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Durch den Bau der [[Tauernbahn]], die das [[Gasteinertal]] und den mondänen Kurort an das internationale Eisenbahnnetz anschloss, kam es in Bad Gastein zu Beginn  des 20. Jahrhunderts zu einer gesteigerten Bautätigkeit. Eines der schönsten und zu seiner Zeit mit 160 Zimmern das größte und modernste Hotel des gesamten Tales war das Grand Hotel de l´Europe von KR Viktor Sedlacek, der in seiner Heimatstadt Linz bereits die dortige Bahnhofsrestauration betrieb. Der Unternehmer erkannte die sich durch den Bahnanschluss ergebenden neuen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für den Fremdenverkehr und investierte rund 2,2 Millionen Kronen allein in Bau und Ausstattung seines Hotelprojektes. Das für den Bau benötigte Grundstück an der Kaiser-Franz-Josef-Straße erwarb er [[1906]] von Anna Pauline Freifrau von Schröter.  
 
Durch den Bau der [[Tauernbahn]], die das [[Gasteinertal]] und den mondänen Kurort an das internationale Eisenbahnnetz anschloss, kam es in Bad Gastein zu Beginn  des 20. Jahrhunderts zu einer gesteigerten Bautätigkeit. Eines der schönsten und zu seiner Zeit mit 160 Zimmern das größte und modernste Hotel des gesamten Tales war das Grand Hotel de l´Europe von KR Viktor Sedlacek, der in seiner Heimatstadt Linz bereits die dortige Bahnhofsrestauration betrieb. Der Unternehmer erkannte die sich durch den Bahnanschluss ergebenden neuen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für den Fremdenverkehr und investierte rund 2,2 Millionen Kronen allein in Bau und Ausstattung seines Hotelprojektes. Das für den Bau benötigte Grundstück an der Kaiser-Franz-Josef-Straße erwarb er [[1906]] von Anna Pauline Freifrau von Schröter.  
 
[[Bild:Bad-Gastein Grand-Hotel-de-l´Europe Westansicht Februar-1997.jpg|thumb|left|Das Grand Hotel im Winter 1997]]
 
[[Bild:Bad-Gastein Grand-Hotel-de-l´Europe Westansicht Februar-1997.jpg|thumb|left|Das Grand Hotel im Winter 1997]]
Geplant und ausgeführt wurde der Bau des späthistorischen – seit [[1980]] denkmalgeschützten - Gebäudes vom Linzer Dombaumeister Matthäus Schlager. Die Errichtung selbst wurde in den Jahren von [[1906]] bis [[1909]] vorgenommen. In welchen Dimensionen sich das Großbauprojekt bewegte, zeigt, dass allein für die Anlieferung des Baumaterials 858 Eisenbahnwaggons nötig waren. Zur Realisierung des Hotelkomplexes, dessen Untergeschosse an den westlichen Bergabhang gebaut wurden, waren zudem massive Sprengarbeiten notwendig, die den gesamten laufenden Kurbetrieb mächtig beeinträchtigten. Für diese Sprengarbeiten und auch für sonstige Bauarbeiten wurde ab [[1907]] bis zur Fertigstellung auf die damals führende Gasteiner Baufirma [[Angelo Comini]]s zurückgegriffen. Die Eröffnung des Hotels folgte am [[29. Mai]] [[1909]]. Nach dem Tod des Gründers Viktor Sedlacek übernahm [[1937]] dessen Sohn Alfred die Geschäftsleitung.
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Geplant und ausgeführt wurde der Bau des späthistorischen – seit [[1980]] denkmalgeschützten - Gebäudes vom Linzer Dombaumeister Matthäus Schlager. Die Errichtung selbst wurde in den Jahren von [[1906]] bis [[1909]] vorgenommen. In welchen Dimensionen sich das Großbauprojekt bewegte, zeigt, dass allein für die Anlieferung des Baumaterials 858 Eisenbahnwaggons nötig waren. Zur Realisierung des Hotelkomplexes, dessen Untergeschosse an den westlichen Bergabhang gebaut wurden, waren zudem massive Sprengarbeiten notwendig, die den gesamten laufenden Kurbetrieb mächtig beeinträchtigten. Für diese Sprengarbeiten und auch für sonstige Bauarbeiten wurde ab [[1907]] bis zur Fertigstellung auf die damals führende Gasteiner Baufirma [[Angelo Comini]]s zurückgegriffen. Die Eröffnung des Hotels folgte am [[29. Mai]] [[1909]]. Nach dem Tod des Gründers Viktor Sedlacek übernahm [[1937]] dessen Sohn Rudolf Sedlacek die Geschäftsleitung. Nach dessen Tod überahm der Bruder Alfred die Geschäftsleitung.
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Südlich des Hauptgebäudes ist ein bei der Linzer Kunstschlosserei Ferdinand Thilo in Auftrag gegebener Jugendstilpavillon angeschlossen, dessen Planung nach heutiger Erkenntnis Leopold Führer, einem Schüler des Wiener Ringstraßenarchitekten Otto Wagner, zugerechnet wird.  
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Südlich des Hauptgebäudes ist ein bei der Linzer Kunstschlosserei Ferdinand Thilo in Auftrag gegebener Jugendstilpavillon angeschlossen, dessen Planung nach heutiger Erkenntnis Leopold Führer, einem Schüler des Wiener Ringstraßenarchitekten Otto Wagner, zugerechnet wird.
    
==Umbaupläne 2006==
 
==Umbaupläne 2006==
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