Es sollte als Thingspiel<ref>Die Thingspiele des Dritten Reiches sollten ein völkisches Theater begründen. Sie wollten das Publikum formal und emotional in das dramatische Geschehen einbeziehen. Thingspiele hatten eine kurze Blütezeit von etwa 1930 bis 1935. Bis zu 400 Thingplätze waren in Planung. Quelle {{wikipedia-de|Thingspiel}}</ref> die alljährliche Aufführung des „[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]“ von [[Hugo von Hofmannsthal]] auf dem [[Salzburger Domplatz]] ersetzen. Allerdings wurde es nur [[1938]] und [[1939]] auf einer Naturbühne und einer für über 1 000 Gäste gebauten Tribüne Gemeindegebiet von [[Lamprechtshausen]] im Gebiet der heutigen [[Reitlwaldsiedlung]] aufgeführt. Danach verhinderte der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] weitere Inszenierungen.
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Es sollte als Thingspiel<ref>Die Thingspiele des Dritten Reiches sollten ein völkisches Theater begründen. Sie wollten das Publikum formal und emotional in das dramatische Geschehen einbeziehen. Thingspiele hatten eine kurze Blütezeit von etwa 1930 bis 1935. Bis zu 400 Thingplätze waren in Planung. Quelle {{wikipedia-de|Thingspiel}}</ref> die alljährliche Aufführung des "[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]“ von [[Hugo von Hofmannsthal]] auf dem [[Salzburger Domplatz]] ersetzen. Allerdings wurde es nur [[1938]] und [[1939]] auf einer Naturbühne und einer für über 1 000 Gäste gebauten Tribüne Gemeindegebiet von [[Lamprechtshausen]] im Gebiet der heutigen [[Reitlwaldsiedlung]] aufgeführt. Danach verhinderte der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] weitere Inszenierungen.
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Nicht nur das Weihespiel sollte den Mythos der Putschisten fördern. Zusätzlich wurde ein monumentales Fresko an der Kirche zum Gedenken an die sechs getöteten [[Nationalsozialisten]] angebracht. Der Künstler [[Switbert Lobisser]] malte zu ihrer Erinnerung am heutigen Ort des [[Kriegerdenkmal Lamprechtshausen|Kriegerdenkmals]] das Fresko an die hintere Wand der Kirche. Dieses SA-Ehrenmal wurde am [[5. August]] [[1938]] durch den Salzburger Gauleiter [[Friedrich Rainer]] eingeweiht. Auch wurde zu diesem Zweck die [[Volksschule Michaelbeuern]] in „''Sepp Maislinger Schule''“ umbenannt. Dieser war einer der Putschisten, der im Gasthaus Stadler zu Tode gekommen war und am [[31. Juli]] 1934 in [[Michaelbeuern]] begraben wurde. Diese Widmung wurde nach dem Krieg wieder entfernt.
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Nicht nur das Weihespiel sollte den Mythos der Putschisten fördern. Zusätzlich wurde ein monumentales Fresko an der Kirche zum Gedenken an die sechs getöteten [[Nationalsozialisten]] angebracht. Der Künstler [[Switbert Lobisser]] malte zu ihrer Erinnerung am heutigen Ort des [[Kriegerdenkmal Lamprechtshausen|Kriegerdenkmals]] das Fresko an die hintere Wand der Kirche. Dieses SA-Ehrenmal wurde am [[5. August]] [[1938]] durch den Salzburger Gauleiter [[Friedrich Rainer]] eingeweiht. Auch wurde zu diesem Zweck die [[Volksschule Michaelbeuern]] in "''Sepp Maislinger Schule''“ umbenannt. Dieser war einer der Putschisten, der im Gasthaus Stadler zu Tode gekommen war und am [[31. Juli]] 1934 in [[Michaelbeuern]] begraben wurde. Diese Widmung wurde nach dem Krieg wieder entfernt.