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'''Josef Wintersteller''' ( * [[11. August]] [[1910]] in [[Oberalm]] ; † [[1. Juli]] [[1944]] in Danzig, [[Polen]]) war ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in Salzburg.

==Leben==
Er war das einzige Kind des Ehepaares Rosa und Matthias Wintersteller, einem Hilfsarbeiter ohne festes Arbeitsverhältnis. Sein Vater musste im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] Kriegsdienst leisten, seit September [[1917]] galt er als vermisst und wurde nach Kriegsende für tot erklärt. Die Witwe heiratete wieder und lebte seither in der Stadt Salzburg.

Ihr Sohn Josef konnte keinen Beruf erlernen, seit seinem 15. Lebensjahr war er Hilfsarbeiter in Salzburg, wechselte häufig die Adressen und Arbeitsstellen und wohnte zumeist in Baracken. [[1933]] heiratete er in Salzburg. Sie hatten fünf Kinder, das jüngste wurde [[1940]] geboren. Die Familie wohnte in der [[Scherzhauserfeldsiedlung]].

Im Dezember 1940 musste er zur Deutschen Wehrmacht einrücken , wo er seit Oktober [[1941]] als Fernmelder in Russland Kriegsdienst leisten musste. Ende April [[1942]] bekam er drei Wochen Heimaturlaub und kehrte zu seiner Truppe nach Russland nicht mehr zurück. Er war weder Nationalsozialist noch Regimegegner, er wollte aber nicht wie sein Vater den Kriegstod erleiden, sondern lieber bei seinen Kindern sein. Er wurde am [[22. Juni]] [[1942]] bei seiner Familie in Salzburg verhaftet.

Am [[6. August]] 1942 stand Josef Wintersteller in Salzburg vor einem Kriegsgericht und wurde « wegen »unerlaubter Entfernung von der Truppe« zu 15 Monate Gefängnis verurteilt, noch während seiner Haft wurde er in ein Strafbataillon gesteckt, wahrscheinlich an der Ostfront. Diese wurden zum Bunker- und Stellungsbau oder zur Minenräumung und Leichenbergung eingesetzt wurde.

Nach Kriegsende galt er als vermisst, wie schon sein Vater Matthias nach dem Ersten Weltkrieg, und wurde gerichtlich für tot erklärt . Nach jüngsten Recherchen konnte ermittelt werden, dass er 33-jährig am 1. Juli 1944 in Danzig (polnisch Gdansk) an der Ostseeküste sein Leben verlor. Die näheren Umstände sind ungeklärt. Er hinterließ eine Frau und fünf Kinder.

Ein [[Stolperstein]] wurde zu seinem Gedächtnis in der [[Thomas-Bernhard-Straße]] verlegt.
==Quelle==
[http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Wintersteller,Josef Stolpersteine Salzburg]

{{SORTIERUNG: Wintersteller, Josef}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Zweiter Weltkrieg]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]
[[Kategorie:Stolperstein]]
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