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== Sechs Kilometer Straße wurde erbaut ==
 
== Sechs Kilometer Straße wurde erbaut ==
 
Hatten nach dem im März 1938 vollzogenen [[Anschluss]] die Deutschen die Hände im Spiel? Sollte das Steinerne Meer zur "Alpenfestung" werden? Sollte die Straße neben einem Ausflugsziel auch ein Fluchtweg sein? Darüber ist nicht bekannt. Erwiesen ist allerdings, dass die [[Nationalsozialisten]] schon vor Wallack eine Straße über das Steinerne Meer planten. Diese sollte im Gegensatz zu Wallacks Hauptlinie aber östlich des Königssees verlaufen und über die Buchauerscharte nach [[Maria Alm am Steinernen Meer|Maria Alm]] führen. Am [[Funtenseetauern]] sollte außerdem ein Skigebiet entstehen. Rund sechs Kilometer der Straße wurden bis 1938 auch gebaut: Vom [[Obersalzberg]] bei [[Berchtesgaden]] bis zum heutigen Parkplatz Hinterbrand am [[Jenner]]. Die Straße gibt es als Scharitzkehlstraße heute noch. Im Juli 1938 schrieb Reichsleiter Martin Bormann an den Straßenbauer Fritz Todt,<ref>Fritz Todt war ein deutscher Bauingenieur und SA-Obergruppenführer. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er zunächst Generalinspektor für das Straßenwesen, ab 1940 Reichsminister für Bewaffnung und Munition.</ref> dass die Arbeiten "ungehemmt" fortgesetzt werden sollen. Der Führer sei einverstanden. Dazu kam es aber nicht mehr. Wohl zur Zufriedenheit von Generalfeldmarschall [[Hermann Göring]], der keine Freude mit der Straße gehabt haben soll. Seine Jagd war bei der Wasseralm auf der geplanten Trasse.
 
Hatten nach dem im März 1938 vollzogenen [[Anschluss]] die Deutschen die Hände im Spiel? Sollte das Steinerne Meer zur "Alpenfestung" werden? Sollte die Straße neben einem Ausflugsziel auch ein Fluchtweg sein? Darüber ist nicht bekannt. Erwiesen ist allerdings, dass die [[Nationalsozialisten]] schon vor Wallack eine Straße über das Steinerne Meer planten. Diese sollte im Gegensatz zu Wallacks Hauptlinie aber östlich des Königssees verlaufen und über die Buchauerscharte nach [[Maria Alm am Steinernen Meer|Maria Alm]] führen. Am [[Funtenseetauern]] sollte außerdem ein Skigebiet entstehen. Rund sechs Kilometer der Straße wurden bis 1938 auch gebaut: Vom [[Obersalzberg]] bei [[Berchtesgaden]] bis zum heutigen Parkplatz Hinterbrand am [[Jenner]]. Die Straße gibt es als Scharitzkehlstraße heute noch. Im Juli 1938 schrieb Reichsleiter Martin Bormann an den Straßenbauer Fritz Todt,<ref>Fritz Todt war ein deutscher Bauingenieur und SA-Obergruppenführer. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er zunächst Generalinspektor für das Straßenwesen, ab 1940 Reichsminister für Bewaffnung und Munition.</ref> dass die Arbeiten "ungehemmt" fortgesetzt werden sollen. Der Führer sei einverstanden. Dazu kam es aber nicht mehr. Wohl zur Zufriedenheit von Generalfeldmarschall [[Hermann Göring]], der keine Freude mit der Straße gehabt haben soll. Seine Jagd war bei der Wasseralm auf der geplanten Trasse.
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* [https://www.traunsteiner-tagblatt.de/das-traunsteiner-tagblatt/chiemgau-blaetter/chiemgau-blaetter-2021_ausgabe,-nsgroessenwahn-oder-militaerstrategie-_chid,787.html www.traunsteiner-tagblatt.de], "NS-Größenwahn oder Militärstrategie? Bormanns Straße über das Steinerne Meer." Ein ausführlicher Artikel erschienen am 21. März 2009
    
== Quelle ==
 
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* {{Quelle SN|9. Oktober 2016, ein Beitrag von [[Anton Kaindl]]}}
 
* {{Quelle SN|9. Oktober 2016, ein Beitrag von [[Anton Kaindl]]}}
   
== Fußnote ==
 
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