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Im Bausommer [[1934]] wurde nicht nur die Ausflugsstraße auf die Edelweißspitze vollendet, sondern auch die erste "Straßenverbindung" zwischen Salzburg und Kärnten fertig gestellt. Zumindest bis zum Fuschertörl wollte man im Herbst des gleichen Jahres die Straße eröffnen.  
 
Im Bausommer [[1934]] wurde nicht nur die Ausflugsstraße auf die Edelweißspitze vollendet, sondern auch die erste "Straßenverbindung" zwischen Salzburg und Kärnten fertig gestellt. Zumindest bis zum Fuschertörl wollte man im Herbst des gleichen Jahres die Straße eröffnen.  
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Eines Abends rief die Frau von Hofrat Wallack ihren Mann an und teilte ihm mit, dass Landeshauptmann Franz Rehrl am [[22. September]] beabsichtige, mit einem Krafwagen über die Scheitelstrecke der Straße nach Heiligenblut fahren zu wollen.
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Eines Abends rief die Frau von Hofrat Wallack ihren Mann an und teilte ihm mit, dass [[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl|Dr. Franz Rehrl]] am [[22. September]] beabsichtige, mit einem Krafwagen über die Scheitelstrecke der Straße nach Heiligenblut fahren zu wollen.
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Dieser Anruf kam am 19. September 1934. Wallack begann mit der Planung dieser Fahrt und erhielt plötzlich die Nachricht, dass zwischen Fuschertörl und Guttal die Strecke noch sehr schmal sei. Dort war bis zu diesem Tag nur ein Fußweg von einem Meter Breite vorhanden. Und im nördlichen Teil des Mittertörltunnels stand das (Bau-)Holz so dicht, dass man kaum durchgehen kann. Wie sollte man also diese Stellen mit einem Automobil passieren können?
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Dieser Anruf kam am [[19. September]] [[1934]]. Wallack begann mit der Planung dieser Fahrt und erhielt plötzlich die Nachricht, dass zwischen Fuschertörl und Guttal die Strecke noch sehr schmal sei. Dort war bis zu diesem Tag nur ein Fußweg von einem Meter Breite vorhanden. Und im nördlichen Teil des Mittertörltunnels stand das (Bau-)Holz so dicht, dass man kaum durchgehen kann. Wie sollte man also diese Stellen mit einem Automobil passieren können?
    
Fieberhaft arbeiteten die Ingenieure und Arbeiter in der verbleibenden Zeit, diese Hinternisse aus der Welt zu schaffen.  
 
Fieberhaft arbeiteten die Ingenieure und Arbeiter in der verbleibenden Zeit, diese Hinternisse aus der Welt zu schaffen.  
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Als Dr. Rehrl am 22. September morgens mit dem Steyr-Automobil in Ferleiten eintraf, konnte Wallack aber bereits melden, dass die schmalsten zu passierende Stellen ganz 165 cm breit seien! Ein paar bescheidene hölzerne "Triumphpforten" waren mit Tannengrün und Flaggen geschmückt. Sie kennzeichneten sehr provisorisch die einzelnen Baulosgrenzen.
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Als Dr. Rehrl am [[22. September]] morgens mit dem Steyr-Automobil in [[Ferleiten]] eintraf, konnte Wallack aber bereits melden, dass die schmalsten zu passierende Stellen ganz 165 cm breit seien! Ein paar bescheidene hölzerne "Triumphpforten" waren mit Tannengrün und Flaggen geschmückt. Sie kennzeichneten sehr provisorisch die einzelnen Baulosgrenzen.
    
Wallack kletterte in den Steyr 100 zu Dr. Rehrl. Ein Chefingenieur der Steyrwerke war der dritte Mann im Auto, sowie mehrere Kisten Zigaretten, die der Landeshauptmann an die Arbeiter an den Baustellen verteilen wollten.
 
Wallack kletterte in den Steyr 100 zu Dr. Rehrl. Ein Chefingenieur der Steyrwerke war der dritte Mann im Auto, sowie mehrere Kisten Zigaretten, die der Landeshauptmann an die Arbeiter an den Baustellen verteilen wollten.
    
Die Hinfahrt dauerte dann fünf Stunden, die Rückfahrt nur mehr eine Stunden und 56 Minuten.  
 
Die Hinfahrt dauerte dann fünf Stunden, die Rückfahrt nur mehr eine Stunden und 56 Minuten.  
Mit einem adaptierten "Steyr 100" Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw.  
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Mit einem adaptierten "Steyr 100" Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw.
    
==Die Eröffnung der Edelweißspitzen-Panoramastraße==
 
==Die Eröffnung der Edelweißspitzen-Panoramastraße==