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| | [[Datei:Landschaft um den Hüttenberger Erzberg.jpg|thumb|Landschaft um den Hüttnberger Erzberg]] | | [[Datei:Landschaft um den Hüttenberger Erzberg.jpg|thumb|Landschaft um den Hüttnberger Erzberg]] |
| | [[Datei:Fundstelle SemlachEisner.jpg|thumb|Fundstelle SemlachEisner]] | | [[Datei:Fundstelle SemlachEisner.jpg|thumb|Fundstelle SemlachEisner]] |
| − | Der '''Hüttenberger Erzberg''' im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten ist Herkunftsort für das an der Zeitenwende so berühmte norische Eisen, das „Ferrum Noricum“. | + | Der '''Hüttenberger Erzberg''' im Bezirk St. Veit an der Glan in [[Kärnten]] ist Herkunftsort für das an der Zeitenwende so berühmte norische Eisen, das „''Ferrum Noricum''“. |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
| − | Nicht der Steirische Erzberg sondern der Erzberg in [[Hüttenberg]] in [[Kärnten]] lieferte das seinerzeit berühmte norische Eisen. Man weiß heute aus archäologischen Forschungen, dass die Römer nie am steirischen Erzberg Bergbau betrieben haben, wohl aber am Hüttenberger Erzberg. Das Forschungsteam mit der Gruppe um die Archäologin Brigitte Cech, das auch im Salzburger Goldbergbaurevier im [[Bockharttal]] im [[Gasteiner Tal]] durch seine Untersuchungen wesentliche Erkenntnisse über die Bergbaugeschichte erbracht hat, konnte auch im Hüttenberger Revier vorher bestehende Annahmen erstmals bestätigen und belegen. | + | Nicht der Steirische Erzberg, sondern der Erzberg in [[Hüttenberg]] in Kärnten lieferte das seinerzeit berühmte norische Eisen. Man weiß heute aus archäologischen Forschungen, dass die [[Römer]] nie am steirischen Erzberg [[Bergbau]] betrieben haben, wohl aber am Hüttenberger Erzberg. Das Forschungsteam mit der Gruppe um die Archäologin Brigitte Cech, das auch im Salzburger [[Goldbergbau]]revier im [[Bockharttal]] im [[Gasteiner Tal]] durch seine Untersuchungen wesentliche Erkenntnisse über die Bergbaugeschichte erbracht hat, konnte auch im Hüttenberger Revier vorher bestehende Annahmen erstmals bestätigen und belegen. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Das Bergbaurevier um Hüttenberg in Kärnten haben nicht die Römer erschlossen, sondern die Kelten, die mit ihrer hoch entwickelten Technik der Eisengewinnung und vor allem der Eisenverarbeitung den Ruf des bereits damals stahlartigen „Ferrum Noricum“ begründet und schon vor der Besetzung Norikums durch Rom mit den Römern regen Handel betrieben haben. Unter römischer Herrschaft fand schließlich bis ins [[5. Jahrhundert]] im Hüttenberger Revier Eisenverhüttung statt. | + | Das Bergbaurevier um Hüttenberg in Kärnten haben nicht die Römer erschlossen, sondern die [[Kelten]], die mit ihrer hoch entwickelten Technik der Eisengewinnung und vor allem der Eisenverarbeitung den Ruf des bereits damals stahlartigen „Ferrum Noricum“ begründet und schon vor der Besetzung [[Norikum]]s durch Rom mit den Römern regen Handel betrieben haben. Unter römischer Herrschaft fand schließlich bis ins [[5. Jahrhundert]] im Hüttenberger Revier Eisenverhüttung statt. |
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| | ==Ferrum Noricum== | | ==Ferrum Noricum== |
| − | Die Funktionstauglichkeit der Werkstücke aus norischem Eisen war ohne jeden Zweifel vom technologischen Können der Schmiede abhängig. Ihnen standen Sekundärrohstoffe (Altmetall) und die in den Schachtöfen erschmolzenen Eisenluppen (Primärrohstoffe) als Rohmaterial zur Verfügung. Die Qualität der Eisenluppen hängt vom Rohstoff aus den örtlichen Lagerstätten ab. Den Kelten in den inneralpinen Gebieten, d.h. auch in Hüttenberg, standen nur phosphorarme Erze zur Verfügung. Die erschmolzenen Eisenluppen waren daher unlegiert. Um die erforderlichen Eigenschaften der Werkstücke zu erreichen, mussten die inneralpinen Kelten eine mehrstufige Schmiedetechnik anwenden. Diese mehrstufige Schmiedetechnologie, die durch das phophorarme Eisenerz erforderlich war, beherrschten die keltischen Schmiede perfekt. Der durch die Art des Rohstoffes bedingte Qualitätsmangel der Rohprodukte wurde durch die örtlich besonders perfektionierte Schmiedetechnik ausgeglichen. Das Ferrum Noricum verdient daher auch nach modernen Analysen seinen qualitativ herausragenden Ruf. | + | Die Funktionstauglichkeit der Werkstücke aus norischem Eisen war ohne jeden Zweifel vom technologischen Können der Schmiede abhängig. Ihnen standen Sekundärrohstoffe (Altmetall) und die in den Schachtöfen erschmolzenen Eisenluppen (Primärrohstoffe) als Rohmaterial zur Verfügung. Die Qualität der Eisenluppen hängt vom Rohstoff aus den örtlichen Lagerstätten ab. Den Kelten in den inneralpinen Gebieten, d.h. auch in Hüttenberg, standen nur Phosphor arme Erze zur Verfügung. Die erschmolzenen Eisenluppen waren daher unlegiert. Um die erforderlichen Eigenschaften der Werkstücke zu erreichen, mussten die inneralpinen Kelten eine mehrstufige Schmiedetechnik anwenden. Diese mehrstufige Schmiedetechnologie, die durch das phophorarme Eisenerz erforderlich war, beherrschten die keltischen Schmiede perfekt. Der durch die Art des Rohstoffes bedingte Qualitätsmangel der Rohprodukte wurde durch die örtlich besonders perfektionierte Schmiedetechnik ausgeglichen. Das "Ferrum Noricum" verdient daher auch nach modernen Analysen seinen qualitativ herausragenden Ruf. |
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| | ==Archäologische Fundstellen== | | ==Archäologische Fundstellen== |
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| | ==Salzburgbezug== | | ==Salzburgbezug== |
| − | Das Gebiet um Hüttenberg kam im [[9. Jahrhundert]] oder im [[10. Jahrhundert]] zusammen mit [[Althofen]] am Krappfeld (und etwas später auch [[Friesach]]) an das [[Erzbistum Salzburg]], das nun auch das Besitzrecht über alle Bodenschätze, das Bergregal, ausübte. Die Marktgemeinde Hüttenberg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten verdankt ihre Gründung und Entwicklung dem [[Hüttenberger Erzberg]]. Hüttenberg verblieb bis zum Jahr [[1805]] in Salzburger Besitz. | + | Das Gebiet um Hüttenberg kam im [[9. Jahrhundert]] oder im [[10. Jahrhundert]] zusammen mit [[Althofen]] am Krappfeld (und etwas später auch [[Friesach]]) an das [[Erzbistum Salzburg]], das nun auch das Besitzrecht über alle Bodenschätze, das [[Bergregal]], ausübte. Die Marktgemeinde Hüttenberg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten verdankt ihre Gründung und Entwicklung dem Hüttenberger Erzber. Hüttenberg verblieb bis zum Jahr [[1805]] in Salzburger Besitz. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |