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Schüttdorf, Stadtteil von Zell am See
Schüttdorf, heute ein Stadtteil von Zell am See, entwickelte sich nach der Wende zum 20. Jahrhundert als „Dorf“ in der Nähe des Schüttgutes.

==Lage==
Schüttdorf liegt am südlichen Ende des [[Zeller See]]s , an der [[B 311]], an der [[Westbahn]] und an der [[Pinzgauer Lokalbahn]]. Das namengebende [[Schüttgut]] am Fuße des [[Bruckberg]], früher [[Limberg]] genannt, gehört der Familie [[Piech-Porsche]]. Bekannt ist auch die [[Breiteckbahn]] an der Areithabfahrt, die Schifahrer und Wanderer auf die [[Schmittenhöhe]] befördert. Ihre Talstation liegt am Fuße des Bruckberges, vor der Haustür der Schüttdorfer und Schüttdorferinnen.

==Entstehung und Entwicklung==
Nach Fertigstellung der im Volksmund als „Krimmlerbahn“ benannten Pinzgauer Lokalbahn im Jahr [[1898]], und ganz besonders ab dem Jahr [[1920]], wurden zahlreiche Häuser errichtet und das Dorf vergrößerte sich rasch.

=====Schulen und Infrastruktur=====
[[1955]] wurde eine Volksschule namens [[Ferdinand Porsche]]-Gedächtnisschule errichtet. [[1960]] wurde der Kindergarten neben der Volksschule fertig gestellt und [[1962]] das Postamt eingeweiht. Auch eine Hauptschule wurde errichtet. Im Jahr [[1967]] fand die Glockenweihe bei der neu errichteten Schüttdorfer Kirche statt. [[1974]] wurde die [[Breiteckbahn]] an der Areithabfahrt – als Schüttdorfer Zubringer zur Schmittenhöhe - fertiggestellt. Zuletzt wurde mit Handelsschule, Handelsakademie und Gymnasium auch das wichtigste Zeller Schulzentrum erbaut. Schüttdorf beherbergt auch eine Besonderheit: hier hat sich neben der Fa. Porsche-Design auch die Fa. Storz angesiedelt. Beide Designbetriebe haben Weltruf.

=====Dorf, “Suburbia“ und Raumordnung=====
Schüttdorf ist heute der bevölkerungsreichste Stadtteil. Er hat einerseits noch immer Dorfcharakter, andererseits ist Schüttdorf auch das „Suburbia“ von Zell am See geworden. Hier befinden sich der [[1959]] errichtete Flugplatz, mit Tunnelausgangsportal und Umfahrungsverteiler bedeutende Straßenbauten, die großen Supermärkte, Möbelhäuser, Baumärkte und Autohäuser.
Die Errichtung der erwähnten Großbetriebe ist aus Sicht der Stadtentwicklung zu einem gewissen Grad einsichtig, aber raumordnerisch problematisch. Schüttdorf einerseits und Bruck andererseits drohen durch den in den letzten Jahren erfolgten Supermarktboom zusammenzuwachsen und das Erscheinungsbild des Zellerbeckens nachhaltig zu beeinträchtigen.

=====Hochwasser=====
Der im Jahr [[2010]] von der Wildbachverbauung präsentierte Gefahrenzonenplan erinnert alteingesessene Schüttdorfer an das Hochwasser im Jahr [[1956]], das mehrere Häuser unter Wasser setzte. Der neu erstellte Plan legt offen, dass fast ganz Schüttdorf hochwassergefährdet ist und geeignete Schutzmaßnahmen fehlen. Bei einem nächsten Jahrhunderthochwasser geht es nicht mehr um ein paar Häuser sondern um beinahe das ganze verbaute Gebiet von Schüttdorf mit seinen zahlreichen Wohnhäusern, den Schulen und den Großmärkten.

==Quellen==

* Ferdinand Hölzl, „1200 Jahre Zell am See“, herausgegeben im Eigenverlag des Autors, Zell am See 1973
* Eigenartikel von [[Christina Nöbauer]]
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