werk der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde.
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[[1846]] begann Johann Georg Ramsauer mit der systematischen Ausgrabung des Gräberfeldes im Salzberg-Hochtal. Die Saline Hallstatt wurde [[1965]] geschlossen. Das Bergwerk produziert bis heute Sole, die in die Saline Ebensee geleitet wird.
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Im Laufe der Jahrtausende entstand dann ein Stollensystem von etwa 4&nbsp;000 Metern. Heute weiß man, dass etwa ein Monat für einen Meter Stollen an Zeitaufwand notwendig war. Da die ''taube Schicht''<ref>nicht Salz führende Gesteinsschicht(en)</ref> etwa 35 bis 65 Meter dick sind, benötigten die Menschen damals mehrere Jahre, um an das Salz zu gelangen.
      
===Soleleitung===
 
===Soleleitung===