| | Die [[Gewerke]]n (Bergbauunternehmer) von [[Bad Gastein|Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Ende Mai bildete sich auch in [[Zell am See]] eine Gruppe unzufriedener Bauern. Am [[25. Mai]] 1525 kamen im [[Gasteinertal]] Vertreter der Knappen und Gewerken zu einem Treffen zusammen, bei dem sie über einen Aufstand gegen ihren Landesherrn, den Fürsterzbischof Kardinal Lang, berieten. In 14 Artikeln formulierten sie ihre Forderungen. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft, jedoch die Beibehaltung des Respektes vor der von Gott eingesetzten Obrigkeit und auch die Beibehaltung des Zehents, jedoch keine Erhöhungen. Die Bauern forderten außerdem die Allmende wieder - Gemeinschaftsbesitz abseits der parzellierten, in Fluren aufgeteilten landwirtschaftlichen Nutzfläche- und ein freies Jagd- und Fischrecht. | | Die [[Gewerke]]n (Bergbauunternehmer) von [[Bad Gastein|Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Ende Mai bildete sich auch in [[Zell am See]] eine Gruppe unzufriedener Bauern. Am [[25. Mai]] 1525 kamen im [[Gasteinertal]] Vertreter der Knappen und Gewerken zu einem Treffen zusammen, bei dem sie über einen Aufstand gegen ihren Landesherrn, den Fürsterzbischof Kardinal Lang, berieten. In 14 Artikeln formulierten sie ihre Forderungen. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft, jedoch die Beibehaltung des Respektes vor der von Gott eingesetzten Obrigkeit und auch die Beibehaltung des Zehents, jedoch keine Erhöhungen. Die Bauern forderten außerdem die Allmende wieder - Gemeinschaftsbesitz abseits der parzellierten, in Fluren aufgeteilten landwirtschaftlichen Nutzfläche- und ein freies Jagd- und Fischrecht. |
| − | Die Versammlung beschloss gegen die Stadt Salzburg zu ziehen. Sie besetzten die [[Festung Werfen]], konnten in Folge den [[Pass Lueg]] einnehmen und ihr Weg in die Landeshauptstadt war frei. Die Bürgerschaft Salzburgs zeigte eine eher freundlich Gesinnung gegenüber den Aufständischen, nur die radikale Bürgerschaft der [[Stadt Salzburg]] forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. Der [[Salzburger Stadtrat]] bot in letzter Minute dem Fürsterzbischof die Unterstützung der Stadt an, wenn dieser der Stadt alle ihr 1523 genommenen Rechte und Privilegien wieder gäbe. Aber trotz der aussichtslosen Lage des Kardinals lehnte er strikt diese Forderung ab und zog sich in die für eine Belagerung gut ausgestattete [[Festung Hohensalzburg]] zurück. | + | Die Versammlung beschloss gegen die Stadt Salzburg zu ziehen. Sie besetzten die [[Festung Hohenwerfen]], konnten in Folge den [[Pass Lueg]] einnehmen und ihr Weg in die Landeshauptstadt war frei. Die Bürgerschaft Salzburgs zeigte eine eher freundlich Gesinnung gegenüber den Aufständischen, nur die radikale Bürgerschaft der [[Stadt Salzburg]] forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. Der [[Salzburger Stadtrat]] bot in letzter Minute dem Fürsterzbischof die Unterstützung der Stadt an, wenn dieser der Stadt alle ihr 1523 genommenen Rechte und Privilegien wieder gäbe. Aber trotz der aussichtslosen Lage des Kardinals lehnte er strikt diese Forderung ab und zog sich in die für eine Belagerung gut ausgestattete [[Festung Hohensalzburg]] zurück. |