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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Um [[1680]] sollte schon längst ein Schiff, welches einigen Salzburger Kaufleuten gehörte, im Hafen von [[Venedig]] eingetroffen sein. Es war wahrscheinlich voll beladen mit Gewürzen, doch es traf nicht im Hafen ein. Schließlich beschloss [[Johann Kaufmann|Johann Anton Kaufmann]], der damals Handelsgehilfe im [[Fuchs]]'schen Kontor zu Salzburg war, das Schiff zu kaufen. Er betete zum heiligen Antonius, seinem Namenspatron, und siehe da: Das Schiff traf bald im Hafen von Venedig ein! So war Johann Kaufmann nun ein reicher Handelsmann. Im Jahre [[1684]] kaufte er sich das [[Schloss Söllheim|Gut Söllheim]]. Als Dank an den heiligen Antonius ließ Kaufmann die Kapelle in [[Söllheim]] erbauen
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Um [[1680]] sollte schon längst ein Schiff, welches einigen Salzburger Kaufleuten gehörte, im Hafen von [[Venedig]] eingetroffen sein. Es war wahrscheinlich voll beladen mit Gewürzen, doch es traf nicht im Hafen ein. Schließlich beschloss [[Johann Kaufmann (Kaufmann)|Johann Anton Kaufmann]], der damals Handelsgehilfe im [[Fuchs]]'schen Kontor zu Salzburg war, das Schiff zu kaufen. Er betete zum heiligen Antonius, seinem Namenspatron, und siehe da: Das Schiff traf bald im Hafen von Venedig ein! So war Johann Kaufmann nun ein reicher Handelsmann. Im Jahre [[1684]] kaufte er sich das [[Schloss Söllheim|Gut Söllheim]]. Als Dank an den heiligen Antonius ließ Kaufmann die Kapelle in [[Söllheim]] erbauen
    
Die [[Barock|barocke]] Kuppel der Söllheimer Kapelle wurde vom erzbischöflichen [[Hofbaumeister]] [[Giovanni Gaspare Zuccalli]], der bereits in Salzburg die [[Kajetanerkirche]] und [[Stadtpfarrkirche St. Erhard|St. Erhard]] erbaut hatte. Die Länge der Kuppel beträgt 17,44 Meter, die Breite 9,95 Meter und die Höhe 16,26 Meter mit einer 4,48 Meter hohen Laterne.  Jedoch bereitete der [[Bergheim]]er Pfarrer [[Johann Müllauer]] beim Bau der Antoniuskapelle große Schwierigkeiten. Dank der Vermittlung des Präsidenten [[Joachim Albrecht Graf von Leiblfing]] kam es dann doch zum Bau. Am [[11. Juli]] [[1694]] wurde die Kapelle durch den [[Bistum Chiemsee|Bischof von Chiemsee]], Sigmund Ignaz Graf von [[Wolkenstein]], geweiht.
 
Die [[Barock|barocke]] Kuppel der Söllheimer Kapelle wurde vom erzbischöflichen [[Hofbaumeister]] [[Giovanni Gaspare Zuccalli]], der bereits in Salzburg die [[Kajetanerkirche]] und [[Stadtpfarrkirche St. Erhard|St. Erhard]] erbaut hatte. Die Länge der Kuppel beträgt 17,44 Meter, die Breite 9,95 Meter und die Höhe 16,26 Meter mit einer 4,48 Meter hohen Laterne.  Jedoch bereitete der [[Bergheim]]er Pfarrer [[Johann Müllauer]] beim Bau der Antoniuskapelle große Schwierigkeiten. Dank der Vermittlung des Präsidenten [[Joachim Albrecht Graf von Leiblfing]] kam es dann doch zum Bau. Am [[11. Juli]] [[1694]] wurde die Kapelle durch den [[Bistum Chiemsee|Bischof von Chiemsee]], Sigmund Ignaz Graf von [[Wolkenstein]], geweiht.
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Früher hatte die Kapelle, die eine Filialkirche der [[Pfarre Hallwang]] ist, sogar einen eigenen Pfarrer, der im Haus neben der Kapelle, im heutigen Gasthaus und Restaurant [[Pfefferschiff]], wohnte. Der erste Mesner war [[Lorenz Enzinger]], Mesner und Lehrer in [[Volksschule Söllheim|Söllheim]], Knecht an der [[Reindlmühle (Söllheim)|Reindlmühle]] in Söllheim-[[Unteresch]].
 
Früher hatte die Kapelle, die eine Filialkirche der [[Pfarre Hallwang]] ist, sogar einen eigenen Pfarrer, der im Haus neben der Kapelle, im heutigen Gasthaus und Restaurant [[Pfefferschiff]], wohnte. Der erste Mesner war [[Lorenz Enzinger]], Mesner und Lehrer in [[Volksschule Söllheim|Söllheim]], Knecht an der [[Reindlmühle (Söllheim)|Reindlmühle]] in Söllheim-[[Unteresch]].
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Der Bau der Kapelle dürfte im Jahre [[1694]] vollkommen fertig gewesen sein, da die Kapelle ja am 11. Juli 1694 geweiht wurde.
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Der Bau der Kapelle dürfte im Jahre [[1694]] vollkommen fertig gewesen sein, da die Kapelle ja am [[11. Juli]] [[1694]] geweiht wurde.
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Die Wallfahrtskirche erfreute sich stets großen Zulaufs. Eine Schrift von Pater [[Petrus Martyr Haberleitner]] berichtet, dass von 1686 bis [[1704]] die hohe Zahl von 7582 Messen gelesen wurden. Es war sogar ein Erweiterungsbau des Kirchleins in Planung, jedoch wurde dieser nie durchgeführt.  
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Die Wallfahrtskirche erfreute sich stets großen Zulaufs. Eine Schrift von Pater [[Petrus Martyr Haberleitner]] berichtet, dass von 1686 bis [[1704]] die hohe Zahl von 7 582 Messen gelesen wurden. Es war sogar ein Erweiterungsbau des Kirchleins in Planung, jedoch wurde dieser nie durchgeführt.  
    
Am [[12. April]] [[1711]] verstarb Johann Kaufmann, der Erbauer der Kapelle, im 71. Lebensjahr. Er wurde in der Gruft der Kapelle bestattet.
 
Am [[12. April]] [[1711]] verstarb Johann Kaufmann, der Erbauer der Kapelle, im 71. Lebensjahr. Er wurde in der Gruft der Kapelle bestattet.
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Im Jahre [[1792]] wurde die Kaplanei in Söllheim aufgelöst, damals wurde auch ein Ansuchen um Einverleibung in das [[Pfarre Hallwang|Vikariat Hallwang]] gestellt.  
 
Im Jahre [[1792]] wurde die Kaplanei in Söllheim aufgelöst, damals wurde auch ein Ansuchen um Einverleibung in das [[Pfarre Hallwang|Vikariat Hallwang]] gestellt.  
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[[Datei:Kuppelgemalde Detail DSC 0064.JPG|thumb|Kuppelgemälde, Detailausschnitt]]
 
[[Datei:Kuppelgemalde Detail DSC 0064.JPG|thumb|Kuppelgemälde, Detailausschnitt]]
 
[[Datei:Söllheimkirche innen DSC 0062.JPG|thumb|Antiniuskapelle innen]]
 
[[Datei:Söllheimkirche innen DSC 0062.JPG|thumb|Antiniuskapelle innen]]